Die 100 besten Filme aller Zeiten… mal wieder

Womit verbringen Filmkritiker, wenn sie nicht gerade im Kino sitzen oder ihrem Beruf nachgehen, am liebsten ihre Zeit? Na Klar, sie machen Listen. Die besten Filme des Jahrzehnts, die besten Filmfiguren, die besten Kostüme von Marlene Dietrich und natürlich die Mutter aller Listen, die besten Filme aller Zeiten, dürfen in keinem Kritikernotizbuch fehlen.

Die Cahiers du Cinema, ihrerseits Mutter und wohl auch selten gesehener Onkel aller Filmzeitschriften, hat sich mal zur Freude aller Cineasten an einer solchen Liste versucht und zum Wohle eines demokratischen Wahlverfahrens ganze 78 Kritiker und Filmhistoriker befragt. Herausgekommen ist eine Zusammenstellung, die alles in allem die Zunft professioneller Listenerstellung nicht revolutionieren, dafür aber dennoch für einige Diskussionen sorgen dürfte.

…Trommelwirbel für die angeblich hundert besten Filme aller Zeiten:

[Zur Diskussion der Liste, bitte nach unten scrollen]

  1. Citizen Kane – Orson Welles
  2. The Night of the Hunter – Charles Laughton
  3. The Rules of the Game (La Règle du jeu) – Jean Renoir
  4. Sunrise – Friedrich Wilhelm Murnau
  5. L’Atalante – Jean Vigo
  6. M – Fritz Lang
  7. Singin’ in the Rain – Stanley Donen & Gene Kelly
  8. Vertigo – Alfred Hitchcock
  9. Children of Paradise (Les Enfants du Paradis) – Marcel Carné
  10. The Searchers – John Ford
  11. Greed – Erich von Stroheim
  12. Rio Bravo – Howard Hawkes
  13. To Be or Not to Be – Ernst Lubitsch
  14. Tokyo Story – Yasujiro Ozu
  15. Contempt (Le Mépris) – Jean-Luc Godard
  16. Tales of Ugetsu (Ugetsu monogatari) – Kenji Mizoguchi
  17. City Lights – Charlie Chaplin
  18. The General – Buster Keaton
  19. Nosferatu the Vampire – Friedrich Wilhelm Murnau
  20. The Music Room – Satyajit Ray
  21. Freaks – Tod Browning
  22. Johnny Guitar – Nicholas Ray
  23. The Mother and the Whore (La Maman et la Putain) – Jean Eustache
  24. The Great Dictator – Charlie Chaplin
  25. The Leopard (Le Guépard) – Luchino Visconti
  26. Hiroshima, My Love – Alain Resnais
  27. The Box of Pandora (Loulou) – Georg Wilhelm Pabst
  28. North by Northwest – Alfred Hitchcock
  29. Pickpocket – Robert Bresson
  30. Golden Helmet (Casque d’or) – Jacques Becker
  31. The Barefoot Contessa – Joseph Mankiewitz
  32. Moonfleet – Fritz Lang
  33. Diamond Earrings (Madame de…) – Max Ophüls
  34. Pleasure – Max Ophüls
  35. The Deer Hunter – Michael Cimino
  36. The Adventure – Michelangelo Antonioni
  37. Battleship Potemkin – Sergei M. Eisenstein
  38. Notorious – Alfred Hitchcock
  39. Ivan the Terrible – Sergei M. Eisenstein
  40. The Godfather – Francis Ford Coppola
  41. Touch of Evil – Orson Welles
  42. The Wind – Victor Sjöström
  43. 2001: A Space Odyssey – Stanley Kubrick
  44. Fanny and Alexander – Ingmar Bergman
  45. The Crowd – King Vidor
  46. 8 1/2 – Federico Fellini
  47. La Jetée – Chris Marker
  48. Pierrot le Fou – Jean-Luc Godard
  49. Confessions of a Cheat (Le Roman d’un tricheur) – Sacha Guitry
  50. Amarcord – Federico Fellini
  51. Beauty and the Beast (La Belle et la Bête) – Jean Cocteau
  52. Some Like It Hot – Billy Wilder
  53. Some Came Running – Vincente Minnelli
  54. Gertrud – Carl Theodor Dreyer
  55. King Kong – Ernst Shoedsack & Merian J. Cooper
  56. Laura – Otto Preminger
  57. The Seven Samurai – Akira Kurosawa
  58. The 400 Blows – François Truffaut
  59. La Dolce Vita – Federico Fellini
  60. The Dead – John Huston
  61. Trouble in Paradise – Ernst Lubitsch
  62. It’s a Wonderful Life – Frank Capra
  63. Monsieur Verdoux – Charlie Chaplin
  64. The Passion of Joan of Arc – Carl Theodor Dreyer
  65. À bout de souffle – Jean-Luc Godard
  66. Apocalypse Now – Francis Ford Coppola
  67. Barry Lyndon – Stanley Kubrick
  68. La Grande Illusion – Jean Renoir
  69. Intolerance – David Wark Griffith
  70. A Day in the Country (Partie de campagne) – Jean Renoir
  71. Playtime – Jacques Tati
  72. Rome, Open City – Roberto Rossellini
  73. Livia (Senso) – Luchino Visconti
  74. Modern Times – Charlie Chaplin
  75. Van Gogh – Maurice Pialat
  76. An Affair to Remember – Leo McCarey
  77. Andrei Rublev – Andrei Tarkovsky
  78. The Scarlet Empress – Joseph von Sternberg
  79. Sansho the Bailiff – Kenji Mizoguchi
  80. Talk to Her – Pedro Almodóvar
  81. The Party – Blake Edwards
  82. Tabu – Friedrich Wilhelm Murnau
  83. The Bandwagon – Vincente Minnelli
  84. A Star Is Born – George Cukor
  85. Mr. Hulot’s Holiday – Jacques Tati
  86. America, America – Elia Kazan
  87. El – Luis Buñuel
  88. Kiss Me Deadly – Robert Aldrich
  89. Once Upon a Time in America – Sergio Leone
  90. Daybreak (Le Jour se lève) – Marcel Carné
  91. Letter from an Unknown Woman – Max Ophüls
  92. Lola – Jacques Demy
  93. Manhattan – Woody Allen
  94. Mulholland Dr. – David Lynch
  95. My Night at Maud’s (Ma nuit chez Maud) – Eric Rohmer
  96. Night and Fog (Nuit et Brouillard) – Alain Resnais
  97. The Gold Rush – Charlie Chaplin
  98. Scarface – Howard Hawks
  99. Bicycle Thieves – Vittorio de Sica
  100. Napoléon – Abel Gance

