Wollmilchcast #117 – Southland Tales von Richard Kelly

Unser filmischer Weltuntergang will einfach nicht enden. Nach Strange Days bleiben wir in der Stadt der Engel und reisen in die Zukunft des Jahres 2008. Die USA stehen vor einer Wahl und im Southland von Los Angeles ringt man um den Sieger. Es geht natürlich um Richard Kellys Southland Tales, eine alternative Geschichte der USA, in der die Bush-Jahre geradewegs in Richtung Weltuntergang führen. Im Podcast entstauben wir den dystopischen Popkulturflickenteppich. Viel Spaß!

Shownotes:

  • Southland Tales (2006) von Richard Kelly (Spoiler!)
    • Der Nachfolger von Donnie Darko; worum geht’s überhaupt?; Politik, Film Noir, Sci-Fi; das Casting; zählt die Summe der Teile mehr als die Teile?


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Dem Kelly sein neuer

Richard Kellys Filme sind wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was noch kommt. Der Amerikaner hat zwar erst drei Spielfilme gedreht, aber nach „Donnie Darko“ und „Southland Tales“ kann man schon mal eine Konstante feststellen: Er neigt zu ungewöhnlichen Erzählstrukturen, die zu entziffern man am Ende oft genug mit Hilfe von Onlineforen gezwungen ist. Anders als seine beiden Vorgänger erscheint The Box nun wie der Versuch, in den Mainstream vorzustoßen.

Als gewöhnlicher Thriller fängt’s an mit einer geheimnisvollen Box, die Cameron Diaz und James Marsden auf ihrer Türschwelle finden und der gruslig vernarbte Frank Langella, der ihnen das Ding erklärt, wirkt auch nicht sonderlich vertrauenswürdig. Doch je weiter der Trailer voranstrebt, desto stärker erinnern die Einstellungen an Kubrick, desto seltsamer  – eben wie Kelly – wirkt die Handlung und trotzdem ist alles ein bisschen… konventionell.

The Box startet im Oktober in den USA und in Deutschland „voraussichtlich 2009“. Zur YouTube-Version geht’s hier lang.

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