Wollmilchcast #52 – Werk ohne Autor

Florian Henckel von Donnersmarck ist zurück mit einem weiteren Eintrag in seiner erstaunlich umfangreichen Wikipedia-Biografie. Werk ohne Autor heißt der Film, der dieses Jahr in Venedig Premiere feierte, und die reale Familiengeschichte des Malers Gerhard Richter fiktionalisiert. Im Podcast sprechen Matthias von Das Filmfeuilleton und ich darüber, ob der Film wirklich 188 Minuten Laufzeit verdient, wie Donnersmarck Richters Werk in die deutsche Geschichte einbettet und über die größte Sequenz des deutschen Kinos der letzten Jahre (bitte nicht zitieren). Außerdem stellt Matthias den sehenswerten Alles ist gut von Eva Trobisch vor, der gerade im Kino läuft, und ich ergänze meine Charles Boyer-Minireihe um Ernst Lubitschs letzten von ihm vollendeten Film: Cluny Brown.

Shownotes:

  • 00:01:10 – Werk ohne Autor von Florian Henckel von Donnersmarck
  • 00:50:15 – Alles ist gut von Eva Trobisch
  • 00:58:38 – Cluny Brown (1946) von Ernst Lubitsch

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Intro und Outro: Kai Engel – Slum Canto (aus dem Album Sustains)

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Copyright Titelbild: Walt Disney

Le Bonheur – Schießen Sie auf den Filmstar, Herr Boyer!

Le Bonheur (Happiness)
Le Bonheur

Es gibt eine Einstellung in Le Bonheur, der auf ewig unter der Titelverwandtschaft zu einem berühmteren Film von Agnès Varda leiden wird¹, welche seine widerborstige Seltsamkeit preisgibt. Da liegt ein anarchistischer Karikaturist auf dem Sofa eines Filmstars und schläft, vermutlich. Vermutlich, weil sein Kopf vom Bildausschnitt sauber abgetrennt wurde. Es besteht zugegebenermaßen kein Zweifel, dass er es ist, den die Diva beäugt. Lutcher ist die einzige Figur in Le Bonheur, die mit billigen Lederschuhen an den Füßen ungerührt auf dem Sofa eines Filmstars schlafen würde. Warum also wird der Kopf abgeschnitten, wenn nicht um der Spannung willen, warum ausgerechnet jener Kopf, dem in diesem Film durch Kamera und Beleuchtung penetranter gehuldigt wird als der Diva in seiner Handlung?

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Wollmilchcast #51 – Utøya 22. Juli & Glücklich wie Lazzaro

Glücklich wie Lazzaro

In einer langen Plansequenz wird in Utøya 22. Juli das Massaker eines rechtsradikalen Terroristen an Jugendlichen der norwegischen Arbeiterpartei nacherzählt. Welche Wirkung erzielt der Film dadurch und gelingt es so  tatsächlich, sich auf die Perspektive der Opfer zu fokussieren? Im Wollmilchcast besprechen Matthias von Das Filmfeuilleton und ich den umstrittenen Film, der bei der Berlinale Premiere feierte und seit dieser Woche in den deutschen Kinos läuft. Außerdem macht uns Glücklich wie Lazzaro, ein italienisches Sozialdrama mit Zeitreise-Einschlag, Lust auf das, was auch immer Alice Rohrwacher als nächstes dreht. Garniert wird der Podcast mit einem Plädoyer für Liliom mit Charles Boyer, Fritz Langs nach eigenen Worten liebsten seiner Filme, und Matthias stellt den deutschen Film Wackersdorf vor über eine reale Kontroverse um eine geplante nukleare Wiederaufarbeitungsanlage in den 80er Jahren. Viel Spaß!

Shownotes:

  • 00:01:08 – Utøya 22. Juli von Erik Poppe
  • 00:33:52 – Glücklich wie Lazzaro von Alice Rohrwacher
  • 00:51:49 – Liliom (1934) von Fritz Lang
  • 01:00:27 – Wackersdorf von Oliver Haffner
  • 01:11:58 – Verabschiedung

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Copyright Titelbild: Piffl Medien

Wollmilchcast #50 – Fantasy Filmfest & Venedig 2018

Andrew Garfield in Under the Silver Lake

Die Filmfestspiele von Venedig sind vorbei, Toronto läuft noch und in Deutschland zieht das Fantasy Filmfest durch die Lande. Im 50. Wollmilchcast sprechen Matthias von Das Filmfeuilleton und ich über ausgewählte Filme des FFF und aus dem Programm von Venedig. Zur Sprache kommen Climax von Gaspar Noé, Under the Silver Lake von David Robert Mitchell und die deutsche Entdeckung Luz von Tilmann Singer. Matthias stellt An Evening with Beverly Luff Linn von Greasy Strangler-Regisseur Jim Hosking vor, mit Aubrey Plaza in der Hauptrolle. Aus Venedig berichte ich über Überdosen Weizenmehl, außerdem Dragged Across Concrete von S. Craig Zahler und American Dharma, in dem Errol Morris den selbsternannten rechten Populisten Steve Bannon interviewt. Viel Spaß!(?)

Shownotes:

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Copyright Titelbild: Weltkino

Wollmilchcast #49 – Die Filme von Tony Scott

Tony Scott: Man on Fire

Vor sechs Jahren ist Tony Scott gestorben. Aus diesem Anlass blicken wir im neuen Wollmilchcast zurück auf die Filmografie des Regisseurs. 1983 gab der gelernte Maler sein Langfilmdebüt mit The Hunger und sollte in den kommenden Jahrzehnten einige der prägenden Blockbuster und auch Kultfilme seiner Zeit drehen, von Top Gun bis hin zu True Romance. Im Podcast sprechen Matthias von Das Filmfeuilleton und ich über die vielen, sich überschneidenden Phasen der Karriere des Tony Scott, diskutieren, wann unser „Lieblings-Scott“ zum Vorschein kommt (erst nach True Romance!) und fragen uns, was von dem Filmemacher hinsichtlich seines Einflusses geblieben ist, auch in den Filmen seines Bruders Ridley. Viel Spaß beim Zuhören!

Shownotes:

Hört euch den Wollmilchcast an:

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