Wollmilchcast #6 – Man of Steel von Zack Snyder

Man of Steel
(c) Warner

Den beiden glorreichen Halunken Zack Snyder und Christopher Nolan ist es zu verdanken, dass Superman wieder durchs Kino fliegt. Im neuen Wollmilchcast von Das Filmfeuilleton und the-gaffer.de dreht sich alles, oder fast alles oder zumindest zwei knappe Drittel um Man of Steel. Außerdem sprechen wir über Die Trailer für Der Hobbit – Smaugs Einöde (Trailer), The Wolf of Wall Street (Trailer) von Martin Scorsese und Lego Movie (Trailer) sowie das Actiongewitter Olympus Has Fallen, das Radieschengewitter Berberian Sound Studio und das Gewittergewitter Romanze in Moll von Helmut Käutner.

Shownotes:
00:00:00 – The Hobbit 2, The Wolf of Wall Street, Lego Movie
00:08:35 – Man of Steel – Der erste Eindruck
00:12:30 – Man of Steel – Schauspieler & Humor
00:33:10 – Man of Steel – Flashbacks & Struktur
00:41:15 – Man of Steel – Das Finale
01:00:50 – Olympus Has Fallen
01:14:00 – Berberian Sound Studio
01:20:30 – Romanze in Moll
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Diary of the Dave #10 – Musikdokus

Als Jeffrey Hyman eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich auf einer Bühne zu einem riesigen Rockstar verwandelt wieder…

Als ich gestern früh aus unruhigen Träumen erwachte, wusste ich noch nicht, dass ich am Nachmittag in den Müller gehen würde, um das Angebot von 5 Filmen zum Preis von 4 zu nutzen. Oder vielleicht doch? Auf jeden Fall wusste ich nicht, dass ich am gleichen Abend „Dark Star“, das Erstlingswerk von John Carpenter sehen würde. Ich wusste auch noch nicht, dass mich ein herrlicher, wirklich wunderbarer Science-Fiction-Trash mit philosophischem Tiefgang erwarten würde… und später ein furchtbarer Wutanfall wegen des temporären Durchdrehens meines Computers…

Als ich heute morgen aus unruhigen Träumen erwachte, wusste ich auch noch nicht, dass ich heute Abend „End of the Century: The Story of the Ramones“ gucken würde. Tatsächlich… denn außer „Dark Star“ habe ich gestern ja noch vier andere Filme gekauft, die nicht „End of the Century“ sind! Beim Frühstück habe ich jedoch wehmütig, wie auch zornig und ungehalten über Musik-Dokus und Konzert-Filme nachgedacht. Dabei bin ich zum Schluss gekommen, dass auch Dokus durchaus einiges an kinematografischer Handwerkskunst brauchen, um ansehnlich zu sein… dass Martin Scorsese ein ganz großartiger Dokumentar-Regisseur ist, was er nicht nur mit „Il mio viaggio in Italia“, sondern auch mit „No Direction Home“ bewiesen hat; wenngleich Shine a Light micht ehrlich gesagt nicht so vom Hocker gehauen hat! Und dass „Ostpunk. Too much future“ ein absolut grauenhaft schlechter, beschissener Film war, der einfach nur zum Kotzen war!!! Ein Film, der bewies, dass Dokumentationen wirklich eine gute Regie verdient haben bzw. in diesem Falle verdienen würden… Aber welche Musikdoku war wirklich gut? Wie gesagt: No Direction Home hat mich auch als jemand überzeugt, der Bob Dylan allgemein für überschätzt hält. Lou Reed‘s Berlin von Julian Schnabel war prätentiös: eine schlechte Aufführung des berühmt-berüchtigten Meisterwerks mit einem Lou Reed, der sich überhaupt keine Mühe gemacht hat, zu singen, begleitet von einem etwas dürftigen Ensemble und untermalt mit pseudo-intellektuellen Re-Enactment-Pseudo-Flashbacks. „Woodstock“ war im großen und ganzen vielleicht etwas zu lang, die Splitscreens waren völlig unnötig. Bleiben also zwei Filme, die wirklich super waren: „Message to Love: The Isle of Wight Festival“ (man beachte den Typen mit der Irokesen-Frisur, 1970!!!) und „Gimme Shelter“.

