Der unvermeidliche Harry Potter Post

Nun ist es offiziell: Harry Potter and the Deathly Hallows alias Harry Potter und die Heiligtümer des Todes wird in Form von zwei Filmen in die Kinos kommen. Warner nimmt sich hier Tarantinos „Kill Bill“ zum Vorbild und wird die extrem verworrene Story als Part I im November 2010 und Part II im Mai 2011 auf die Fans weltweit loslassen.

Regie wird David Yates führen, dessen Arbeit an Teil Fünf zumindest mich überzeugt hat. Später hab ich dann seine Serie „Mord auf Seite Eins“ (State of Play) gesehen und kann nun der Welt kundtun: Dieser Mann hat es drauf!

Weniger viel drauf hat meiner Meinung nach Drehbuchautor Steve Kloves, der auch für die letzten beiden Filme angeheuert wurde. Kloves klebt zu sehr an den Büchern, was meist zu Lasten der Spannung und Kreativität geht. Bestes Beispiel ist die rasante Erzählweise über eingestreute Zeitungsartikel aus „HP und der Orden des Phönix“. So etwas würde doch nie in einem vom Kloves geschriebenen Film auftauchen. (Zur Erinnerung: Kloves hat bisher alle Drehbücher, außer das von Teil Fünf, geschrieben)

Die beiden Teile der „Heiligtümer des Todes“ sollen gleichzeitig gedreht werden. Diese Methode hat in den letzten Jahren meist einen qualitativen Abwärtstrend für die betroffenen Filme mit sich gebracht. Ein paar Beispiele: „Matrix“ II und III, „Pirates of the Caribbean“ II und III. Selbst der dritte „Infernal Affairs“ Teil ist schlechter als sein Vorgänger. Das „Phänomen“ ist also nicht nur auf den Westen beschränkt. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt…

Jetzt fängt das große Raten an: Mit welchem Cliffhanger hört Teil I von „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“ auf? Vielleicht nachdem Harry das Schwert im See gefunden hat? Bestimmt irgendwo im Wald in einem Zelt, schließlich könnte man gefühlte 70% des Buches mit Harry Potter and His Awfully Long Camping Holiday betiteln.

Die komplette Story gibt’s (wie immer) beim Leaky Cauldron oder direkt bei der L.A. Times.


Zum Weiterlesen:
Eine kritische Auseinandersetzung mit allen bisherigen Harry Potter Filmen.

Billige Ausreden und unbezahlte Werbung

Da ich in letzter Zeit nur zwei mir neue Filme gesehen habe, zu denen mir allerdings aus unterschiedlichen Gründen nicht genug einfällt, um eine Kritik zu schreiben, hab ich die Zeit stattdessen genutzt, auf meinen Lieblingsseiten zu schmökern, was es so an empfehlenswerten Artikeln gibt.

Die zwei Filme waren übrigens „In den Schuhen meiner Schwester„, der mir gefallen hat, obwohl ich ganz und gar nicht auf „Frauenfilme“ stehe und „Jiang Hu: The Triad Zone„, den ich mir nochmal angucken muss, um etwas vernünftiges schreiben zu können, jenseits von „Boah, ist der lustig!„.

Weniger Artikel als ganz große Unterhaltung ist dieser Blogeintrag meiner Lieblingskritiken- und Newsseite EmpireOnline zum Thema „The Ten Moviegoing Commandments„.

Zwei Beispiele:

Nummer 4: Thou shalt not covet thy neighbour’s cupholder

Nummer 7: Thou shalt not accept calls from thine drug dealer during the film

Endlich hat jemand den Mut gefunden, uns im Kino stets belästigten Cineasten aus dem Herzen zu sprechen und der Welt mitzuteilen, wozu man in der dunklen Höhle der Unterhaltung überhaupt sitzt: Um Filme zu schauen! Hail thee, James Dyer!

Ebenfalls unterhaltsam und sozusagen ein Nachtrag zur Oscarverleihung ist diese Zitatesammlung der britischen Times, die die besten Jokes von Host Jon Stewart noch einmal zusammen getragen hat.

Ein Auszug:

„Normally when you see a black man or a woman president, an asteroid is about to hit the Statue of Liberty.“
„There are three pregnant ladies with us tonight. Jessica Alba. Cate Blanchett. Nicole Kidman. And the baby goes to…. Angelina Jolie. I’m stunned. Angelina couldn’t be with us tonight, it’s tough to get 17 babysitters on Oscar night.“
„Away From Her is about a woman who forgets about her husband. Hillary Clinton called it the feelgood movie of the year.“

Zu guter Letzt diskutiert ein Artikel des Guardian mit dem vielversprechenden Titel „Bring on the Creepy Girls“, warum amerikanische Remakes asiatischer Horrorfilme tendenziell schlechter sind, als die Originale. Mit einer Ausnahme, „The Ring“.

Tintenherz verschoben

Das Hin und Her um den Starttermin der Cornelia Funke-Verfilmung Tintenherz (Inkheart) mit Brandon Fraser und Andy Serkis hat nun eine neue Stufe erreicht.

Wohl auf Grund des andauernden Autorenstreikes in Hollywood wird der Film nun doch erst Ende 2008 oder Anfang 2009 anlaufen und nicht, wie anfangs geglaubt, im März.

Die IMDB gibt den US-Starttermin als den 30. Januar 2009 an. Bei Kino.de steht der 18.12.2008.

Die Fans der deutschen Autorin müssen sich also noch mindestens ein Jahr gedulden.

Zum Zeitvertreib kann man sich ja noch einmal den Trailer anschauen.