Schreiberlinge

Diary of the Dave #1

Die Möchtegern-filmwissenschaftliche Bastion bei the-gaffer.de wird aufgebrochen, herein kommt mit David ein Experte für osteuropäische Geschichte und – natürlich – ein Cinephile. Diary of the Dave ist, wie der Name schon sagt, ein Filmtagebuch, aber eines der etwas anderen Art. Keine Kritiken im herkömmlichen Sinne werden den Leser hier erwarten, vielmehr höchst subjektive Eindrücke, keine Inhaltsangaben, sondern Erlebnisse, kleine Spoiler inklusive. Los geht’s mit David Lynchs “Eraserhead”.

Also bin ich alleine zum Wagner gegangen. Als manischer Pünktlichkeitsfanatiker war ich etwa 19.55 da. Der Vorteil: keine Schlange an der Bar und die Möglichkeit, small-talk mit den Eintrittsleuten zu führen. Zudem auch noch relativ freie Platzwahl (bei trotzdem unbequemen Stühlen). Großer Nachteil: der Film fing erst “c.t. + 10″ an. Das hieß also, lange Warten, sitzen, Bier trinken, Leute anschauen und sich nicht “dazugehörig” fühlen. Der eine wollte noch ein Glenfiddich, gab’s aber nicht. Andere bestellten noch Nudeln. Dann fing Eraserhead endlich an.

Die ersten 10 Minuten sind pure Avantgarde oder präziser gesagt: Industrial-Avantgarde. Unerwarteterweise war der Film durchaus nicht humorlos. Nein, er hatte sogar einen sehr herzhaften, schwarzen und grotesken Humor. Die Dinner-Szene ist der vorbildlichste Alptraum eines Schwiegerelternessens. Gefragt wird nach dem Namen, nach der Beschäftigung, ob man Geschlechtsverkehr mit der Tochter hatte… und zu guter Letzt, ob man nicht das Hühnchen (Betonung auf ,,chen”) tranchieren möge (mit blutig-schleimigen Folgen). Einer meiner Filmführer, der “Eraserhead” nur 3,0 von 5 Sternen gibt, meint, dass wohl alle Figuren im Film eine Gratis-Lobotomie zur Geburt erhalten haben müssen. Daran musste ich vor allem bei der Dinner-Szene denken. Welchen Effekt eine halbtote, halbmumifizierte Oma und eine überdimensionierte Salatschüssel voller Müll (so sah es zumindest aus) haben können… man musste nur das Lachen im Publikum mithören. Der Rest des Films spielt dann ausschließlich in Henrys Wohnung… und in seiner Phantasie… eigentlich sind beide ja austauschbar. Auch hier zeigte sich der Vorteil des “public viewing”, wenn man bei blutig-schleimig-rotzig-eitrig-ekligen Szenen die “Oh Nein” und “Ihhh” hört.

Der Film wird ab einen Zeitpunkt schon fast wieder konventionell, wenn man zumindest Monster-Babys (schleimig), zu Leben erweckte vertrocknete Schrimps, ein dampfendes Bad mitten in einem Bett und eine Frau mit auswucherndem Wangengewebe, die überdimensionierte Spermien zertritt (schleimig) überhaupt als konventionell bezeichnen mag. Anders gesagt: der Film zieht einen in den Sog, so dass man seine eigene Logik (oder Illogik) wenn nicht nachvollziehen, so doch mitfühlen kann. Der eigentliche Schock (weg vom Reinkuscheln in den Irrsinn des Films) ist das Herausdrücken des Kopfes von Henry, und das, was folgt (entsprechende Reaktion im Publikum, trotz des Humors und des offensichtlich Grotesken). Der Schluss ist weiß, und hört sehr überraschend, nun ja, eigentlich eher abrupt, auf.

Etwas unkultiviert von den Wagnerianern war, dass sie dann gleich das Making-of gezeigt haben. Im Kino läuft eigentlich normalerweise nur der Film, eventuell mit Vor-Film oder Vor-Trailern, aber auf keinen Fall mit “Nach-Film”. Ich bin dann sofort gegangen, die Klänge von Fats Wallers Orgel im Kopf…

Kontrapunkt: Der frühe Tom Tykwer

Er ist einer der innovativsten deutschen Regisseure der Gegenwart. Er konnte es sich nach dem Erfolg von „Lola rennt“ leisten, Angebote aus den USA auszuschlagen und später dort trotzdem Fuß zu fassen. Dennoch hat es ihn zurück nach Deutschland gezogen. Die Rede ist von Tom Tykwer, der – mit Ausnahme von „The International“ – stets auch seine Drehbücher verfasste, gar für die Musik seiner Filme verantwortlich war. Tykwer kann man dabei unterstellen, dass er ein Auteur ist, zumindest, wenn man sein Oeuvre bis zum Kurzfilm „True“, der eine Hinwendung zur internationalen Filmproduktion bedeutete, betrachtet. Hier soll es jedoch um Tykwers Anfänge gehen. Seine ersten beiden Kurzfilme Because und Epilog, sowie seinen ersten abendfüllenden Spielfilm Die tödliche Maria.

