Billige Ausreden und unbezahlte Werbung

Da ich in letzter Zeit nur zwei mir neue Filme gesehen habe, zu denen mir allerdings aus unterschiedlichen Gründen nicht genug einfällt, um eine Kritik zu schreiben, hab ich die Zeit stattdessen genutzt, auf meinen Lieblingsseiten zu schmökern, was es so an empfehlenswerten Artikeln gibt.

Die zwei Filme waren übrigens „In den Schuhen meiner Schwester„, der mir gefallen hat, obwohl ich ganz und gar nicht auf „Frauenfilme“ stehe und „Jiang Hu: The Triad Zone„, den ich mir nochmal angucken muss, um etwas vernünftiges schreiben zu können, jenseits von „Boah, ist der lustig!„.

Weniger Artikel als ganz große Unterhaltung ist dieser Blogeintrag meiner Lieblingskritiken- und Newsseite EmpireOnline zum Thema „The Ten Moviegoing Commandments„.

Zwei Beispiele:

Nummer 4: Thou shalt not covet thy neighbour’s cupholder

Nummer 7: Thou shalt not accept calls from thine drug dealer during the film

Endlich hat jemand den Mut gefunden, uns im Kino stets belästigten Cineasten aus dem Herzen zu sprechen und der Welt mitzuteilen, wozu man in der dunklen Höhle der Unterhaltung überhaupt sitzt: Um Filme zu schauen! Hail thee, James Dyer!

Ebenfalls unterhaltsam und sozusagen ein Nachtrag zur Oscarverleihung ist diese Zitatesammlung der britischen Times, die die besten Jokes von Host Jon Stewart noch einmal zusammen getragen hat.

Ein Auszug:

„Normally when you see a black man or a woman president, an asteroid is about to hit the Statue of Liberty.“

„There are three pregnant ladies with us tonight. Jessica Alba. Cate Blanchett. Nicole Kidman. And the baby goes to…. Angelina Jolie. I’m stunned. Angelina couldn’t be with us tonight, it’s tough to get 17 babysitters on Oscar night.“

„Away From Her is about a woman who forgets about her husband. Hillary Clinton called it the feelgood movie of the year.“

Zu guter Letzt diskutiert ein Artikel des Guardian mit dem vielversprechenden Titel „Bring on the Creepy Girls“, warum amerikanische Remakes asiatischer Horrorfilme tendenziell schlechter sind, als die Originale. Mit einer Ausnahme, „The Ring“.

5 Antworten auf „Billige Ausreden und unbezahlte Werbung“

  1. die ersten 20 Minuten von „In den Schuhen meiner Schwester“ hab ich am Sonntag mit Susi auch gesehen und für gut (witzig und Cameron Diaz als besoffene Nymphomanin, geil – der „Sentinel“ als krass trainierter Pin-Up-Freund Toni Collettes jenseits der 40) befunden. Allerdings sind wir dann Billiard spielen gegangen…

    Zu den angegebenen Seiten von dir: Leider mal wieder in Englisch und zudem in einem, welches man aufgrund eines gewissen Slangs nicht so leicht verstehen kann. Würde mich über eine deutsche Übersetzung der Kino-Weisheiten von dir freuen :-P…(zudem funktioniert der Empire-Link bei mir gerade nicht).

    Übrigens verschwindet „Sweeney Todd“ mit der letzten Vorstellung heute aus dem Naumburger Kino – so ne Scheisse. Naja, dann muss ich den mal in Jena schauen. Bis heute abend jdf.

  2. Also wegen der Übersetzung, mmmhh, hab grad erst eine Übersetzung hinter mir (Bogenschießtext), mal gucken.
    Das Englisch ist gar nicht mal schlimm, Dyer schreibt nur im übertriebenen Bibel-Englisch.
    Thou statt You, am Ende der Verben ein th, Thine statt Your usw, damit alles jahrhundertealt und damit verbindlich klingt.
    Der Link allerdings funktioniert bei mir, keine Ahnung, warum du Probleme hast.

    bis denne

  3. So für Lutz eine Schnellübersetzung der 10 Gebote:

    1. Du sollst keine dumme Trendfrisur tragen, die abstehet und meinen Blick verdecket.
    2. Du sollst nicht schreien deinen Zuspruch für jenen Protagonisten.
    3. Du sollst nicht zuckerüberzogene Süßigkeiten als rudimentäre Waffe des Krieges nutzen.
    4. Du sollst nicht begehren den Getränkehalter deines Nachbarn.
    5. Du sollst nicht Nachtsichtbrillen tragend herumschleichen neben der Leinwand.
    6. Du sollst nicht das WC benutzen, während der Film laufet.
    7. Du sollst nicht akzeptieren Anrufe deines Drogendealers während des Filmes
    8. Du sollst nicht kaufen individuell verpackte Süßigkeiten bei angedrohter Folter.
    9. Du sollst nicht mit den Deinen Reden, egal wie langweilig der Film dir erscheinet.
    10. Du sollst dich nicht neben oder vor mich setzen, ist das Kino nur zur Hälfte gefüllet.

  4. Ah, LOL… danke für die Übersetzung. Aber wer benutzt während des Films schon das WC? Stwht das im Kinosaal? ;-P…

    Kann man eigentlich noch mit einer „Death Train“-Rezension von dir rechnen? Ich würde mich gern mal wieder so richtig wegfeiern… BTW: Ich glaube, ich muss mir den Film von dir doch nochmal ausleihen wegen meiner Idee einer Kritik mit dem look-a-like, da es von der Hälfte der Darsteller in der imdb keine Fotos gibt – leider…
    Soweit erstmal, ich hoffe, dass Herr Todd morgen auf mich wartet. Wenn du Lust hast, diesen Film nochmal zu sehen, melde dich nochmal bei mir.

  5. Ne Death Train Rezi werde ich eher nicht schreiben (Kein Bock!), kannst den Film aber gerne nochmal haben zwecks „Recherche“. ;)
    Hab mir gestern ne Überdosis Johnnie To verpasst, als ich Election I und II hintereinander geguckt hab. Problem ist nur, dass ich irgendwie jetzt einen Film KO hab, ne Art Reizüberflutung. Und zu No Country wollt ich eigentlich auch noch was schreiben…

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