Watchmen Trailer

Gestern The Spirit, heute Watchmen. Als gäbe es hier noch nicht genug Trailer für Comicverfilmungen, kommt nun noch einer dazu. Aber nicht irgendein Comic hat Zack Snyder (300) hier verfilmt.

Watchmen von Alan Moore (Text) und Dave Gibbons (Zeichnungen) gilt als eines der besten aller Graphic Novels, hat zahlreiche Preise gewonnen und landete als einziges Comic auf der Liste der vom Time Magazine ausgewählten 100 besten englischsprachigen Romane seit 1923.

Soviel zu den Lorbeeren. Ein paar Worte noch zum Inhalt:

„Watchmen“ is set in an alternate 1985 America in which costumed superheroes are part of the fabric of everyday society, and the „Doomsday Clock“ – which charts the USA’s tension with the Soviet Union – is permanently set at five minutes to midnight. When one of his former colleagues is murdered, the washed-up but no less determined masked vigilante Rorschach sets out to uncover a plot to kill and discredit all past and present superheroes. As he reconnects with his former crime-fighting legion – a ragtag group of retired superheroes, only one of whom has true powers – Rorschach glimpses a wide-ranging and disturbing conspiracy with links to their shared past and catastrophic consequences for the future. Their mission is to watch over humanity…but who is watching the watchmen? (Quelle: ComingSoon.net)

Patrick Wilson, Billy Crudup und Jacky Earle Haley werden Nite Owl, Doctor Manhattan und Rorschach verkörpern.

Leider läuft Watchmen erst am 5. März nächsten Jahres in den deutschen Kinos an. Bis dahin kann man ja den fabelhaften Trailer in Endlosschleife bestaunen oder das Comic lesen.

Bei EmpireOnline, Apple.com und MovieMaze ist der Trailer in guter Qualität zu sehen. Nicht nur das Lied „The End is the Beginning is the End“ der Smashing Pumpkins macht ihn sehenswert. Dieses stammt übrigens vom Batman & Robin (!) Soundtrack.

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Zum Weiterlesen:

Fanboys beherbergen die Redaktion von EmpireOnline, das beweisen ihre Features ein ums andere Mal. Ein Special zur Watchmen-Verfilmung, das eine gute Einführung in die Story bietet, gibt es auf der Seite. Noch dazu haben die Redakteure die Comicvorlage mit dem Trailer verglichen.

Iron Man (USA 2008)

Wer meint, E-Gitarren seien in den spießigen Comicverfilmungen unserer Zeit sträflich unterrepräsentiert, sollte sich Jon Favreaus Iron Man ansehen. Während sein Spinnenkumpan zuweilen im melodramatischen Emogesülz unterzugehen droht, ist Tony Starks Superheldendasein purer Rock’n’Roll. Stände ihm nicht seine Rüstung zur Verfügung, würde Stark seine jeweiligen megalomanischen Gegner wohl einfach unter den Tisch trinken. Eine Revolution des Genres ist Iron Man deswegen noch lange nicht. Spätestens nach ein halben Stunde ist der mitdenkende Zuschauer in der Lage, den Plot der nächsten 90 Minuten herbeizubeten, trotz allem erfüllt der Film seine wichtigste Aufgabe bestens: Er unterhält. Wie könnte er auch scheitern mit einer Figur wie Tony Stark (Robert Downey Jr.) im Spotlight? Ein genialer Erfinder, ein Milliardär, ein exzentrischer Playboy, ein Waffenhändler. Dieser Lord of War des Marvel-Universums ist gerade dabei, einen Deal mit den US-Streitkräften abzuschließen, als er in Afghanistan von Terroristen entführt wird.

