Das Leben und der Tod – Bram Stokers Dracula (USA 1992)

Bei der letzten Hausparty in unserer WG wurde mein Mitbewohner von drei Frauen in eine Ecke meines Zimmers gedrängt. Unter den Augen mehrerer Menschen wurde er wild und unverschämt befummelt. Hände fuhren über seinen Körper, Gürtelschnallen wurden lasziv geöffnet … und er wollte sich nur befreien, was er irgendwann auch schaffte. Später erzählte er mir, dass es unfassbar sei: ein Wunschtraum sei wahr geworden, aber als es geschah, war es nur unangenehm und er hatte nur seine Flucht im Kopf. Das Leben ist voller solcher Momente. So scheint es mir zumindest. Bilder des rauschhaften Unbehagens, die in der eigenen Phantasie nur lüsterne, sinistere Hingabe verlangen können, aber in der Realität Paralyse durch betäubende Alarmglocken hervorrufen. Die Phantasien und das Durchstehen solcher Situationen können die süßesten Erinnerungen sein, die jemand haben kann.

Bram Stokers Dracula ist eine Feier solcher Phantasien. Seien es die von Mädchen, Jungen, alten Herren oder alten Jungfern. Alle werden hier bedient und alle können ihre Lüste auf der Leinwand wiederfinden. Jeder kann sich unsittlich von den Bildern, dem Ton, den Farben, dem Rausch berühren lassen. Begehren, Körperflüssigkeiten, Selbstsucht, Schmerz, Unbehagen, trunkene Wonne delirieren vor den Augen vorbei. Ausgepresst aus den engen Fesseln der viktorianischen Welt des Verzichts spritzen sie aus den Gedanken der Männer und Frauen auf die Leinwand. Der Zuschauer wird zwangsläufig besudelt. Die Frage ist nur, ob es ihm gefällt.

Diese Phantasie erweckt eine Welt voll Verlangen und Grusel zum Leben, die das Leben selbst ist. Graf Dracula (Gary Oldman) symbolisiert dieses nicht nur, er ist es, das pure uneingeschränkte Leben. Er ist diese Energie, an die er sich festklammert, die ihn verbrennt, aber auch zum Verführer, zum Gebilde feuchter Träume macht. Er will das Leben mit all seinen Unzulänglichkeiten nicht von sich fahren lassen, auch wenn es ihn und andere auffrisst. Er verschanzt sich in eine verträumt hysterische Romantik, die aus der Zeit gefallen scheint und lockt die Wiedergeburt seiner großen Liebe (Winona Ryder) auf dem Pfad der Verderbnis oder des Glücks. Je nachdem.

Ihm steht Van Helsing (Anthony Hopkins) entgegen, der auch aus dem Film die anmutigen, würdevollen Lächerlichkeiten vertreibt, die Überblendungen, die Schattenspiele, die Farben, den kläglich prätentiösen Ton, den Rausch, das Begehren, das Leben selbst, das Dracula in jedem Bild, in jeder Szene begleitet. Van Helsing will den Tod. Er ist der Tod. Er ist die gesellschaftliche Ordnung, die Zivilisation und Ordnung bringt. Kalt erklärt er alles mit Wissenschaft. Wundern muss er sich nicht mehr. Ihn umgeben nur sittlich inszenierte Bilder, die das Leben Draculas in sieche Schreckensschemen verwandeln, aus denen alles Wilde ausgetrieben ist … mit Ausnahme des gefühllosen Wahnsinns seiner eigenen sarkastischen, makaberen Witze und Obsessionen für den Tod.

Aber wahnsinnig sind sie beide. Und wahnsinnig drehen sie sich um sich, in einem Tanz aus Verlangen und Unterdrückung, Dreck und Sauberkeit, Leben und Tod. Sie brauchen sich, weil das eine nicht ohne das andere kann. Der derwische Wirbel ihres Wahns wird sie ratlos zurücklassen. Selbst ihrer Einstellung werden sie nicht mehr sicher sein. Am Ende wird sich alles auflösen müssen.