Diese drei Filme handeln von menschlichen Paarbeziehungen, die gestört sind. Während in „Because“ das späte Heimkommen von Tanja (Isis Krüger) einen Streit mit ihren Freund Martin (Thomas Stiller) heraufbeschwört, der in 3 verschiedenen Versionen stets einen anderen Ausgang nimmt, wird diese Struktur in „Epilog“ anders aufgegriffen. Ein Streit zwischen Mann und Frau, in welchem die beiden Versionen durch zwei verschiedene Erzähl-perspektiven legitimiert werden. „Die tödliche Maria“ handelt wiederum von einer Frau, die sich eingesperrt in einem Käfig von Schuldgefühlen, einer aufgezwungenen Ehe und etlichen Pflichten nach Befreiung sehnt. Tykwer erzählt letzteren Film jedoch nicht in der Manier eines Computerspiels, in welchem vom selben Ausgangspunkt durch bestimmte Kausalketten unterschiedliche Wege bis zum angestrebten Ziel (in „Because“: schlechtes Gewissen machen; in „Epilog“: Trennung durch Mord) führen  – perfektioniert in „Lola rennt“ – sondern in Episoden. In die – zumindest durch die summende Musikuntermalung kolportiert – bedrohliche Geschehnisse von „Die tödliche Maria“ sind insgesamt gut 30 Minuten ausmachende episodenhafte Rückblenden neben surrealen Traumsequenzen eingefügt. Verallgemeinernd lässt sich festhalten, dass Tykwer dabei mit „Zeit“ bzw. Zeitebenen spielt, in der sich verschiedene Realitäten miteinander vermischen. In „Because“ fällt zwischengeschnitten ein Glas in Extremzeitlupe von einem Tisch, während der zeitgleich stattfindende Streit in normaler Geschwindigkeit abläuft; in „Epilog“ ist das Raumzeitgefüge auf den Kopf gestellt, da Version Nr. 2 trotz anderem Verlaufs laut männlichem Protagonisten die Vorgeschichte zu Version Nr. 1 darstellen soll – obwohl sie sich gegenseitig logisch ausschließen.

Einen entscheidenden Anteil daran, dass die Filme auch optisch einen innovativen Eindruck hinterlassen, hat dabei Frank Griebe. Der langjährige Wegbegleiter Tykwers weiß insbesondere diese drei Filme visuell sehr eindrucksvoll zu gestalten. Kreisfahrten um 2 Menschen herum, extreme Aufsichten, extreme Zeitlupen, Tiefenschärfe – eine vitale Kamera, die stets in Bewegung ist, stets Tykwers Kino der Bewegung kongenial mit Bildern zu fassen weiß. Insbesondere „Die tödliche Maria“, dieser seltsame und inhaltlich abstruse Mix aus Ehedrama und Thriller mit fantastischen Elementen funktioniert über die Bilder. Bei dem Vollzug des Frühstückzubereitens fährt die Kamera von links nach rechts, von oben nach unten, wechselt zur extremen Aufsicht auf den Kaffeefilter. Abgesehen davon eine auffällige Farbsymbolik. Während Rot die Gefahr, die innerliche Aufgewühltheit im Positiven (Liebe) wie Negativen (Gefahr, Blut) symbolisiert, steht Grün für die Befreiung; eine Assoziation, die sich bei Marias Entscheidung, sich aus dem Fenster zu stürzen (eingehüllt in eine grüne Strickjacke) und somit ihren Schuldgefühlen durch ihren Tod zu entfliehen, durchaus als plausibel erweist.

Doch trotz aller Ansätze, die eine innovative Handschrift und Filmsprache erahnen lassen, handelt es sich bei diesen drei Filmen um inhaltlich wenig ausgereifte Vertreter im Schaffen Tom Tykers. Eher um gute Ideen, die noch einer präziseren Ausformulierung bedurft hätten. Insbesondere „Die tödliche Maria“ wirkt mit ihren Horror- und Fantasyelementen nebst einem Drama um Schuld, Emanzipation und Sühne krude. Doch erwuchs immerhin aus dem Ideenfundus dieser drei Filme Tom Tykwers erstes Meisterstück „Lola rennt“, von dessen Ingredienzien sich ein Teil verteilt auf diese drei Frühwerke wiederfinden lässt.