Also dachte ich, sollte ich heute Abend mal die aktuelle Ramones-Doku End of the Century: The Story of the Ramones gucken… gesagt getan… Und was ist passiert? Ich wurde mit schönen Bildern und Video-Ausschnitten, einigen interessanten Informationen, einigen verrückten „Doku-Flashback-Experimenten“ belohnt, aber zugleich auch mit einer ziemlichen Mittelmäßigkeit bestraft! Im Kino hätte ich sicherlich nicht mit faulen Tomaten nach der Leinwand geworfen, aber ich hätte mich sicher gefragt, ob es die fünf Euro wirklich wert war. Ein bisschen wie Nico-Icon, die Doku über Nico, die ich im Ami im Frühling 2008 sah, oder die Doku über Joy Division im Jahre 2009: beide enthielten interessante Informationen, einige schöne Bilder, aber auch viel zu lange Interview-Sequenzen… und irgendwelche sinnlosen Stadtlandschafts-Sequenzen, die verrieten, dass die Filmemacher nicht wussten, was sie eigentlich wollten. Das gleiche mit dem Ramones-Film.

Interessante Fakten: der eigentliche Grund der Annäherung der Herren Jeffrey, Johnny, Douglas und Thomas war ihre gemeinsame Begeisterung für die Stooges. In Forest Hills, Queens, war man wohl Ende der 60er Jahre als Stooges-Fan ein Außenseiter und musste deshalb mit anderen Außenseitern zusammenhalten. Von da an wurden sie Fans der New York Dolls, und begannen als eine Art Dolls-Nachahmung in Form einer Glam-Rock-Band. Dass Alan Vega von Suicide die Ramones als erster Musiker-Kollege lobte, wusste ich ebenfalls nicht. Dass die Ramones wie eine gestörte Familie funktionierten, weiss jeder… die Anekdoten über Johnny, der Dee Dee schlug wenn dieser schlecht Bass gespielt hatte und über Dee Dee, der Johnny wegen irgendeiner Kleinigkeit mit dem Messer bedrohte, illustrieren dies eindrücklich.

Durchaus gelungen vermittelte die Doku auch den Fakt, dass die Ramones immer kommerzielle Außenseiter blieben und permanent gezwungen waren, zu touren, um zu überleben. Und anscheinend auch zum Teil vom „T-Shirt-Geld“ abhängig waren, wovon der dritte Schlagzeuger Richie aber nichts sah. Der kommerzielle Misserfolg der Ramones führte dazu, dass sie sogar auf die Sex Pistols neidisch waren, die mit mehr Erfolg durch die Staaten tourten. Interessant zu bemerken war für mich, dass Dee Dee Ramone in seinen etwas Drogen- und/oder Alkohol-benebelten Interviews ein bisschen einem meiner früheren Nachbarn.

Anders gesagt: End of Century: The Story of the Ramones rangiert im glanzlosen Mittelfeld mittelmäßiger Musik-Dokus. Haut einem nicht vom Hocker, ist aber auch nicht wirklich grottenschlecht. Klassisches Problem wie bei sehr vielen solchen Dokus: die interessanten Anfänge werden überbetont, dann verliert sich das ganze Narrativ immer mehr. Das bedeutet, dass der Film nach zwei Dritteln die Puste verliert.

Ich bin kein Filmemacher. Ich bin kein Filmexperte. Aber irgendwie könnte man die filmischen Annäherungen an Musik doch ein bisschen besser veranstalten. Die paar positiven Beispiele gelungener Musik-Dokus bzw. Konzertfilme haben vielleicht eines gemeinsam: ihr Thema ist sehr begrenzt. No Direction Home hat trotz seiner 200 Minuten nicht den Anspruch, den ganzen, kompletten Bob Dylan darzustellen, sondern bricht mit dem kontroversen Übergang zur „elektrischen Phase“ und dem mehrmonatigen Rückzug Dylans 1966 ab. Bei Message to Love: The Isle of Wight Festival geht es um gerade mal drei Tage, die aber sehr kompakt und spannend zusammengehalten werden durch Konzert-Ausschnitte und manchmal sehr lustigen Interviews beim Festival selbst. Gimme Shelter dokumentiert schlicht und einfach nur die erste USA-Tour der Rolling Stones, die in einer absoluten Katastrophe endete. Durch seine Zeitnähe besteht der Film nur aus „zeitgenössischem“ Material, wodurch die Dynamik des Films eben nicht ständig unterbrochen wird durch irgendwelche nichtssagenden Interviews mit irgendwelchen Leuten die fälschlicherweise denken, sie hätten was interessantes zu sagen. Eine thematische Eingrenzung scheint also durchaus sinnvoll zu sein bei solchen Musik-Dokus.

