gelb! #8 [Sebastian Thiers]

Alles hat eine Ende, insbesondere Campus TV-Rubriken, welche von Studenten ins Leben gerufen wurden, die sich nach der Arbeitslosigkeit (lies: dem Studienende) sehnen. Auf Grund des nahenden magistri-Schicksals vor und hinter den Kulissen erreicht nun auch gelb! die unvermeidliche Zielgerade. Doch bevor wir den Löffel abgeben, gibt’s noch einmal ein besonderes Highlight. Für alle gelb!-Neulinge: In regelmäßigen Abständen haben wir (Norman von Nobono und meine Wenigkeit) seit Juni letzten Jahres Künstler aus Jena und Umgebung porträtiert. Dabei kam uns vom feingeistigen Bildhauer bis zur Metal-Band alles vor die Linse, was den Drehtermin nicht rechtzeitig absagen konnte.

Im Rahmen der achten und letzten Folge haben wir den Schauspieler Sebastian Thiers bei einer Probe besucht. Aufhänger ist das Open Air-Spektakel Die Nibelungen – Lockruf des Goldes, welches ab dem 7. Juli mehrmals auf dem Theatervorplatz in Jena zu sehen sein wird. Sebastian gibt darin den Siegfried und hat uns von seinen Werdegang und dem Alltag eines Schauspielers erzählt.

Mir bleibt nur noch, allen teilnehmenden Künstlern, dem Schnittmeister und Moderator Norman, sowie natürlich den Zuschauern zu danken! Viel Spaß mit der letzten Folge von gelb!

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gelb! #6 [Botchkov Group]

Der Urlaub ist vorbei, lang lebe die Beschäftigungstherapie für von der Praxis verbachlässigte Studenten! Da „Medienwissenschaft“ nicht gleichbedeutend ist mit „lernen, wie man in einem Medium produziert“ oder „lernen, wie man auf den Record-Knopf drückt“, sind Alternativen wie studentische Hochschulgruppen gefragt. CampusTV Jena ist so eine und in der neuesten Ausgabe des Do it Yourself-Formats gelb! haben wir uns nach Weimar begeben, um das Jazztrio Botchkov Group zu besuchen. Es muss ja nicht immer Metal oder Indie sein.

In der früheren Kulturhauptstadt geht es also in dieser Folge etwas ruhiger zu. Sehenswert ist das allemal (soviel zum Eigenlob), nicht zuletzt weil die Botchkovs eine extrem sympathische Truppe sind.

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gelb! #5 [Defloration]

Ich kann nicht behaupten, dass Metal zu meinen liebsten Musikrichtungen gehört, aber gerade deswegen ist eine Rubrik wie gelb! so abwechslungsreich. Nachdem wir in den letzten Folgen zwei Indie-Bands, einen Bildhauer und einen Dirigenten der Jenaer Philharmonie porträtiert haben, ist nun eben brachialer Death Metal dran. Defloration heißt die sympathische Band, die 2001 in Jena gegründet wurde und in der Nähe von Pößneck ein altes Bahnhofsgebäude zum Proberaum umfunktioniert hat. Diesen Drehort haben wir uns natürlich nicht entgehen lassen, also besuchten wir die Band in dem Kaff im Thüringer Hinterland an einem verschneiten Sonntag im Dezember letzten Jahres.

Freundlich wie sie sind, haben uns die Musiker am Bahnhof in Pößneck empfangen und zur Location kutschiert. Dort hieß es dann, gegen das abflauende nachmittägliche Sonnenlicht und die dunkle Wolkenwand am Horizont anzumoderieren, was Norman und Marcus prima hinbekommen haben. Mehr wird nicht verraten, also seht selbst:

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gelb! #4 [Nicholas Milton]

Verkehrt man in den studentennahen Orten Jenas, liegt einem womöglich schon bald der Eindruck auf der Zunge (ist das physisch möglich?), dass in unserem Studentenparadies nur Indiemucke mit Elektronik-Anteilen, Indiemucke ohne Elektronik-Anteile und Elektronische Musik dargeboten wird. Sicher, die ein oder andere Metaltheke wird zelebriert und der Jazzfrühling ist auch nicht zu verachten. Aber gelb! – das sei hier zugegeben – hat in den letzten Folgen eben jenes Klischee leider bestätigt. Die Indieband lost.minds haben wir vorgestellt und die Indieband The New Economy (beide mit Elektronikanteilen), aber es gibt mehr in der Jenaer Musikwelt. Vielleicht nicht viel mehr, aber eben mehr.

Zu diesem MEHR gehört jedenfalls die Philharmonie. Jena hat kein prachtvolles Theater wie Weimar oder Gera, auch keine Oper wie die Landeshauptstadt. Aber immerhin eine Philharmonie. Deren Generalmusikdirektor ist der extrem sympathische Australier Nicholas Milton, den wir für die vierte Folge von gelb! im Volkshaus besucht haben.

Wer sich nach Ansicht der Folge wundert, dass Mr. Milton so selten in action zu sehen ist, dem entgegne ich nur ein Wort: Termine. C’est tout. Viel Spaß beim Anschauen!

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gelb! #3 [lost.minds]

Um es gleich vorweg zu sagen: der Rosenkeller in Jena  hat schon etwas von einer Albtraum-Location für jeden Dreh. Seinem Namen gerecht werdend (dem „Keller“, nicht der „Rose“) ist der „Club“ eng, dunkel, laut und wenn man betrunken ist, wird das dann urig oder authentisch genannt. Ist man nicht betüdelt – was vor und hinter der Kamera von Vorteil sein kann – erweist sich die Rose ästhetisch (visuell und akustisch) gesehen als schwarzes Loch. Besonders wenn man, von einem Studentensender kommend, kein Geld für Lichtkoffer, geschweige denn Scheinwerfer hat. Aber letztere hätten sowieso nicht in den kleinen, spärlich beleuchteten VIP-Raum gepasst, den wir für unser Interview nutzen durften/mussten.

gelb! hat es sich also wie immer zur Aufgabe gemacht, Künstler aus Jena und Umgebung vorzustellen und in der dritten Folge ist die Indietronic-Band lost.minds Aufhänger unserer kleinen Rubrik bei Campus TV Jena. Da die Band an jenem Montag  in jenem Ur-Jenaer Etablissement auftrat, haben wir das zum Anlass genommen, die auch bei Beschaffung von Lichtquellen extrem hilfsbereiten Musiker vor, während und nach Ende des Konzerts zu begleiten. Dass man also in den folgenden Bildern überhaupt etwas erkennt, verdanken wir u.a. den lost.minds und der Band Standek, die uns eine Lampe gespendet haben. Soviel zum Lokalkolorit.

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