Ein paar Anmerkungen, über die man streiten kann:

Die wievielte Liste ist das nun, die Citizen Kane auf Platz eins hievt? Egal, wie sehr Welles‘ Film den Platz verdient hat, eine mutigere Entscheidung hätte zumindest für etwas Überraschung gesorgt.

Charles Laughtons Die Nacht des Jägers auf Platz zwei! Ist endlich eine Wiederentdeckung fällig? Wohl kaum, sagt das pessimistisch gestimmte Herz. Dennoch Daumen hoch für die Wahl!

Jean Renoir auf Platz drei… verdammt, die BFI-DVD ist vollkommen überteuert. Bis zur Preissenkung oder deutschen DVD-Veröffentlichung muss das abgenutzte Videoband genügen.

Es folgen die üblichen Verdächtigen, denen man ohne schlechtes Gewissen zustimmen kann.

Chaplin gewinnt knapp vor Keaton. Schade. Das aber ist Geschmackssache, ich geb’s zu.

Ein bisschen Asien wurde auch untergebracht mit Ozu, Mizoguchi und Ray. Auffallend: Es fehlen moderne Regisseure wie Wong Kar-Wai, John Woo, Park Chan-Wook, Takeshi Kitano, Zhang Yimou, Kim Ki-Duk oder Takashi Miike. Zu diesem Grundproblem später mehr.

Die Verachtung (15) (Yay!)

Der Leopard (25) (Yay!)

