Die BAFTAs und andere Preise, die den Normalbürger nicht interessieren

Alle Welt berichtet über die Grammys, nur ein kleiner, unregelmäßig aktualisierter Filmblog wehrt sich dagegen… Nun gut, andere Filmblogs ignorieren den wichtigsten Musikpreis wo gibt auch, sonst wären sie ja keine Filmblogs, aber egal. Was tut man nicht alles für eine fadenscheinige Dramatisierung. Der eigentliche Grund, warum hier nicht über goldene Grammophone geschrieben wird, ist ja, dass Coldplay doof ist. Das meine ich als Parachutes– Jüngerin und Parachutes- Jünger haben immer Recht. Punkt.

Zurück zum Thema: Die BAFTAs, die Oscars der britischen Filmindustrie, wurden verliehen und ganz überraschend hat ein britischer Film den Hauptpreis gewonnen. Slumdog Millionär von Danny Boyle hat sieben Preise, darunter den für den Besten Film und den Besten Regisseur, abgeräumt. Comeback Kid Mickey Rourke („The Wrestler“) wurde als Bester Hauptdarsteller ausgezeichnet und Heath Ledger als Nebendarsteller. Kate Winslet ging ebenfalls mit einem Preis als Beste Hauptdarstellerin („Der Vorleser“) nach Hause. Die kompletten Ergebnisse findet man hier.

Viel interessanter als die BAFTA-Gewinner in Hinsicht auf die Oscarverleihung am 22. Februar sind jedoch die Preise der Verbände der Drehbuchautoren, Produzenten und Regisseure in Hollywood. Die können nämlich nicht nur streiken, sondern auch den Oscar Buzz kräftig anheizen, schließlich werden die Academy Awards von den jeweiligen Berufsgruppen gewählt.

Bisher hat Slumdog Millionär schließlich nicht nur den Golden Globe und BAFTA als Bester Film gewonnen, sondern auch folgende Hauptpreise der Gilden:

2009 Directors Guild of America

Won: Best Director – Danny Boyle

2009 Producers Guild of America Awards

Won: Best Theatrical Picture

2009 Screen Actors Guild Awards

Won: Best Cast

2009 Writers Guild of America Awards

Won: Best Adapted Screenplay – Simon Beaufoy

[Quelle: Wiki]

Laut Cinematical haben es bisher nur sieben Filme geschafft, all diese Hauptpreise zu gewinnen und nur einer von ihnen gewann in der Folge NICHT den Best Picture- Oscar. Der Film hieß Brokeback Mountain.

Zur Erinnerung: die Oscarnominierungen.

3 Antworten auf „Die BAFTAs und andere Preise, die den Normalbürger nicht interessieren“

  1. dass Coldplay doof ist.

    Nö. Und das sage ich als Parachutes-Jünger. Punkt.

    Und die BAFTA’s sind ne Witzveranstaltung, da wird fast alles nominiert (und meist auch ausgezeichnet), was nen britischen Pass besitzt.

  2. Hab ich ja auch in meinen Ergüssen zu „Benjamin Button“ angemerkt, dass der – zumindest für meinen Geschmack – nicht den Oscar als Bester Film gewinnen wird. Und warum „Brokeback Mountain“ als einziger Film dann nicht auch noch den „Best Picture“ geholt hat, ist klar: Latente bis manifeste Homophobie unter den alten Knackern der Academy…

    Übrigens stehen die Chancen für „Frost/Nixon“ morgen gut, auch oder gerade weil es wohl von den Teilnehmern her sehr überschaubar bleibt…

  3. @Flo: Ach lass den Briten doch ihre Selbstbeweihräucherung. Ihr Minderwertigkeitskomplex hat’s halt nötig.

    Du bist übrigens hiermit offiziell aus der Parachutes-Jüngerschaft ausgeschlossen. Das offizielle Schreiben wird folgen.

    @Lutz: Deswegen hat ja Slumdog so gute Chancen. Schwule Cowboys kommen wohl nicht vor und der Film hat außerdem ziemlich viel Geld (für seine Verhältnisse) eingespielt. Da freut sich das Academy-Herz.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*