Der Letzte Exorzismus (USA 2010)

Die Bilderrahmen wackeln an der Wand, quälende Laute durchziehen das Zimmer und das Bett entwickelt in diesem einst beschaulichem Heim ein Eigenleben. Cotton Marcus (Patrick Fabian) will ein letztes Mal seine Nummer abziehen. Der Exorzist, schon als Kind von seinem Vater in die Rolle des Wunderpredigers gedrängt, hat den Glaube an Gott in Zweifel gezogen. Sein Geschäft: eine einzige Farce, ein billiger Zaubertrick. Im tiefen Süden der USA verdient er mit dem Aberglauben der kleinen Leute sein Geld, doch Cotton hat längst genug. Auffliegen soll das Geschäft in einer Doku, die ihn bei seinem letzten Exorzismus begleitet. Konventionell und ARD-tauglich beginnt diese mit einem Einblick in seine Arbeit, sein Familienleben. Die üblichen Interviewschnipsel verpacken Cottons Leben in eine Narration des Missbrauchs, in welcher er Täter und Opfer zugleich ist. Als er Nell (Ashley Bell) begegnet, die auf eben jenem Bett zuckend liegen wird, merkt der Prediger nur an, wie ungern er  mit Kindern “arbeitet”. Dass Cotton die Situation völlig falsch einschätzt und aus der Show sehr bald Ernst wird, ist offensichtlich, bedenkt man das befremdliche Marketing für Der letzte Exorzismus. Als Durchschnittsschocker wird Daniel Stamms Zweitling jedenfalls deutlich unter Wert verkauft. Das Konzept – irgendwo zwischen found footage und scripted reality – ist  nicht neu. Doch Stamms Pseudo-Doku (“District 9″ im Horrorbereich) überzeugt im Vergleich zu seinen Genrekonkurrenten in erster Linie durch die volle Ausnutzung des Formates.

Der Moment der Immersion ist in “Der letzte Exorzismus” ebenso gegeben wie in “REC” und “Blair Witch Project”, schließlich führt auch hier eine Figur die Kamera. Die Trias Produktion – Film – Zuschauer wird scheinbar geköpft, die Intimität im Kinosaal wiederhergestellt. Man ist allein mit den Helden und v.a. mit ihrem Blickwinkel. Aus dem distanzierten Schaulustigen wird der stille Begleiter, der alle Sorgen und Nöte teilt und teilen muss. Zumindest zeitweise. Was der soghaften Wirkung des Films zunächst entgegenkommt, ist nämlich das Gegenteil dessen: die vorübergehende Aufrechterhaltung eines neutralen Blickes. Denn “Der letzte Exorzismus” beginnt schließlich als Dokumentation, ihre Kamera ein professioneller, aber unbeteiligter Beobachter. Als Nells Verhalten gewalttätige Züge annimmt, Cotton bemerkt, dass er mit seinen Tricks gegen eine schwere Krankheit (oder gar den Teufel?) im Leib des jungen Mädchens nichts auszurichten vermag, verliert das Drehteam die Kontrolle über die Situation, nimmt unser Blick von nun an Teil am Geschehen. Ob wir es wollen oder nicht.

Die Werkzeuge des Subgenres setzt Daniel Stamm somit gekonnt ein. Abgesehen von den in ausreichendem Maße vorhandenen Schockmomenten, die auch auf das Konto der sparsamen, aber durchdringenden Soundkulisse gehen, ist Stamms kleiner Geniestreich womöglich, dass das Doku-Format nicht nur Mittel zum Zweck ist. Wie ein geübter Dokumentarfilmer nähert er sich in der ersten Hälfte des Films seinem Thema an und dieses heißt nicht “Exorzismus in Louisiana anno 2009″, sondern “Cotton Marcus”. In Nell findet dieser immerhin ein düsteres Spiegelbild seiner Jugend, stehen sie doch beide unter der Fuchtel extremer Religiösität. Eine geradezu biblische Wendung konfrontiert den abgeklärten Reverend mit ihr, also mit sich selbst. So wird er seiner wichtigsten Prüfung unterzogen. Aus diesem und einigen anderen klassischen Motiven, die weit in die Geschichte des Horrorfilms zurückreichen, bastelt Stamm einen erfrischenden Genrebeitrag, eine willkommene Abwechslung vom einfallslosen Remake-Wahn der vergangenen Jahre, wenn auch keine angenehme.

Werbeklassiker: Brian De Palma

Inspiriert von einer Retrospektive drüben bei From Beyond. Allein der “Blow Out”-Trailer ist ein kleines Meisterwerk.

Dressed to Kill (USA 1980)

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Blow Out (USA 1981)

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Kontrapunkt: Cinema Austria

Bei meinem Kurzurlaub in Wien vor nunmehr 3 Wochen habe ich – weil das Filmmuseum Wien gerade Sommerpause hatte – die enttäuschende Ausstellung „Wien im Film – Stadtbilder aus 100 Jahren“ besucht. Warum enttäuschend? Weil bei den thematisch geordneten Ausschnitten allzu oft dieselben Filme auftauchten. „Nordrand“ allein vier Mal – unter verschiedenen Gesichtspunkten, versteht sich. Doch insbesondere, wenn man sich die österreichischen Produktionen in der jüngeren Vergangenheit vergegenwärtigt, die international für Aufmerksamkeit sorgten, ist die Frage gerechtfertigt, warum die Mannigfaltigkeit österreichischer Filme – auch in ihrer Breite – so versteckt wird. Hier nun willkürlich zusammengewürfelt 3 beeindruckende Werke, die durchaus vorzeigbar sind.