Panzerkreuzer Potemkin landet relativ weit hinten auf Platz 37, ebenso Der Pate (40), (46) und Kurosawa (Die Sieben Samurai, 57).

Alfred Hitchcock hat es dreimal auf die Liste verschlagen. Vertigo (8) und Der Unsichtbare Dritte (28) sind nachvollziehbar, Berüchtigt (38) weniger. Wo sind „Psycho“, „Die Vögel“ und v.a. „Das Fenster zum Hof“? Zeigt sich hier doch einmal das wagemutige Wesen der Franzosen?

Mit 2001: Odyssee im Weltraum (43) und Barry Lyndon (67) schafft es Stanley Kubrick verdient zweimal auf die Liste. Der vielfach unterschätzte „Barry Lyndon“ erfreut besonders, schließlich schreien „Uhrwerk Orange“ oder „Full Metal Jacket“ penetranter nach Aufmerksamkeit.

Die Scharlachrote Kaiserin von Josef von Sternberg auf Platz 78! Yay!

Wow, ein aktueller Film ist auch zu finden! Pedro Almodovars Sprich mit ihr hat es immerhin auf Platz 80 geschafft. Das kommt ja fast schon der vermissten Revolution gleich. Aber nur fast.

Der Partyschreck mit Peter Sellers hat sich auf Platz 81 in eine Bestenliste geschlichen! Num num!

Und noch ein aktuelles Werk: Mulholland Drive (94) von David Lynch. Sind sie denn noch ganz bei Trost? Da hat sich aber jemand in eine Videothek geschlichen.

Howard Hawks, Vittorio de Sica und Abel Gance schließen diese Top 100 ab und das Fazit lautet: Französische Cineasten scheinen in einer Zeitblase gefangen zu sein. Zumindest die Wahlberechtigten haben sich irgendwann in den Achtziger Jahren den Kinobesuch abgewöhnt, um nur noch ihre alten Cahiers-Ausgaben zu streicheln, heimlich, still und leise in ihrem Kämmerchen, das wahrscheinlich von Asta Nielsen-Plakaten geziert wird.

Glaubt man der Liste, hat das deutsche Kino seit dem Ende der Stummfilmzeit aufgehört zu existieren. Wie kann man sonst das Fehlen von Rainer Werner Fassbinder erklären? Vom Neuen Deutschen Film sei hier gar nicht erst die Rede.

Die Deutschen können sich jedoch noch glücklich schätzen, denn eine andere europäische Nation hat es wesentlich schwerer getroffen. Der tendenzielle Minderwertigkeitskomplex, mit dem die Briten ihre Filmgeschichte betrachten erhält durch diese Liste weitere Nahrung, denn KEIN britischer Film hat es unter die hundert Besten geschafft! Nun könnte man beruhigend mein: Tja, die Iren haben auch keinen. Aber das  Argument dürfte niemanden aus der Depression retten.

Wer mit dem britischen Film ausschließlich sozialkritisches Kino verbindet, vergisst, dass David Lean („Oliver Twist“, „Lawrence von Arabien“) dazu zählt, ebenso wie Carol Reed („Der Dritte Mann“) und Michael Powell („Irrtum im Jenseits“, „Peeping Tom“). Dies sind noch die gängigen Regisseure, die internationale Bestenlisten bevölkern.

Die unzähligen französischen Meister, denen stattdessen ein Platz zugestanden wurde, sollten wohl zum Zweifel an der breiten Auswahlbasis des ganzen Vorhabens berechtigen. Die Notwendigkeit der Nennung von Jean Renoir, Marcel Carné oder Alan Resnais sehe ich ein, eine Bestenliste ist ohne Die Spielregel oder Kinder des Olymp einfach unvollständig. Ist aber ein Zugeständnis von zwei oder drei Filmen für diese Regisseure gerecht? Müsste dann nicht auch der große Ingmar Bergman durch mehr als nur einen Film (Fanny und Alexander, 44) vertreten sein? Der offensichtliche Faible der Wähler für klassische Auteurs würde dafür sprechen.

