gelb! #1 [The New Economy]

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Wer sich schon mal auf diese Seite verirrt hat, wird vielleicht erkannt haben, dass ich auch ein Leben jenseits dieses kleinen Blogs hier führe. Ein Leben erfüllt von kryptischen Filmtheorien, der Rolle Kanadas im Zeiten Weltkrieg und dem Meister-Schüler-Verhältnis in chinesischen Religionen. Höchst spannende Studienthemen, die mir später mal eine glänzende Karriere als Wikipedia-Klugscheißerin ermöglichen werden. Doch Studium, Nebenjob und Blog sind natürlich nicht alles. Der Magister von heute hat ja im Gegensatz zu den zu bedauernden Bachelors und Bacheloretten noch Zeit, seine intellektuellen Energien in extracurricular activities abzuleiten. Da werden dann also Hochschulgruppen und Fachschaftsräte unsicher gemacht und ich bin da keine Ausnahme.

Eine meiner diversen Beschäftigungstherapien heißt Campus TV Jena, eine Sendung auf unserem lokalen Privatsender, bei der ich seit zwei Jahren meine Fähigkeiten im Stativ-Auf-und-Abbauen und mögliche Foltertechniken mit Adobe Premiere Pro verfeinere. CTV besteht aber nicht nur aus Berichten über aktuelle Ereignisse, die niemanden interessieren, der das UHG nicht von der CZS unterscheiden kann, sondern auch aus wiederkehrenden Rubriken mit einem kulturellen Fokus. Nachdem unsere letzte (Über Druck) ausgelaufen ist, musste etwas neues her und das heißt „gelb!“.

In gelb! werden Künstler und ihre Kunst vorgestellt. Ersonnen wurde das Ganze von Norman (Musikkritiker bei Nobono) und mir in einem quälenden Brainstorming-Verfahren, zu dessen Nebenwirkungen anscheinend Nonsense-Rubrikentitel gehören. Dazu kam wenig später die Erkenntnis, dass Vor- und Abspannkonzepte einem am besten auf dem Weg zur Arbeit einfallen und dunkle Wolken immer dann aufziehen, wenn man irgendwo in der Jenaer Pampa steht und gerade auf den Record-Knopf drückt.

Das alles hat natürlich nicht wirklich viel mit Filmen zu tun. Aber da ich nicht wie gewisse andere Blogs über Fußball schreiben kann oder will, weil mir mein Faible für diese Sportart irgendwann im letzten Jahrhundert abhanden gekommen ist, muss eben etwas Lokalkolorit die Posts füllen. Los geht’s mit der Indie-Band The New Economy:

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