Als Historiker würde ich wahrscheinlich irgendetwas von Fragestellung brabbeln. Keine Ahnung… 2Die Anfänge der Ramones im CBGB‘s“ oder so was in der Art… oder vielleicht nur die Entstehungsgeschichte des Debütalbums beleuchten! Oder vielleicht eine Einbettung der Ramones in eine jüdisch-amerikanische Kulturgeschichte der Nachkriegszeit (ich habe da natürlich das zentrale Kapitel über die Ramones in Steven Lee Beebers wunderbarem Buch über die jüdisch-amerikanischen Wurzeln des Punkrock im Hinterkopf). Womit ich zu meinem Anfangsgedanken zurückkomme: Ich werde wahrscheinlich heute Nacht wieder unruhige Träume haben und zwar über schlechte und mittelmäßige Musik-Dokus. Letztendlich tun die mittelmäßigen, wie eben „End of Century“, mehr weh: sie machen keinen wirklich großen Spaß, aber man kann sie eben auch nicht genüsslich herunterputzen.

Shutter Island (USA 2010)

Schon der Trailer von Martin Scorseses Shutter Island hat ein kleines Raunen in der vielsprachigen Filmcommunity verursacht.  Der würde nämlich den Twist verraten, hat man hie und da verkündet. Kenner der Buchvorlage von Dennis Lehane  klinkten sich ein in den Chor und schon wurde gespannt darauf gewartet, wie der Film diesen Fauxpas im Marketing ausbügelt. Liest man nun die Kritiken zum neuen Scorsese, scheint „Shutter Island“ in der Bewertung irgendwo zwischen zwei Polen zu schwanken: Der Film droht zum einen, auf den erwähnten Twist reduziert, zum anderen als Genre-Übung eines Altmeisters abgetan zu werden. Die einen bemängeln die Vorhersehbarkeit (dazu später mehr), die anderen die oberflächlichen Freuden, welche er bietet. In jedem Fall aber ist „Shutter Island“ ein absolut typischer Scorsese und dieses Urteil bezieht nicht nur seine Markenzeichen, sondern auch seine wiederkehrenden Problemzonen mit ein.

Über die weite See fährt zu Beginn das Schiff, welches den Marshal Teddy (Leonardo DiCaprio) und seinen Partner Chuck (Mark Ruffalo) zum düsteren Ashecliff Hospital auf Shutter Island bringen soll. Es ist eine Fahrt aus dem Nichts zur von Wellen umwogten Insel. Das Schiff schält sich dabei  in einer Einstellung gar aus dem Nebel heraus, als hätte „Fluch der Karibik“ Pate gestanden. Es ist die Ankündigung des Genres mit Hilfe eines visuellen Klischees, aber genauso eine Warnung; eine Warnung an den Zuschauer, dass das Shutter Island, welches wir zu sehen bekommen werden, kein gewöhnlicher Ort ist, kein normaler Tatort. Inszeniert wie ein Geisterschloss wird es von einem dazu passenden Geisterschiff besucht, dem der Held entsteigt. Eine Patientin (Emily Mortimer) ist verschwunden (die Genre-Klischees häufen sich), ihr behandelnder Arzt zufällig verreist (die Alarmglocken des Rezeptions-erprobten Zuschauers beginnen im Hinterkopf zu läuten), die Verantwortlichen der Anstalt scheinen an einer Aufklärung nicht sonderlich interessiert zu sein (hier wird etwas vertuscht!). Ungereimtheiten in den Patientenakten und verschreckte Insassen führen Teddy zum Schluss, das etwas faul ist in der Anstalt Ashecliffe und er ist der Mann, der dem auf den Grund gehen muss.