Eine gleichmäßigere Verteilung der Filme pro Regisseur (z.B. nicht mehr als zwei) hätte vielleicht wenigstens dem internationalen Kino der letzten 25 Jahre zum Einzug in die Bestenliste verhelfen können. Das Argument, Filme sollten sich erstmal über Jahrzehnte hinweg bewähren, wird an dieser Stelle abgeschmettert, schließlich hat die Liebe der Wähler für Autorenfilmer aktuellen Filmen von Almodovar und Lynch den Weg in die Liste geebnet.

Ich bin beileibe nicht der Typ Cineast, der Pulp Fiction oder Fight Club in die Top 20 aufnehmen würde, aber wenn selbst Werke von Sam Peckinpah, Martin Scorsese, Robert Altman und Terrence Malick fehlen, verleitet die Auswahl unweigerlich zum Stirnrunzeln. Zugegeben, eine Bestenliste, die zur Abwechslung mal Die Verurteilten übersieht (der absolut nichts auf so einer Liste zu suchen hat) ist ein seltenes Vergnügen. Die fast völlige Ignoranz gegenüber der neueren Filmkunst, geschweige denn der Kinos der Zweiten und Dritten Welt, untermauert jedoch schlussendlich die Unglaubwürdigkeit des ganzen Unterfangens.

Alternativen:

Die Top 100 vom Time Magazine (ungeordnet).

Die Top 100 von Entertainment Weekly.

Empire hat mal eben die 500 (!) besten Filme aller Zeiten wählen lassen.

Die von den Usern gewählte Top 250 der IMDb. Platz eins: „Die Verurteilten“.

Sight and Sound führt alle zehn Jahre einen Top Ten-Poll durch. Die Ergebnisse vom letzten (2002) und allen davor findet man hier.

Bei Britmovie wählen die User tagtäglich die hundert besten britischen Filme aller Zeiten.

Das American Film Institute hat natürlich auch nichts besseres zu tun, als regelmäßig die 100 besten amerikanischen Filme aller Zeiten zu wählen.

11 Antworten auf „Die 100 besten Filme aller Zeiten… mal wieder“

  1. Und noch ein aktuelles Werk: Mulholland Drive (94) von David Lynch. Sind sie denn noch ganz bei Trost?

    Hey, das will ich nicht gehört, beziehungsweise gelesen haben. ;-)

    Ansonsten ist eine Liste so gut und so schlecht, wie die Andere, und damit eigentlich nicht mehr als amüsanter Schall und Rauch…

  2. Hab nichts gegen Mullholland Drive (auch, wenn ich bei jeder Sichtung eingeschlafen bin). War eher ironisch gemeint, dass sie ganze zwei (!) aktuelle Filme aufzählen. ;)

  3. Also ich kenn da ja mal erstaunlich wenig von. Oder, anders ausgedrückt: Scheinbar habe ich noch GAR KEINEN der 100 besten Filme aller Zeiten gesehen.

  4. Zur Liste bzw. deinen Anmerkungen Jenny:

    1.) Dass Hitchcocks „Die Vögel“ in der Liste nicht vertreten sind, ist sehr nachvollziehbar. Es ist ein guter Film, der aber gleichsam unter Hitchcocks Werken einer ist, der am meisten überschätzt und mittlerweile (was die Effekte angeht) am schlechtesten gealtert ist. Hitchcock war immer dann gut, wenn er die Suspense durch menschliche Bedrohung und dadurch eben durch psycho-pathologische Untiefen generierte. Und das ist genau der Grund, warum „Die Vögel“ nur ein guter, aber kein großartiger Film ist: die Bedrohung wirkt fremd, nicht vertraut; kommt von außen, nicht von innen.

    2.) Auch das Fehlen sämtlicher Vertreter des Jungen Deutschen Films ist vertretbar. Man kann nicht aus jeder Stilepoche einen Film (den wichtigsten) auswählen und dann da reinpacken, sondern muss eben auch selektieren, auch wenn das manchmal willkürlich erscheint. Und der Italienische Neorealismus hat imho wichtigere und beeindruckendere Filme hervorgebracht als dieser ganze Crap (da war es wieder ^^) der neuen Sachlichkeit im deutschen Kino.