Francis Ford Coppolas Dracula bietet eine viktorianische Welt dar, in der Frauen heiraten müssen, um ihr Leben zu erfüllen, in der Sex ruchlos ist und in der die Phantasie überschäumt. Frauen und Männer werden von Lust erfüllt, überflutet. Aus allen Poren schwemmt es aus ihnen raus und ihre Phantasie verwandelt sie in Monster, was das Ganze nur noch erregender gestaltet. Die, die sich dagegen wehren können, kämpfen so nur noch verbissener dagegen an. Nur trockener Tod scheint ihnen noch ein sinnvolles Überleben zu bieten.

Coppola erweckt diese Welt zum Leben. Er analysiert nicht. Bis ins Kleinste ist sie ausstaffiert … überschäumend von Ideen und liebevollen Schnörkeln. Verwoben, so dass sich die Widersprüche nie auflösen können. Die Phantasie des Zuschauers folgt ihm in diese Welt und verwandelt alles in einen süßen Traum, der nur für die Beteiligten vor allem Qual ist, … oder der Zuschauer sieht nur peinliche Versuche originell zu sein. Die Frage ist also, mit wem tanzen Sie?

Thor (USA 2011)

In Thor von Kenneth Branagh werden die konventionellen Stadien des Superheldendaseins einfach umgedreht. Thor, der Donnergott, muss nicht lernen, wie er mit seinen Kräften im Alltag zurecht kommt, sie sind ihm nicht fremd, sind vielmehr ein Teil von ihm. Stattdessen stellt „Thor“ die Heldengenese auf den Kopf, präsentiert uns einen Gott, der erst seiner Kräfte beraubt und unter den Menschen erkennt, was einen Gott (= Superhelden) eigentlich ausmacht. Obwohl Kenneth Branagh so manches Mal an seine Grenzen stößt und dies oft genug freiwillig, obwohl Thor kein perfekter Film ist, sondern von Makeln geradezu gezeichnet, ja obwohl so einige Gründe gegen dieses bunte Epos von Menschen und Göttern und güldenen Himmeln sprechen, ist der neue Streich des Marvel-Universums der im positiven Sinne gewagteste seit Hulk von Ang Lee. An dessen Homogenität und inszenatorische Sicherheit kommt ein Branagh allerdings nicht heran. Es ist wohl kein Zufall, dass Thor nach Hulk der widerspenstigste Marvel-Heroe ist, der seinen Weg auf die Kinoleinwand gefunden hat. Beider Filmabenteuer stehen im Schatten ödipaler Konflikte, erzählen von Vater-Sohn-Beziehungen, in deren Mittelpunkt die Machtfrage als aufzulösender Konflikt steht. Konzentriert sich Ang Lee auf eine ästhetische Auseinandersetzung mit der Comic-Narration, ist Branagh erwartungsgemäß dem klassischen Drama verpflichtet und zeigt die ganze Bandbreite seiner Shakespear’schen Reputation.

Visuell stellt Thor die Vorstellung einer einzigen Welt von Beginn an in Frage. Alles, auch die menschliche Realität, hat eine Kehrseite. Dasselbe gilt für das prunkvolle Himmelreich Asgard, das steril wirkt im Vergleich zum staubigen New Mexico, welches als zweiter Handlungsort eingeführt wird. Da oben bei den Göttern ist alles überladen, erscheint dank der konvertierten 3D-Bilder teilweise wie der Modellbau eines geschmacklosen Kitschfanatikers. Dem gegenüber stellt „Thor“ nicht die pulsierende Metropole so vieler anderer Comicfilme, sondern ein einsames Kaff in der Wüste, ein Raum, nicht weniger von der restlichen Welt isoliert als Asgard und damit ein perfektes, dreckig-lebendiges Gegenstück. Der Göttersohn Thor (Chris Hemsworth), der sich selbst überschätzt und andere damit in Gefahr bringt, wird von Odin (Anthony Hopkins) auf die Erde, an diesen trostlosen Ort verbannt, um sich etwas Selbstbeherrschung und göttliche Weisheit anzueignen. Hier kommen wiederum die beiden Kehrseiten von Thor zum Vorschein. Da oben das große Drama um Odin und seinen stets übersehenen zweiten Sohn Loki (Tom Hiddleston), da unten der Göttersohn zum Menschen degradiert, da oben „Hamlet“ und „Macbeth“, da unten „Viel Lärm um nichts“.