„Shutter Island“ wäre jedoch kein Scorsese, wenn der Protagonist sich nicht selbst durch seinen Wahn in Gefahr bringen würde. Hinzu kommt noch das Problem der Sympathie, denn Scorsese-Helden wollen wir nicht unbedingt kennenlernen. Lieber betrachten wir ihren Verfall (Jake La Motta), ihre Selbstzerstörung (Howard Hughes), die Sogwirkung, von der sie sich in eine Spirale der Gewalt ziehen lassen (Travis Bickle). Diese Scorsese-Helden tragen meist selbst Schuld an ihrem Untergang, weshalb die distanzierte Beobachtung ihrer implodierenden Energie eher der Arbeit an einem Seziertisch gleichkommt als der eines meisterhaften Erzählers, der uns in die Aufs und Abs ihrer Lebensbahnen förmlich einnäht. Das hat Scorsese schon in „Mean Streets“ durchexerziert und „Shutter Island“ ist keine Ausnahmeerscheinung. Mit seiner zu jeder Zeit angespannten (lies: angep***ten) Mimik wandert Teddy über die Insel und markiert den abgehärteten Cop, dessen Umgangston in wenigen Sekunden in Handgreiflichkeiten umschlagen kann. Dass DiCaprio für die Rolle des Teddy, wie in den meisten anderen Filmen der letzten Jahre auch, fehlbesetzt ist, kann kaum mehr als Überraschung bezeichnet werden. Der Scorsese-Held steht dem Mann mit den weichen Gesichtszügen nicht, er wird ihm nie entgegenkommen. Das sind freilich Rollen für Robert DeNiro, Daniel Day Lewis, den Nic Cage der neunziger Jahre.

Diese Erkenntnis ändert jedoch nichts daran, dass wir nun vor diesem Film mit Namen „Shutter Island“ stehen und DiCaprio als Teddy einen erneuten Versuch unternimmt, die männliche Härte mit verbissener Überspanntheit zu simulieren. So angestrengt sein Spiel gerade im Angesicht solcher Veteranen wie Ben Kingsley, Max von Sydow, aber auch seiner Film-Ehefrau Michelle Williams wirkt, so sinnig ist eigentlich ihre entfremdende Wirkung. Teddy ist unser roter Faden im Irrenhaus, doch ohne Umschweife zieht der Film die Vernunft desselben in Zweifel. Seine Frau ist gestorben, ermordet von einem Feuerteufel und der qualvolle Verlust verfolgt den Witwer in seinen (Tag-)Träumen. Die von Scorsese farbenprächtig inszenierten Albträume strotzen vor großzügig eingesetzten C.G.I.-Bildern. Demgleich ist jedoch auch die unruhige See, über welche die Cops zu Beginn tuckern, eine vom Computer generierte Rückprojektion; ist Shutter Island selbst von Anfang an in seiner Anhäufung der visuellen Topoi eine offensichtlich digitale Vision.

Scorseses Irrenhaus-Film ist also wie schon sein Remake von J. Lee Thompsons „Kap der Angst“ ein überaus selbstreflexiver Genrefilm, sozusagen der Tarantino in seiner sowieso schon an Genres orientierten Filmografie. Ebenso wie jener erste Blockbuster seines Oeuvres ist „Shutter Island“ mit psychologischen Nuancen versetzt, die dem Thriller nicht unbedingt zufliegen. War es im Remake noch die Psychoanalyse und die Gefahr der sexuellen Befreiung und damit der Zersetzung der Familie, die der Ex-Häftling Max Cady (DeNiro) verkörperte, ist „Shutter Island“ durchzogen von Formen der Traumabewältigung im Kleinen (die schreckliche Tat) und im Großen (der Holocaust). Deswegen sind die überzeugenden Argumente für den neuen Scorsese kaum an seiner Genre-Oberfläche (Suspense! Horror! Thriller! und natürlich Twist!) zu finden. Der Scorsese-Held wird in „Shutter Island“ vom Kind der Einwanderer in den amerikanischen Helden verwandelt, einen früheren Soldaten, der an der Befreiung Dachaus Teil hatte. Doch der Held ist gebrochen. Er wurde von seinen Traumata verzehrt, weshalb der Film als verschachtelter Kommentar jüngerer zeitgeschichtlicher Ereignisse weitaus befriedigender ist als irgendeine überraschende Wendung.

