Neues von Ridley Scott und Fernando Mereilles

Vom schlechten Gewissen wegen der Vernachlässigung dieses Blogs übermannt, verweise ich an dieser Stelle mal auf zwei nicht ganz niegelnagelneue, aber gute Trailer:

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Nummer Eins bewirbt Der Mann, der niemals lebte („Body of Lies“), den neuen Film von Ridley Scott.

Der auf einem Buch von David Ignatius basierende Spionagethriller mit Russel Crowe und Leonardo DiCaprio in den Hauptrollen erinnert an eine Kreuzung aus „American Gangster“ und „Black Hawk Down.“

Anders gesagt: Ganz neues Terrain beschreitet Master Ridley hier nicht und sowohl seine Version von Robin Hood – „Nottingham“ – als auch die geplante Verfilmung von „The Blood Meridian“ nach Cormac McCarthy  („No Country for Old Men“) klingen wesentlich vielversprechender.

Dafür hat Leo eine weitere Chance, der Welt mithilfe seiner zusammengekniffenen Augenbrauen zu beweisen, dass er ein Mann geworden ist. Da kann man nur hoffen, dass er diesmal besser abschneidet als in diesem komischen Remake von Infernal Affairs… wie hieß es noch? Achja, „The Jack Nicholson Show“.

Anyway, Russel Crowe ist glücklicherweise meistens sehenswert und war immerhin das beste an „American Gangster.“ Was einem allerdings zu denken geben sollte: William Monahan (The Dep**ted) ist für das Drehbuch von „Der Mann, der niemals lebte“ verantwortlich. Vielleicht verzichtet er diesmal auf den überbordenden Gebrauch des F-Wortes und schreibt zur Abwechslung mal gute Dialoge.

Am 23. Oktober können wir uns selbst davon überzeugen, dann startet „Der Mann, der niemals lebte“ in Deutschland.

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Am selben Tag kommt auch Die Stadt der Blinden („Blindness“) von Fernando Mereilles („City of God“, „Der Ewige Gärtner“) in die Kinos. Literaturnobelpreisträger José Saramago lieferte die Vorlage:

In einer nicht genannten Stadt verbreitet sich eine Epidemie, die Blindheit verursacht. Die Behörden lassen die Kranken in einer psychiatrischen Anstalt unterbringen. Zu den Internierten gehört der Arzt, der den ersten Kranken behandelt hat sowie seine Frau – die als einzige dieser Personen sehen kann. Es kommt zu Übergriffen zwischen verschiedenen Gruppen der Kranken wie auch zu Misshandlungen seitens der die Anstalt bewachenden Soldaten  (Quelle: Wikipedia)

Das Casting ist mit Mark Ruffalo, Julianne Moore (mit blonden Haaren!) und Gael Garcia Bernal exzellent. Sogar Sandra Oh ist mit von der Partie und die hat es immerhin geschafft, eine schreckliche Serie wie „Grey’s Anatomy“ erträglich, wenn auch nicht sehenswert, zu machen.

Den Trailer für „Die Stadt der Blinden“ kann man wie immer bei MovieMaze einsehen.

Ein fetter Smiley geht an denjenigen, der mir sagen kann, aus welchem Film (?) die Musik am Ende des zweiten Trailers von „Die Stadt der Blinden“ stammt!