Revanche (A 2008)

Das für den Oscar als Bester nichtenglischsprachiger Film nominierte Schuld-und-Sühne-Drama ist eine im positiven Sinne quälend intensive Erfahrung. Durch eine durchgehaltene formale Strenge und größtmöglichen Realismus (keine Hintergrundmusik, nur Originalschauplätze, kaum künstliches Licht) gelingt es Regisseur und Drehbuchautor Götz Spielmann, tief ins Innenleben seiner von Schuldgefühlen und Rachegedanken (heißt: Mordabsichten) geprägten Figuren einzudringen. Hier der Ex-Sträfling Alex (Johannes Krisch), der zusammen mit seiner Freundin Tamara, einer Nutte, mittels eines Banküberfalls aus dem Teufelskreis von Prostitution und Menschenhandel ausbrechen will. Dort der Polizist Robert (Andreas Lust), der Tamara auf der Flucht versehentlich erschießt. Die Szenenauflösung erfolgt dabei zumeist mittels langer Einstellungen und innerer Montage, ohne Schnitt. Das Nachdenken der authentisch gezeichneten Figuren wird nicht abgeblendet, sondern ein schmerzlich offenbarer Prozess entlarvender Ehrlichkeit. Dazu eine Meditation über Leben und Tod unter dem Damoklesschwert der Moral, das immer wieder ins Herz christlicher Gebote sticht. Ein großartiges, hoch spannendes Drama!

Import/Export (A 2007)

Ulrich Seidl, der schon mit „Hundstage“ den kleinbürgerlichen Wahnsinn in der Vorstadt offenlegte, zeichnet auch hier wieder das Bild einer feindseligen Gesellschaft, in der es brodelt. Während die ukrainische Krankenschwester Olga (Ekateryna Rak) in der Hoffnung auf ein besseres in Österreich als Putzfrau zu arbeiten beginnt, verschlägt es den Security-Mann Paul (Paul Hofmann) aus Geldsorgen mit seinem Stiefvater Michael nach Osteuropa, wo er mit den prekären Lebenssituationen der Bevölkerung im tiefsten Winter konfrontiert wird. Während Olga latenter Rassismus und – bei Erfahrungen mit Webcam-Sex – der Sexismus der österreichischen Kunden entgegenschlägt, gibt Michael den Macho-Usurpator, erniedrigt ukrainisches Mädchen gar wie einen Hund. Seidl zeichnet dabei ein grimmiges Bild von den Schattenseiten der Globalisierung – stets mit dem Fokus auf der Borniertheit innerhalb der österreichischen Gesellschaft. Zwar bleibt eine gewisse Schwarz-Weiß-Zeichnung innerhalb der tendenziösen Inszenierung mit sterilen und kargen Räumen nicht aus, doch weiß der Film eindringlich den Arbeitsalltag von und den rauen Umgang mit ausländischen Arbeitskräften darzustellen. Anstrengend, aber lohnend.

Indien (A 1995)

Das satirische Kontrastprogramm zu den anderen beiden Filmen, basierend auf dem gleichnamigen Theaterstück. Der Yuppie Kurt Fellner (Alfred Dorfer) und Kollege Heinz Bösel (Josef Hader) sind Restauranttester und im Außendienst quer durch Österreich unterwegs. Während sich der schnöselige Grünautonome und Indien-Fan Fellner und der versoffene Prolet Bösel anfangs überhaupt nicht leiden können, wächst alsbald eine Freundschaft heran. Dumm nur, dass alsbald bei Fellner Hodenkrebs diagnostiziert wird und den beiden Freunden nicht mehr viel Zeit bleibt. Insbesondere die Schelmigkeiten, die die Beiden mit Gastwirten verschiedener Couleur abziehen und die zwischen Klugscheißerei, Blödsinn und Lebenserfahrungen angesiedelten Dialoge (einer gar durch die Tür zum Klo) sind sehr kurzweilig und machen „Indien“ zu einem zwar manchmal etwas schwer verständlichen (der Dialekt!), aber dennoch oder gerade deswegen pointiertem Spaß. Ein weiterer Beweis dafür, dass auch mit wenig Geld sehr herzliche Filme entstehen können.