Up in the Shutter Island

Wie dem höchst einfallsreichen Titel dieses Posts zu entnehmen ist, geht es an dieser Stelle um zwei Filme, namentlich Up in the Air von Jason Reitman (That Juno Guy) und Shutter Island, neuester B-Movie-Ausflug von Martin Scorsese (so’n Kumpel von Leo).

Reitmans Up in the Air hat nach dem ernsthaften, vom Regisseur selbst geschnittenen, ersten Teaser einen „Mainstream“-Trailer bekommen, der die Kassen klingeln lassen möchte. Nach den Festivals in Telluride und Toronto vom Oscar-Hype erfasst, wird der Film über einen Vielflieger, der durchs Land reist, um Leute zu feuern, allerorten hoch gelobt. Mit der Mischung aus Tragik, Komödie, Wirtschaftskrise und George Clooney hat der Film sicher gute Chancen, auch wenn die Oscar-Saison noch lang ist. Besonders interessant ist allerdings die Frage, ob Clooney, der demnächst auch noch in „The Man Who Stare At Goats“ und „Fantastic Mr. Fox“ zu sehen bzw. zu hören sein wird, mal wieder einen Hit zu Stande bringt und das ohne Beteiligung von Brad Pitt und zahlreichen Casinos.  „Up in the Air“ startet am 4. Februar 2010 in Deutschland.

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Martin Scorseses Adaption eines Romans von Dennis Lehane („Gone Baby Gone“) wurde zunächst auch als Oscar-Fodder gehandelt, dann aber vom Studio in den Februar verschoben und somit aus dem Rennen genommen. Der zweite Trailer sieht auch eher nach „Kap der Angst“ als „Die Letzte Versuchung Christi“ aus, was nicht als Kompliment gemeint ist. Andererseits hat Marty schon lange keinen in Gänze überzeugenden Film mehr gedreht („Bringing out the Dead“?) und seine Filme mit Leonardo DiCaprio sind nicht gerade die Krone der kinematographischen Schöpfung. Ab dem 25. Februar werden wir sehen können, ob Scorsese wieder einen ordentlichen Thriller gedreht hat. Mehr sollte man nach Ansicht des neuen Trailers von Shutter Island erstmal nicht erwarten.

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(via)

It's a Mad Mad Mad Scorsese

Es ist ja immer zu begrüßen, wenn Hollywood und erst recht Martin Scorsese zur Abwechslung mal keine Remakes von besseren asiatischen Filmen in die Kinos bringt, doch ganz besonders wird das Fan-Herz von frohen Erwartungen erfüllt, wenn ein Meisterregisseur mal etwas neues ausprobiert. Basierend auf dem Roman von Dennis Lehane („Mystic River“, „Gone Baby Gone“) erzählt sein neuer Film Shutter Island von zwei U.S. Marshalls (Leonardo DiCaprio und Mark Ruffalo), die in den 50er Jahren seltsame Geschehnisse in einer Psychiatrie auf einer abgelegenen Insel untersuchen müssen.

Deswegen wirkt der Anfang des nun veröffentlichten Trailers auch wie „Fluch der Karibik 4“, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. „Shutter Island“ scheint handfeste Psycho-Thriller-mit-B-Picture-Anleihen-Kost zu sein, und kommt ganz ohne Mafiosi und Jack Nicholson aus. Neben Ruffalo und DiCaprio werden sich u.a. – und das macht den Film umso vielversprechender – Emily Mortimer, Ben Kingsley, Jackie Earle Haley, Michelle Williams und Patricia Clarkson die Ehre geben. An dieser Stelle verzichte ich sogar auf das übliche Leo-Dissing, weil er zumindest im Trailer ausnahmsweise mal nicht deplatziert oder nervig wirkt.

„Shutter Island“ startet am 8. Oktober in den deutschen Kinos. Den Trailer gibt es auch hier als YouTube-Version.

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