Dass es Kenneth Branagh gelingt, die beiden vom Ton her völlig unterschiedlichen Handlungsstränge zu einem überzeugenden Endergebnis zusammen zu nähen, ist wahrscheinlich sein größter Verdienst. Zwischen der großen Vater-Sohn- und Bruder-Bruder-Tragödie sowie dem Slapstick eines Gottes auf Erden hin und her zu springen, ohne den ganzen Film in der kinematografischen Luft zu zerreißen, ist eine Leistung, die einem selbst diverse seltsame Entscheidungen der Regie übersehen lässt. Da ist etwa das stellenweise aufblitzende Unvermögen, in den für dieses Genre so wichtigen Actionsequenzen räumliche Orientierung zu schaffen. Zum anderen ist „Thor“ völlig am 3D-Effekt vorbei inszeniert, was zuweilen zu verstärkter Desorientierung führt, sobald die Kamera etwas dynamischer agiert. Auffälliger ist Kenneth Branaghs Regie-Manierismus der schiefen Winkel, welcher auf Dauer die Nerven strapaziert. Der Einsatz von schiefen Establishing Shots für die psychologisch hochdramatische Götterwelt Asgard erscheint stimmig im Hinblick auf die kammerspielartigen Kabalen, mutiert bei einer diesseitigen, gemütlichen Kleinstadt dagegen zum aufgesetzten Stilmittel.

Freilich überzeugt Thor als ein Film der positiven Überraschungen. Dazu gehört eine geschmeidige Integration des S.H.I.E.L.D.-Subplots, wie sie Iron Man 2 richtig gut getan hätte. Hauptdarsteller Chris Hemsworth ist nicht der von vielen befürchtete charismalose Muskelprotz, auch wenn seine Physis einschüchtert. Er meistert den Slapstick, die Romantik (mit Natalie Portman als Natalie Portman), das Drama, die Action sowieso. Ein wahrer Schatz des Götterhimmels bleibt Tom Hiddleston als Loki, das fragile, das windige, aber nicht flache Gegenstück des aufgepumpten, arroganten Thor, der sich schon jetzt über einen Platz unter den besten Widersachern der Superheldenfilme freuen darf, gerade weil er kein eindeutiger Bösewicht ist, zeitweilig als verdienterer Erbe des Götterthrons um unsere Sympathien wirbt. Die Arbeit mit den Schauspielern zeugt von Kenneth Branaghs Erfahrung mit Ensembles. „Thor“ glänzt mit Namen wie Stellan Skarsgard, Idris Elba und Tadanobu Asano im Cast. Nicht alle erhalten genügend Zeit, um sich zu entfalten, gleichwohl sind sie unschätzbare Mosaiksteine in der Erschaffung des neuen Universums, die – einmal zusammengefügt – Lust auf mehr machen. Die Vater-Sohn-, die Liebes- und die Brüdergeschichte jongliert Thor, ohne jemals vor Überforderung in sich zusammen zu brechen. Selbst dem altbacken wirkenden Vokabular Asgards gelingt es nicht, diese Comicverfilmung ins Joch der unfreiwilligen Komik zu zwingen. Wider Erwarten hat Kenneth Branagh ein gutes, durchweg unterhaltsames Superheldenabenteuer gedreht. Da müssen „The Amazing Spider-Man“ und „X-Men: Erste Entscheidung“ erst einmal nachlegen.