Am Leben gehalten von einem Magneten in seiner Brust, wird er in der Gefangenschaft damit beauftragt, eine seiner tödlichen Waffen zu bauen. Stattdessen beginnt Stark mit der Konstruktion einer eisernen Hightech-Rüstung, die sein Ticket in die Freiheit wird. Angetan von seiner Erfindung und angewidert vom eigenen Status als Händler des Todes, distanziert er sich von der Rüstungsindustrie und wird zum Iron Man. Doch wer war der Drahtzieher seiner Entführung? Das Skript durchläuft einige altbekannte Stufen der Superheldenentwicklung, von der Entdeckung der eigenen Verantwortung nach einem Schlüsselerlebnis, über das Austesten der eigenen Kräfte zu Lasten der Innenarchitektur, inklusive einiger Slapstickelemente, bis hin zur finalen Konfrontation mit dem übermächtigen Bösewicht.

Dass Iron Man trotz seiner Vorhersehbarkeit nicht langweilt, geht zurück auf die komischen Momente, in denen der Film seinen Helden an den gefährlichen Stellen potenzieller heroischer Überhöhung auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Gerade der Entwicklungsprozess des charakteristischen Anzugs, der von Favreau ausführlich mit komödiantischen Effekten gezeigt wird, sorgt mit seinem höchst amüsanten Trial-and-Error-Format dafür, dass Stark nicht zum gewöhnlichen Superman mutiert. Nun wissen wir auch: Bei einem Test der Schubkraft gleich mit 10% anzufangen, ist eine schlechte Idee.

Eine Actionkomödie ist Iron Man ihrem Wesen nach, welche die Klippen der dem Genre eigenen melodramatischen Momente umschifft und sich zurecht ganz auf das Charisma seines Hauptdarstellers verlässt. Der Film steht und fällt mit Robert Downey Jr., der als Alleinunterhalter seinen Tony Stark zum interessantesten und witzigsten Superhelden-Alter Ego seit Hellboy aufbaut. Unser Zuschauerwissen über seine vergangenen Drogeneskapaden steht dabei in einer unabdingbaren Wechselwirkung mit seiner Darbietung. Man könnte meinen, Downey rekreiere in Iron Man seine eigene Wiedergeburt nach dem Absturz. Mit vergleichbarer Spielfreude glänzt der Rest der hochkarätigen Besetzung: Terrence Howard als Militärkumpel Jim Rhodes, Gwyneth Paltrow als Assistentin Pepper Potts und der kaum wieder zu erkennende Jeff Bridges als zwielichtiger Geschäftspartner Obadiah Stane.

Favreaus Ansatz, auf jeden Pathos zu verzichten und das dramatische Geschehen nicht allzu ernst zu nehmen, resultiert in einem bewusst flachen Actionabenteuer. Gerade das ist der Grund, warum Iron Man einige seiner Konkurrenten hinter sich lässt, schließlich möchte der Film gar nicht mehr sein als Popcornkino mit ein paar eingeflochtenen zeitgeschichtlichen Referenzen. Das für einen Blockbuster ungewöhnliche Schauspielerpersonal, der häufig am Set improvisierte Wortwitz und die weitgehend straffe Erzählweise sorgen dafür, dass Iron Man trotz gigantischer Logiklöcher und der nicht gerade einfallsreichen Geschichte alle im voraus gegebenen Versprechen einlöst. Mehr noch: Er weckt tatsächlich den ehrlichen Wunsch nach einer Fortsetzung.

[Eine Anmerkung am Rande: Ich empfehle jedem Zuschauer, bis nach dem Abspann des Films im Kinosaal zu verweilen.]


Zur Einstimmung der deutsche Trailer:

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Iron Man Trailer

Diese Comicverfilmung sieht ausnahmsweise recht vielversprechend aus. Den Iron Man alias Tony Stark gibt der in bester Komödiantenlaune aufspielende Oscar-nominierte Robert Downey Jr. Das Casting bietet außerdem noch die Oscarpreisträgerin Gwyneth Paltrow und die Oscar-nominierten Jeff Bridges, Terrence Howard und Samuel L. Jackson. Wenn das mal nicht der Besetzung von The Dark Knight Konkurrenz macht! Regie führt Jon Favreau.

Iron Man startet am 1. Mai in den deutschen Kinos.

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