Tintenherz Trailer

Nach dem Goldenen Kompass und der Fortsetzung der Chroniken von Narnia (Prinz Caspian) kündigt sich schon die nächste Verfilmung eines Bestseller-Fantasystoffes an: Cornelia Funkes „Tintenherz“ (Inkheart).

Regie führte Iain Softley, dessen Filmen ich seit K-Pax besonders zugetan bin, auch wenn sie in ihrer Gesamtheit qualitativ nicht gerade überragend sind (man denke nur an Hackers).

Neben Brendan Fraser werden auch Andy Serkis (Gollum) als Bösewicht, sowie Helen Mirren, Paul Bettany und Jim Broadbent (der im nächsten Harry Potter den Slughorn mimt) zu sehen sein.

Der deutsche Starttermin ist der (KORREKTUR!) 20. März 2008. Der Film wird wohl doch erst Ende des Jahres 2008 anlaufen.

Der Trailer sieht schon mal okay, wenn auch geringfügig nichtssagend aus:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=fbaJ-2GhhP4]

Auto-Remakes: Funny Games

Als wir gestern im Seminar über verschiedene Remakekategorien diskutiert haben, fühlte ich mich sogleich genötigt, hier auf den aktuellen Film des österreichischen Regisseurs Michael Haneke (Caché, Die Klavierspielerin) hinzuweisen: Funny Games (2007).

10 Jahre nach Funny Games (1997), einer der besten europäischen Filme der 90er Jahre, hat Haneke ein Remake seines eigenen Films gedreht. Statt Ulrich Mühe und Susanne Lothar spielen nun Tim Roth und Naomie Watts das Ehepaar, welches samt Sohn von zwei geistig derangierten jungen Herren in ihrem Ferienhaus als Geisel genommen wird. Letztere, die im Original von Arno Frisch und Frank Giering gespielt wurden, mimen nun Michael Pitt (Mord nach Plan, Last Days) und Brady Corbet.

Michel Serceau hat den Begriff „Auto-Remake“ als originalgetreue Neuverfilmung durch denselben Regisseur geprägt und seine Bedeutung als Mittel des Regisseurs, sich seiner Kunst bewusst zu werden, herausgestellt. „Gelungen“ ist ein Remake für Serceau, wenn nicht eins zu eins umgesetzt wird, was im Original schon zu sehen war. Die Anpassung an den/einen sozio-historischen Kontext soll das Ziel sein, so dass der Mythos oder die Figuren quasi wiedergeboren werden.

Haneke hat wohl Funny Games eins zu eins nachgedreht, das deutet zumindest diese Review an. Die einzigen Änderungen scheinen die Schauspieler und den Kontext (USA statt Österreich) zu betreffen.

Interessant wird auf jeden Fall die Diskussion darum sein, wie das Spiel mit unserer Medienrezeption, welches der Film wie schon das Original betreiben wird, im amerikanischen Kontext funktioniert.

Die beiden Trailer verdeutlichen noch einmal die Herangehensweise für Hanekes Auto-Remake:

Funny Games (1997):

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=rzpzpe_8gHQ]

Funny Games (2007):

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Ec-70W_K77U]

Ein deutscher Starttermin für Funny Games steht noch nicht fest.

Wizard Swears

Erstmal kein neuer Trailer, dafür etwas zum totlachen. The Mysterious Ticking Noise der Potter Puppet Pals hatte ich ja im September schon gepostet.

Nun gibt’s das neueste Werk von Neil Cicierega: „Wizard Swears“!

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=TqTHmzMk0Cw]

Ein paar Highlights:

I mean every word I ever say. Ever. Because I’m Harry Potter!

You sicken me! Hagrid is ten times the man you’ll ever be, Neville!

Lord Voldemort speaking…

I don’t even remember five minutes ago

Dobby’s sock!

American Gangster (USA 2007)

Da der Genuss dieses Films schon wieder eine Woche her ist, hier nur eine Kurzkritik zum aktuellen Film von Ridley Scott:

Nach dem Erfolg von Martin Scorsese’s The Departed war eine Welle von Gangsterfilmen samt dualistischer Figurenkonstellation zu erwarten gewesen. Auch James Gray’s We Own The Night wird ein ähnliches Thema aufnehmen. American Gangster von Regiemeister Ridley Scott ist nun das erste Werk dieser Spielart, welches in die diesjährige Oscarsaison startet.