Zum Weiterlesen:
Überblick über die Kritiken bei Film-Zeit.de

Die Legende von Beowulf (USA 2007)

Einen Film aus Robert Zemeckis‘  Digitalschmiede im Anschluss an den visuellen Genuss des Billion Dollar Babies „Avatar“ vorgesetzt zu bekommen, ist ein schwieriges Los. Liest man die vielen positiven Kritiken über Die Legende von Beowulf, fällt es aus heutiger Sicht schwer, die geäußerte Begeisterung für die fortschrittlichen Effekte nach zu empfinden. „Beowulf“ ist nämlich mehr noch als viele andere Effekt-schwangere Werke ein historisches Erlebnis, ganz einfach weil der Film so schnell überholt wurde von der Zeit. Man könnte sagen, er sei schlecht gealtert, man könnte aber auch einwerfen, dass bereits zu seiner Veröffentlichung vor rund drei Jahren „Beowulf“ ein technisch gescheitertes Werk gewesen ist. Im Gegensatz zum „Polarexpress“ und der späteren „Weihnachtsgeschichte“ von den selben Machern, ist Zemeckis‘ „Beowulf“ ein Film für Erwachsene, keinesfalls ein Abenteuer für Jung und Alt. Die Altersfreigabe (FSK 12) mag dem widersprechen, doch die erotisierte Stimmung im Film, deren Personifizierung – ja sinnbildliche Verkörperung – Angelina Jolies wohlgeformter Wasserdämon darstellt, wird durch eine für  den Animationsfilm überraschende Brutalität ergänzt. Psychoanalytisch ausgedrückt: Eros und Thanatos, Lebens- und Todestrieb, machen in diesem Falle jedes unschuldige Märchen zu Nichte.

All das ist natürlich von den Verantwortlichen gewollt. Durch die Schilderung des ausschweifenden Lebens der Krieger und ihrer unzähligen Frauen führt der Film uns ein in die Welt um 600 n. Chr., in welcher der betrunkene König (Anthony Hopkins) halbnackt zur Freude aller vor seinem Thron hin uns her wankt. Das laszive heidnische Leben wird natürlich in der selben Sequenz bestraft durch den brutalen Angriff des Monsters Grendel (Crispin Glover), welches von den lauten Feierlichkeiten in Rage versetzt wird. Grendel ist einerseits ein Sagenwesen, für welches das sich annähernde Christentum keinen Platz hat außer jenem im Grab, doch im selben Moment fungiert es als Racheengel für eine moralische Übertretung, für eine Versündigung. Denn einst hatte der König Grendel gezeugt mit einer Hexe (Jolie). Er war der Verführung der Frau (Eva und Schlange zugleich) verfallen. In seiner Not ruft der Schuldige nach einem Helden, der sein Volk befreit von dem Monster und siehe da! Beowulf (Ray Winstone – digital geliftet und leider kaum wiederzuerkennen) kommt mit seinen Mannen (u.a. Brendan Gleeson), um sich diesem zu stellen. Beowulf ist ein nordischer Krieger durch und durch, ein jüngeres Abbild des Königs. Zemeckis‘ Film treibt diesen Aspekt weiter als die Vorlage, um eine im Mainstream-Kino obligatorische erzählerische Einheit zu schaffen. Zwar erlegt Beowulf Grendel, doch damit ist das Übel längst nicht ausgestanden.

In der mitleidigen Darstellung des deformierten Grendel findet sich eine nachvollziehbare Modernisierung des Stoffes, sind wir doch heutzutage nach ambivalenten Widersachern scheinbar süchtig. Die gleiche Vielschichtigkeit kommt auch dem Helden in der zweiten Hälfte des Films zu, so dass die Story etwas Vertiefung erlangt abseits des klassischen Held-erschlägt-Monster-Motivs, welches an dem Heiligen Georg denken lässt. Die Drehbuchautoren Neil Gaiman und Roger Avary betonen außerdem mit Hilfe erzählerischer Freizügigkeiten die christliche Moral des Films. Nicht von ungefähr steht der verführerischen Hexe (lies: Hure), deren Höhle vor Sexualmetaphern nur so strotzt, die unter ihren wollüstigen Männern leidende Königin (Robin Wright Penn) gegenüber, welche gegen Ende des Films, von einem Geistlichen begleitet, zum Symbol christlicher Tugend, zur symbolischen Mutter ohne Kind wird. Im Aussehen Grendels zeigt sich, wo der Samen des Mannes hingehört hätte.