Was die anderen schreiben: Inception

Inception ist zweifellos der derzeit am meisten diskutierte Film, was wohl darauf zurückzuführen  ist, dass es keine Konkurrenz gibt. Im weitgehend langweiligen Kinosommer 2010 ist der neue Nolan der leuchtende Messias unter dem Mainstream-Einheitsbrei. Unterschiedliche Meinungen zum Film wurden hier im Blog bereits gepostet. Der Kinostart liegt nun etwas mehr als zwei Wochen zurück. Es ist daher an der Zeit, einen Blick auf die Rezeption des Filmes zu werfen. Dabei sei die “etablierte Presse” außen vor gelassen. Wer sich einen Überblick über die Einschätzungen von SZ, Zeit und Co. verschaffen will, sei auf Film-Zeit verwiesen. Hier ist zuallererst die Blogosphäre von Interesse.

Entgegen der recht eindeutigen 87%, die “Inception” derzeit bei RottenTomatoes für sich verbuchen kann, sind die  deutschsprachigen Filmblogs* alles andere als einer Meinung. Abgesehen von den obligatorischen 10/10-Verbeugungen und den 3/10-Verrissen, wird “Inception” auch von jenen, die Christopher Nolans Ehre verteidigen, kritisch beäugt. So bescheinigt Dr. Borstel dem Film die “rundum gute Unterhaltung”, merkt jedoch im selben Text an: “[...]Inception mag vielleicht komplex sein, seine angebliche Intelligenz suggeriert er aber bloß”. Ein ähnliches Fazit wird auch bei CineKie gezogen. Auffällig ist das häufig zu Rate gezogene Argument, für einen Blockbuster sei “Inception” doch erstaunlich anspruchsvoll, was wiederum mehr über den derzeitigen Stand amerikanischer Filmkunst ausdrückt als über den Film selbst. Ijon Tichy, Raumpilot von Film-Rezensionen.de, sieht den Film beispielsweise als “bestmöglichste Verschmelzung” von “Kommerz- und Autorenkino”:

Dass diese trotzdem in Scharen in die Kinos strömen und nicht gleich sofort wieder scharenweise rausgehen liegt daran, dass er den Popcorn-Zuschauer behutsam in der ersten Hälfte des Films mit seinem nicht konsequent logischen Universum vertraut macht. Danach muss jeder selbst schauen, wie mit dem Konstrukt aus Realität und Traum zurechtkommt.

Nicht nur Gratwanderung zwischen Kunst- und Kommerz ist “Inception” für Timo K. Vielmehr verliere mit Nolans Traum-Thriller “hoffentlich der Sommer-Blockbuster seine Unschuld”. Ein “konventionell aufgebautes Heist-Movie” sei der Film im Grunde.

Und doch gelingt es ihm aus dem Konglomerat verschiedenster Elemente und Motive anderer Werke etwas völlig Eigenwilliges zu kreieren, wo lediglich die Bedingungen gegen den Strich gebürstet werden. So wird in “Inception” nichts gestohlen, sondern eingepflanzt, nicht in andere Länder gereist, sondern in andere Traumebenen, nicht vor der Polizei geflüchtet, sondern vor den Abwehrmechanismen des Unterbewusstseins.

Den 9/10 Punkten Timos fügt Judge noch einen hinzu. Voll des Lobes bezeichnet er den Film als “absolutes Meisterwerk”. Natürlich hat nicht jeder dermaßen positive Eindrücke aus der Kinovorstellung von Nolans neuem Hit mitgenommen. Hart ins Gericht geht Flo Lieb, was sich u.a. in den 33 Kommentaren niederschlägt, welche seine Kritik schmücken. Als einer der wenigen Blogger ist er mit DiCaprios Leistung alles andere als zufrieden, beschwert sich über dessen einseitige Mimik (endlich erkennt es einer! [subjektive Anm. d. Verf.]), die man so oder so ähnlich bereits in vielen anderen Filmen zu sehen bekam. Ausgehend von den (Nicht-)Einflüssen C.G. Jungs und Sigmund Freuds auf Nolans Traumkonstruktion, kann Flo die vielerorts gefeierte Intelligenz des Filmes nur in geringem Maße entdecken:

Allein die Tatsache, dass die Idee der Firmenauflösung direkt als solche in Fishers Unterbewusstsein etabliert wird, entfernt sich von Freud und Jung und ist ein müder Versuch anzudeuten, dass Fisher sie in die Tat umsetzen wird. Als ob jeder, der im Traum einen Wagen kauft, am nächsten Tag zum Autohändler fährt. Wären Träume so offensichtlich wie „Lös die Firma deines Vaters auf“, hätte es der Traumdeutungen von Freud und Jung überhaupt nicht bedurft. Hinzu kommt, dass obschon mit Ariadne eine Figur ausschließlich als Statthalter des Zuschauers erschaffen wird, Nolan viel erzählt, aber nichts wirklich erklärt. [...] Nichts in Nolans Traumkonstruktionen hat Hand und Fuß und selbst die angebliche „reale“ Welt ist voller Unsinnigkeiten.