Erzählt wird die Geschichte von Frank Lucas (Denzel Washington), der im New York der späten Sechziger und frühen Siebziger in Harlem zum Drogenboss und Viertelpate aufsteigt. Sein Gegenspieler ist der aufrechte und prinzipientreue Cop Richie Roberts (herausragend normal: Russel Crowe), der für die mit korrupten Kollegen übersäte Drogenfahndung ermittelt.

Der wachsende Dualismus zwischen den beiden Charakteren wird erst vergleichsweise spät im Film offensichtlich. Von Beginn an nutzt Scott, ähnlich wie auch schon Scorsese in The Departed, die Darstellung der familiären und beruflichen Umstände seiner beiden Protagonisten, um zu einer Charakterisierung via Spiegelung zu gelangen.

So sehen wir, wie Lucas mit seiner ganzen Familie ein bilderbuchhaftes Thanksgiving-Fest zelebriert und Roberts derweil in seiner Wohnung irgendwas aus einer Dose mampft.

Die finale Konfrontation zwischen Roberts und Lucas fällt vergleichsweise spannungslos aus. Es ist einfach nicht DER große Moment des Films, wie etwa in Heat die Restaurantsequenz zwischen Pacino und DeNiro.

Unterhaltsam und spannend ist American Gangster auf jeden Fall, was sein Einspielergebnis in den USA wenig überraschend macht. Dennoch verwendet Scott zuviel Zeit für die Mechanismen des Drogenhandels und damit einhergehend des Aufstiegs von Lucas und vergisst währenddessen, den Konflikt zwischen Lucas und Roberts handfester zuzuspitzen. Von der fragwürdigen Verklärung eines Drogenhändlers und Mörders ganz zu schweigen.

Erste Clips aus Sweeney Todd

Die bisher zurückhaltende Marketingcampagne für Tim Burton’s Sweeney Todd ist nun endlich voll angelaufen. Seit gestern gibt’s online 9 Clips, 3 Featurettes und 2 Behind the Scenes-Filmchen, in denen erstmals der Gesang aller Hauptdarsteller zu hören ist.

Nach zwei Trailern und drei TV-Clips bot das Press Junket in London am vergangenen Wochenende wohl den Anlass, die Werbung endlich auf vollen Touren laufen zu lassen.

Hier also das aktuelle Material:

Der erste deutsche Trailer ist bei MovieMaze.de zu finden.

[Woohoo, anscheinend werden die Songs nicht synchronisiert!]

Musicaltalk.co.uk war beim Press Junket dabei und bietet in seinem aktuellen Podcast Interviews mit Stephen Sondheim, Tim Burton, Johnny Depp, Helena Bonham Carter, Alan Rickman und anderen an.

Wer sich spoilern lassen oder einfach mal reinhören will, wie Depp und Co. gesanglich abschneiden, schaue bitte hier, um die Clips und Featurettes anzuschauen. Das zweite Behind the Scenes-Feature bietet übrigens einen ersten Einblick in das Duett „Pretty Women“ von Rickman und Depp.


Da ich nicht sonderlich spoilersüchtig bin, habe ich nur zwei Clips ausgewählt:

Clip Eins zeigt Adolfo Pirelli (Sasha Baron Cohen, aka Borat) und Sweeney Todd (Johnny Depp) bei einem Rasierwettbewerb. Pirelli ist einfach nur herrlich und Cohen beweist, dass er wirklich singen kann:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=gF_FgrzcsD0]

Clip Zwei zeigt Oberbösewicht Judge Turpin (Alan Rickman), wie er über seine unbefriedigten sexuellen Fantasien siniert. Das klingt schlimmer, als es ist. Oder auch nicht, es ist schon ziemlich schlimm…

Aber absolut sehenswert!

„You gandered at my ward!“

Wieder ein Eintrag in die Zitatesammlung.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=3qNbfiLUj2k]