„Beowulf“ ist dank des Drehbuchs nicht nur auf Schauwerte aus, wenn auch die Technik mit jeder Speerspitze, jeder Träne auf den Wangen der animierten Figuren in den Vordergrund gerückt wird. Doch all das nützt nichts, denn die „Legende“ kommt nie über den Widerspruch zwischen jenen technischen Kinderschuhen, in denen sie steckt und ihrer, wenn auch mit Action geladenen, vor allem ernsten Thematik hinweg. Abseits der Großaufnahmen herrscht in dem Film das Gewusel lebloser Augen, unglaubwürdiger Oberflächen (Diese schreckliche aufgemalte Haut!) und unnatürlich langsam gleitender Bewegungen. Als hätte Zemeckis 1907 ein Musical gedreht, ist sein Film ein dramaturgisch-technisches  Himmelfahrtskommando. Animierte Drachen, Stop-Motion-Drachen, gezeichnete Drachen bergen in sich allenfalls ein Problem des Bedrohungspotenzials für den Zuschauer. Menschen aber, die müssen durch Menschen als Menschen akzeptiert werden. Kein Wunder eigentlich, das Jolies Wasserdämon in Frauengestalt hier noch das glaubwürdigste Geschöpf auf zwei Beinen ist.

Kontrapunkt: Zum Teufel mit der Story!

Wer braucht die schon? Lasst gefälligst die Bilder wirken! Das ist Film: Leben in Bewegung! Lebendigkeit in den Figuren, Realismus! Oder wenigstens ein paar Effekte, wenn der Rest schon nicht passt…

Crazy Heart (USA 2009)

Die hier erzählte Geschichte ist wahrlich keine originelle, nein. Man hat sie schon tausend Mal gesehen. Zuletzt bspw. In „The Wrestler“. Auf jeden Fall gibt ein abgehalfterer Ex-Star seiner Branche, der sich mit seiner Familie verkracht hat und mit mies bezahlten Jobs herumplagt, auch storytechnisch nicht viel her. Doch wissen gerade solche Filme Mickey Rourke oder eben auch der großartige Jeff Bridges in beeindruckenden Performances aufzu- werten. Dazu gesellt sich ein Score, der zum Mitgehen und –fühlen einlädt, auch wenn man Countrymusik sonst nicht viel abgewinnen kann. Da verzeiht man auch die reichlich unglaubwürdige Beziehung zu einer jüngeren Reporterin (Maggie Gyllenhaal) – wieder diese wenig taugende Story – gern. Dank des Hauptdarstellers und der Musik großes Kino.

Scanners II – The New Order (CDN 1991)

Köpfe-Zerplatzenlassen die Zweite, etwas weniger unterkühlt als David Cronenbergs Erstling. Bei der dünnen Story um einen machtgierigen Polizeichef, der mithilfe der gefügig gemachten „Scanner“, Menschen mit telepathischen Fähigkeiten, die Gesellschaft kontrollieren will, wartet man sowieso nur auf die blutigen SFX. Schade nur, dass die ebenso wie Actionsequenzen nur spärlich gesät sind und die mediokren Darsteller mit Schauspielern diesen Mangel nicht übertünchen können. Für Fans der Reihe nett, wer etwas mehr Gekröse mit vergleichbarer Thematik sehen will, greift jedoch zu „Scanner Cop“, auch wenn der weniger auf Spannungskurve setzt.

Mit Herz und Hand (NZ/CH/USA/J 2005)

Fährt ein alter Mann aus Neuseeland zur „Speed Week“ nach Bonneville, Utah, holt nen Weltrekord und fährt wieder heim. Das ist die ziemlich simple Story dieses Films. Und genau so läuft der Film auch ab. Soll heißen: Konflikte, Bangen um das Erreichen des Ziels oder Exkurse sind nicht vorhanden. Getragen wird diese glatt gebügelte Heile-Welt-Schmonzette von einem omnipräsenten und wie immer – ja, auch als Kannibale – sympathischen Anthony Hopkins, der den Film an sich reißt. Das macht den zwar nicht besser, aber immerhin erträglicher und die hübschen Bilder und ein wenig kauziger Humor bekommen in Sachen Highlights Gesellschaft. Ein bisschen sehr viel ausfühlicher habe ich mich nach längerem Fernbleiben einmal mehr in der OFDb geäußert.