Anthony Capristo verweist auf einen zentralen Kritikpunkt, wenn er schreibt:

Christopher Nolans nüchterne, geradezu lieblose Bebilderung eines surrealistischen Sujets ist die visuelle Antithese zur Dialektik eines Traums. Geradezu widersprüchlich, wenn man konstatiert, dass der Brite inszenatorisch nie besser war.

In der Mehrzahl scheiden sich die Bloggergeister an Nolans Herangehensweise an Träume im allgemeinen. Verspielt der Film sein Potential, indem er die surrealen Dimensionen des Unbewussten zurückschraubt oder rechtfertigt der Plot die Notwendigkeit des Realismus? Diese Frage ebenfalls anreißend, geht Christoph Wirsching in seinem veritablen Verriss noch einen Schritt weiter und erkennt in dem Film ein “erzkonservative[s], in seinen chauvinistischen Implikationen auch durchaus fragwürdige[s] Schuld- und Sühne-Drama aus der untersten, schimmeligsten Saccharin-Schublade”.

Um eine allseits beliebte Floskel heranzuziehen: An “Inception” scheiden sich die Geister. Ungeachtet, zu welcher Fraktion man gehört, ob man ein großes Meisterwerk zu sehen bekommen hat, einen zumindest intelligenten Blockbuster oder ein aufgeblasenes Nichts, muss man Nolan zumindest zu Gute halten, dass er etwas Schwung in die Bloggerwelt gebracht hat.

Gegen Ende dieses kurzen Überblicks seien hier ein paar Texte empfohlen, die im Spannungsfeld zwischen Interpretation und Kritik liegen und womöglich neue Einsichten in Nolans Verwirrspiel gewähren. Auf SPOILER sollte man gefasst sein:

  • “Interpretationen und Spekulationen” von Elisabeth Maurer
  • Ein Zwiegespräch von David Bordwell und Kristin Thompson, welches sich um die Narration und Figurenzeichnung des Filmes dreht
  • “Everything you wanted to know about ‘Inception’” findet man bei Salon.com
  • Jim Emersons Blog bietet eine wachsende Anzahl von Artikeln (und hunderten Kommentaren) zum Film, die zugleich hilfreiche Linksammlungen beherbergen
  • Über Emerson wurde ich auf einen hervorragenden Artikel aufmerksam, der “Inception” mit der Struktur von Videospielen und “The Matrix” vergleicht: “Inception’s Usability Problem”

*Update 16/8*

  • Doug Dibbern vergleicht “Inception” mit Anthony Manns “The Heroes of Telemark”, der wohl Pate für die verschneite Actionsequenz im dritten Traumlevel stand.

But if I had to choose, I’d choose functionalism over frillery, restraint over ostentation, Kirk Douglas’s monumental chin over Leonardo DiCaprio’s anguished forehead, Norway over dreamscapes, and a well-told story over pop-philosophy.

*Update 01/9*

Hinter den Sieben Bergen wird “Inception” in einer ausführlichen Kritik mit nur 55% bedacht und die Asexualität hervorgehoben, die Nolans Traumkonzept zu Grunde liegt:

Die ganze Bande schiebt klaglos über Wochen ihren trostlosen Traumagentendienst und entwickelt nicht den leisesten Anflug eines hetero-, homo- oder anderswie sexuell codierten Begehrens.
Sexuell stehen sie auf einer Stufe mit Agent Smith aus „Matrix“, einem Handlanger der Maschinen. (Das kommt ja auch hin, könnten böse Zungen behaupten, sind diese Figuren doch nichts als die konventionskompatiblen Schatten in der Matrix der amerikanischen Filmindustrie).


*Naturgemäß konnten hier nicht alle deutschsprachigen Filmblogs berücksichtigt werden. Falls sich ein Autor an einem längeren Zitat aus seinem Text stört, möge er sich bitte bei mir melden.

Für weitere Hinweise zu deutsch- oder englischsprachigen Interpretationen des Filmes wäre ich dankbar. Für unbedingt lesenswerte, aber hier fehlende Kritiken, gilt dies natürlich auch.

A vision of a kind of mainstream post-mainstream film*

Am 26. August startet Gaspar Noés neuer Film Enter the Void in ein paar deutschen Kinos und für alle, die bis zum DVD-Start warten müssen, um in den Genuss des umstrittenen Werkes zu kommen, gibt’s hier den US-Trailer. Für die notdürftige Überbrückung der langen Wartezeit haben die zwei Minuten ein bisschen Story, ein bisschen Mindfuck und viele bunte Tafeln zu bieten, die Erinnerungen an die Credits eines gewissen Monty Python-Filmes wachrufen.

*Der Titel ist ein Zitat aus Daniel Kasmans lesenswerter Kritik zum Film.

(via)

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Kontrapunkt: Trash VIII

Never ending story of bad movies. Dieses Mal: Trash meets Kult… irgendwie.

