Warnung! Cash Cow im Anmarsch!

Drama! Chöre! Zeitlupen! Nicht zu übersehen ist, dass ein „Epos“ mit einem Paukenschlag zum Ende kommt.  Das will uns zumindest die Marketingabteilung von Warner glauben machen. Ebenso wenig zu übersehen bzw. zu überlesen waren die diversen Mängel in J.K. Rowlings siebten und damit letzten Potter-Band „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“, gerade was die Pathos-Ecke betrifft. Ob Regisseur David Yates und Drehbuchalbtraumautor Steve Kloves nun dazu in der Lage sind, Plot und Spannung des Buches sinnvoll auf zwei Spielfilme zu verteilen, wird sich am 17. November 2010 und am 15. Juli 2011 zeigen. Dann laufen Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil I und II in den deutschen Kinos an. Bisher haben die Filme der Reihe allerdings von Kürzungen profitiert. Nach dem enttäuschenden „Halbblutprinz“ bleibt die Vorfreude gedämpft.

Den aktuellen Trailer gibt’s auch bei MovieMaze.

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Der unvermeidliche Harry Potter Post

Nun ist es offiziell: Harry Potter and the Deathly Hallows alias Harry Potter und die Heiligtümer des Todes wird in Form von zwei Filmen in die Kinos kommen. Warner nimmt sich hier Tarantinos „Kill Bill“ zum Vorbild und wird die extrem verworrene Story als Part I im November 2010 und Part II im Mai 2011 auf die Fans weltweit loslassen.

Regie wird David Yates führen, dessen Arbeit an Teil Fünf zumindest mich überzeugt hat. Später hab ich dann seine Serie „Mord auf Seite Eins“ (State of Play) gesehen und kann nun der Welt kundtun: Dieser Mann hat es drauf!

Weniger viel drauf hat meiner Meinung nach Drehbuchautor Steve Kloves, der auch für die letzten beiden Filme angeheuert wurde. Kloves klebt zu sehr an den Büchern, was meist zu Lasten der Spannung und Kreativität geht. Bestes Beispiel ist die rasante Erzählweise über eingestreute Zeitungsartikel aus „HP und der Orden des Phönix“. So etwas würde doch nie in einem vom Kloves geschriebenen Film auftauchen. (Zur Erinnerung: Kloves hat bisher alle Drehbücher, außer das von Teil Fünf, geschrieben)

Die beiden Teile der „Heiligtümer des Todes“ sollen gleichzeitig gedreht werden. Diese Methode hat in den letzten Jahren meist einen qualitativen Abwärtstrend für die betroffenen Filme mit sich gebracht. Ein paar Beispiele: „Matrix“ II und III, „Pirates of the Caribbean“ II und III. Selbst der dritte „Infernal Affairs“ Teil ist schlechter als sein Vorgänger. Das „Phänomen“ ist also nicht nur auf den Westen beschränkt. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt…

Jetzt fängt das große Raten an: Mit welchem Cliffhanger hört Teil I von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ auf? Vielleicht nachdem Harry das Schwert im See gefunden hat? Bestimmt irgendwo im Wald in einem Zelt, schließlich könnte man gefühlte 70% des Buches mit Harry Potter and His Awfully Long Camping Holiday betiteln.

Die komplette Story gibt’s (wie immer) beim Leaky Cauldron oder direkt bei der L.A. Times.


Zum Weiterlesen:
Eine kritische Auseinandersetzung mit allen bisherigen Harry Potter Filmen.