Regenzeit

Kann ein Film mit dem Titel Ninja Assassin schlecht sein? Kann ein Streifen von James McTeigue enttäuschen? Können die Wachowski-Brüder irren? All diese Fragen sind natürlich zu bejahen. Ein B-Movie dem Namen nach, inszeniert vom not in the least visionary director of „V for Vendetta“ und produziert von den Typen, die „Matrix“ ersonnen und in den Sand gesetzt haben.

Keine Ahnung, was oder wie „Ninja Assassin“ werden soll, aber eines steht schon mal fest: es ist ein Wagnis, die koreanische Popsensation Rain in der Hauptrolle zu besetzen, auch wenn der bereits in „Speed Racer“ Erfahrung auf amerikanischem Boden und in „I’m a Cyborg, But That’s OK“ ebensolche als Leading Man gesammelt hat. Asiaten oder Asian-Americans als Hauptdarsteller in US-Blockbustern – das ist leider immer noch ein trauriges Thema, wovon nicht zuletzt die zahlreichen Diskussion im Web zeugen. Vielfach wird – und das zurecht – darüber geklagt, dass z.B. asiatische Männer meist auf Rollen als a) nerdiger Freund des Hauptdarstellers oder b) Kung Fu-kämpfender Feind des Hauptdarstellers reduziert werden. Selten werden sie als begehrenswert dargestellt, während ihre weiblichen Gegenparts hauptsächlich dazu dienen, vom weißen Mann (schnell) erobert zu werden.

Es lässt sich darüber streiten, inwiefern solche Klischees heute noch vorhanden sind, aber diese und andere Stereotype durchziehen eben die Geschichte des amerikanischen Films. „Ninja Assassin“ ist nun keine Revolution, schließlich ist der Koreaner hier auch die Kampfmaschine vom Dienst. Bedeutender in dieser Hinsicht ist vielleicht Pixars „Oben“, dessen Hauptfigur Russel ganz selbstverständlich ein Japano-Amerikaner ist und darum geht es schließlich. Trotzdem ist die Wahl der Produzenten zu begrüßen, schließlich hätten sie auch den Weg von „Dragon Ball: Evolution“ oder „The Last Airbender“ wählen können.

Ninja Assassin startet am 3. Dezember in Deutschland.

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Die Wachowskis sind zurück

Ihren Faible für alles Asiatische haben die Gebrüder Wachowski ja schon in der Matrix-Trilogie bewiesen, nun kehren sie mit der Adaption einer japanischen Trickfilmserie aus den 60ern auf die Regiestühle zurück. Den Trailer für Speed Racer habe ich das erste mal im Kino vor Sweeney Todd gesehen und war infolgedessen irgendwie paralysiert von all den bunten Farben, die diese Special Effects-Orgie zu bieten scheint. Da war der fast schwarz-weiße Sweeney Todd ein willkommenes Kontrastprogramm.

Den ersten internationalen Trailer für Speed Racer – einem Film, dessen Inhalt man nicht beschreiben muss, wenn man den Titel kennt – gibt’s in guter Qualität hier oder in der YouTube-Version unten.

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Speed Racer startet bei uns am 8. Mai, mit von der Partie sind u.a. Emile Hirsch (als Speed Racer), Christina Ricci, der koreanische Popstar Rain und John Goodman.