Road House (USA 1989)

Patrick Swayze tanzt diesmal nicht schmutzig mit Frauen, die Baby heißen, sondern brutal mit streitlustigen Störenfrieden in einer Provinzkneipe. Da die Stadt jedoch unter der Fuchtel eines fiesen Wüstlings steht, der Schutzgelder erpresst, addieren sich seine Feinde fleißig weiter, bevor er seinen Rausschmeißer-Kumpel (lässig: Sam Elliott) zur Hilfe ruft und es zum Showdown kommt. Coole Sprüche vom mächtig gestählten Swayze („Wer nicht pariert, marschiert.“) und die flotte Musik von „The Jeff Healey Band“ (auch im Film zu sehen) machen diese tumbe Ansammlung von ausufernden Prügeleien, stereotypen Charakteren und pyrotechnischen Effekten erträglich. Hohler Actionkrawumms, den man am besten – wie ich – mit ein paar Bier in einer Männerrunde genießt.

Mortal Kombat (USA 1995)

Die enervierend wummernde Techno-Mucke dazu ist so 90s, das geht eigentlich gar nicht, ist aber umso kurzweiliger. Die auf dem gleichnamigen Videogame basierende Story um ein sagenumwobenes Turnier, deren Ausgang über das Schicksal der Welt entscheidet, verliert sich in den mehr oder minder sinnfrei und grell aneinandergereihten Prügelorgien in zahlreichen immerhin aufwendig gestalteten Sets und düsteren Kulissen. Die Charaktere sind erwartet stereotyp, die SFX aus heutiger Sicht lausig. „Highlander“ Christopher Lambert versucht mit Coolness gegen unfreiwillige Komik und dämliche Dialoge anzukämpfen, verdient aber als Lord Rayden mit grauer Perücke, Jesuskutte bzw. zerlumptem Strickjäckchen und Strohhut einen Preis fürs bescheuertste Kostüm.

Hercules in New York (USA 1969)

Arnold Schwarzenegger hieß hier noch Arnold Strong und sein Ösi-Englisch war so mies, dass es später nachsynchronisiert wurde. In seinem Filmdebüt griff er der Rolle des „Conan“, die ihm zum Durchbruch als Schauspieler verhelfen sollte, jedoch trotzdem vor: Während er dort ein (echtes) Pferd bzw. Kamel buchstäblich umhaute, war es hier ein Mann im Bärenkostüm. Nicht das einzige unfreiwillig komische Element in diesem Film, wo Hercules (Schwarzenegger) das Leben im arg an einen Stadtpark erinnernden Olymp satt hat („Eim teierd of de same old faces, de same old sings!“) und zum Groll von Zeus New York erkundet. Zwischen all den lächerlichen Kostümen, der preisgünstigen Inszenierung und dem seltsamen Humor beweist Hercules dabei immer wieder seine Kraft bei leichtathletischen Disziplinen und im Vermöbeln zahlreicher Leute – untermalt von alsbald nervigen Sirtaki-Klängen. Ein filmisches Kuriosum und Trash in Reinkultur, den man sich als Arnie-Fan jedoch mal anschauen sollte.

Inception (USA/GB 2010)

Für Meta-Auseinandersetzungen um die Diskussionen, den Hype und den Backlash der Hype-Hasser ist hier leider kein Platz. Christopher Nolans Inception ist ambitioniert bis in die letzte Einstellung, will E- und U-Film sein und bildet somit ein seltenes Geschöpf im Blockbustersommer des Jahres 2010. Ob man im Nachhinein gern das Geld für die Kinokarte ausgegeben hat, wird nicht unwesentlich davon abhängen, wie man zu den anderen Filmen des Regisseurs steht. Das eigentlich Traurige ist nun, dass “Inception” in Bezug auf die Fähigkeiten seines Machers keinerlei Neuigkeiten bereithält. Wie in vielen seiner Filme baut Nolan ein diegetische Welt, über die nur er die Kontrolle besitzt. So komplex konstruiert ist sie wie die Stadtaufsichten, welche er in “Inception” so gern einbaut. Diese Kontrolle gibt er ausgerechnet in einem Film, der mit seiner verschachtelten Traumthematik nach einer ausnahmslosen Subjektivität schreit, nie aus der Hand. Man denke dagegen an “Memento”, der seine Wirkung allein aus der Fixierung auf den Blickwinkel der Hauptfigur gezogen hat und ziehen konnte. Während sich Martin Scorsese im ähnlich gelagerten “Shutter Island”  auf Gedeih und Verderb auf die Sicht des Cops Teddy einlässt mit allen Konsequenzen, welche diese Entscheidung mit sich bringt, ist Nolans allwissender Blick zu jeder Zeit zugegen. Selbst im Finale, in dem mehrere Schichten von Träumen-in-Träumen durchlaufen werden, bleibt uns der kalte Blick des Puppenspielers nicht erspart. So souverän diese Parallelmontage auch gehandhabt wird, so einfallslos ist sie im Grunde. Träume sind in “Inception” nichts weiter als lineare Geschichten, die den Gesetzen der nächst höheren Ebene – des jeweiligen “Levels” darüber – unterliegen. Wie das Drehbuch wurden sie geplant, verbessert, perfektioniert. Damit gleicht der Film dieses Sommers™ einer Dominokette, eingefangen in einer Mise en abyme.

