Serienkiller und Vielflieger

Eigentlich wollte ich nur etwas Werbung für Red Riding machen, einen dreiteiligen TV-Film von Channel 4, der vor kurzem beim Filmfestival in Telluride für allerhand Wirbel gesorgt hat. Der hochgelobte Krimi-Mehrteiler wird in den USA wahrscheinlich im Kino laufen, doch einen ordentlichen Trailer gibt’s leider noch nicht. Stattdessen kann man sich ein 3-minütiges quasi-Making Of und einen 35 Sekunden langen Teaser der düsteren Literaturverfilmung anschauen. In UK ist bereits die DVD-Box erschienen, allerdings ohne Untertitel. Beim Schauplatz Yorkshire durchaus ein Problem.

Telluride hatte jedoch noch mehr zu bieten, was Hypes betrifft und dazu gehörte u.a. Up In The Air, nach eigenen Aussagen der bisher persönlichste Film von Regisseur Jason Reitman („Juno“). George Clooney spielt einen Vielflieger, dessen Job darin besteht, im ganzen Land Leuten mitzuteilen, dass sie gefeuert werden. Lose basierend auf dem Roman von Walter Kim und mit Clooney in seiner Paraderolle als moralisch fragwürdiger, aber sympathischer Handlanger gewissenloser Konzerne, schallt an der amerikanischen Kritikerfront schon der Oscarbuzz herauf. Sozusagen „Michael Clayton“, nur ohne Shiva und Tilda Swinton.

Der ernsthafte „Hier kommt ein wichtiger Film“- Ton des Trailers hängt wohl damit zusammen, dass Reitman, selbst leidenschaftlicher Bonusmeilensammler, das Ding selbst geschnitten hat. Dennoch sehr ansehnlich, das ganze. Bei YouTube SlashFilm kann man die zwei Minuten ebenfalls einsehen. „Up In The Air“ startet am 4. Februar 2010 in Deutschland.

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Jenny Jecke (31) hat Medienwissenschaften in Jena studiert. 2007 gründete sie das Blog „the gaffer“, um ihre Besserwisserei in Sachen Film auch im Internet auszuleben. Jenny ist bei Twitter zu finden und arbeitet als Redakteurin bei moviepilot.

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