Der fabelhafte Trailer lügt deshalb ein Werk vor, das keiner zu sehen bekommen wird. Einen Film, in dem die unendlichen Möglichkeiten der menschlichen Vorstellungskraft erkundet werden, in dem Paris auf den Kopf gestellt wird, nur weil ein Geist es so befiehlt. Die entsprechende Szene in “Inception” ist dabei nichts anderes als ein überflüssiger Augenschmaus. Ellen Page darf als Architektin der Traumwelten beweisen, was sie drauf hat. Da verbringen die Gedankendiebe sozusagen ein paar Minuten in Q’s Labor. Da werden die Schauwerte angedeutet, bevor das eigentliche Abenteuer losgeht. Für den Rest des Films ist Ariadne (Page) nicht dafür zuständig, den traumatisierten Dieb Cobb (Leonardo DiCaprio) durch ein Labyrinth in die Freiheit zu führen, wie es ihr Name suggeriert. Sie führt uns, die Zuschauer, ein in die Regeln der Inception und hilft mit ihrer endlosen Fragerei, den überladenen Plot und das Vokabular dieser seltsamen Profession zu verstehen. Wie Page werden auch die meisten anderen Darsteller als Randfiguren verschwendet; ganz einfach weil ihnen kein Charakter geschenkt wird. Einzig Tom Hardy als Fälscher innerhalb der Diebesbande kann hier seine eindrucksvolle Visitenkarte hinterlegen und empfiehlt sich als Actionheld, der all das besitzt, was einem wie Sam Worthington fehlt.

Doch reden wir nicht weiter von Schauspielern, denn um die geht es weder Nolan noch seinem Drehbuch. Was “Inception” in meinen Augen am meisten schadet, ist seine Ausgangsidee: Dass man Träume soweit konstruieren kann, bis ihr künstliches Wesen nicht mehr von der Realität mit all ihren Einschränkungen zu unterscheiden ist. Nur so kann die Diebesbande um Cobb Gedanken stehlen und Ideen in einen fremden Geist implantieren. Kontrolle ist das Stichwort. Die Kontrolle – so schreit das Drehbuch von allen Ecken und Enden – entgleitet Cobb, da sich die Erinnerungen an seine verstorbene Frau (verführerisch wie immer: Marion Cotillard) in seine Arbeit drängen. Die Kontrolle lässt sich der Film-(Traum-)Architekt Nolan jedoch niemals wirklich aus den Händen nehmen. Irrationalität oder Surrealität, die unvorhersehbare Aufhebung der Naturgesetze in absurden Situationen -  eben die Mitbringsel des Unbewussten – werden entweder vollständig ignoriert oder auf den Trainingsplatz verbannt. Stattdessen erstickt “Inception” all jene faszinierenden Fragen und Geheimnisse um die Funktionsweise des menschlichen Geistes in der langweiligen Ästhetik eines Actionthrillers. Dessen Gesetze verlangen es schließlich so. Diese zu brechen, hieße ein paar Steine aus der Dominokette einfach an einen anderen Ort zu stellen. Sich auch nur im entferntesten der Gefahr zu stellen, das ganze minutiös aufgebaute Kartenhaus mit Namen “Inception” in sich zusammenfallen zu lassen, ist nicht Nolans Sache. Vielleicht will er es nicht. Vielleicht kann er es gar nicht.

Wenn die Queen zur Knarre greift...

Robert Schwentke scheint Genrefilme zu lieben. Das mag einer der Gründe sein, warum er in die Traumfabrik geflüchtet ist. Weder Zeitreiseromanzen noch einschläfernde “Sieben”-Verschnitte sind dem in Stuttgart geborenen Regisseur, der sein Handwerk in den USA gelernt hat, fremd. Sein neuer Film Red, eine Comicverfilmung, besticht in erster Linie durch den skurrilen Humor irgendwo zwischen “Burn After Reading” und “Keine halben Sachen”. Dem überdrehten Trailer nach zu urteilen, könnte es sich aber ebenso gut um eine Direct-to-DVD-Veröffentlichung á la “Lucky Number Slevin” handeln.

Achja, Helen Mirren hält hier eine riesen Wumme in Händen. Das war – zugegeben – der einzige Grund für diesen Post. Am 28. Oktober soll “Red” (oder “R.E.D. oder “RED”) hierzulande die Kinoleinwände mit seiner Präsenz segnen. Einen deutschen Trailer gibt’s bei Moviegod zu bestaunen.