    3.) Tatsächlich gehört für mich (genau wie für dich) jedoch auch „Der dritte Mann“ ebenso wie „Lawrence von Arabien“ in die Liste, um dem Britischen Film zu würdigen. Von „Gandhi“ oder „Die Einsamkeit des Langstreckenläufers“ ganz zu schweigen. Übrigens: Hier ein weiterer Link zu den besten Brit-Filmen: http://www.bfi.org.uk/features/bfi100/

    4.) „Die Verurteilten“ ist ein großartiger Film. Punkt. Allerdings hat er in den Top 20 meiner Meinung nach nichts verloren. Darüber hinaus gehört er aber in die 100er Liste. Und „Papillon“ (gleiches Genre) sowieso.

  5. 1.) „Die Vögel“ würde ich nicht unbedingt in die Liste aufnehmen. Mein Argument zielte nämlich darauf ab, dass „Berüchtigt“ eine seltsame Wahl für die Top 100 ist. Die von mir genannten anderen Filme lägen zumindest näher und gerade „das Fenster zum Hof“ würde von mir auf jedenfall in die Liste aufgenommen werden (wenn Hitch unbedingt durch drei Filme vertreten werden muss).
    Ich glaube allerdings nicht, dass der Film (die Vögel) schlecht gealtert ist. Im Gegenteil, ich war damals extrem beeindruckt vom Sounddesign und der Inszenierung, also den Mitteln, mit denen Hitchcock die Spannung aufbaut. Dem können auch die etwas lächerlich wirkenden Vogelattrappen nichts anhaben.

    2.) Ähnliches gilt für den Neuen Deutschen Film. Der muss nicht notwendigerweise auftauchen, aber z.B. Wenders wird gern in solchen Listen genannt (und ich bin kein Fan von ihm). Alternative deutsche Regisseure, die allerdings auftauchen sollten: besagter Fassbinder und Werner Herzog.

    3.) „Gandhi“ wäre nicht mein Favorit, aber „Die Einsamkeit..“ oder „Saturday Night and Sunday Morning“, „Peeping Tom“, „Get Carter“ etc. durchaus.
    „Der Dritte Mann“ hingegen muss einfach darein. Der verdient das wie auch „Die Spielregel“, „Fahrraddiebe“ oder „La Jetee“.

    4.) „Die Verurteilten“ ist ein guter Film, aber nicht einer der besten aller Zeiten. Punkt. ;-)

  6. Gibt es tatsächlich nochmal eine Unterscheidung zwischen Neuen und Jungen Deutschen Film?
    Ich muss ja zu meiner Schande gestehen, dass meine Kenntnisse, was Herzog- oder Fassbinder-Filme angeht, bisher eher minderbemittelt sind. Sprich: Ich glaube, ich habe noch nichts von denen gesehen. Aber wenn das auch son langweilig-anstrengender Realismus-Alltagskram über Westdeutschland ist wie der Neorealismus seinerzeit in Italien, ist es nur redundanter Bullshit ;-) (ohohoh, ich sehe schon die Schläge und endlosen Filmnächte auf mich zukommen).
    BTW: Bitte nochmal wegen der fetten Filmtitel bei meiner „Army of Darkness“-Kritik (und allgemein den Post) schauen: „Braindead“ und „Matrix“ wurden nicht ansatzweise hervorgehoben. Danke!

  7. Bin nicht gerade ein Experte für den Deutschen Film, aber die Bezeichnung „Neuer Deutscher Film“ kenn ich nur in Verbindung mit Wenders, Schlöndorff etc.
    Der „Junge Deutsche Film“´… keine Ahnung. Hätte ich jetzt spontan mit der Berliner Schule in Verbindung gebracht (Petzold, Hochhäusler…), also aktuelleren Werken.
    Ich glaube allerdings, sowas großartiges wie es DeSica oder Visconti zu Neorealismuszeiten gedreht haben, dazu ist der Deutsche Film nicht fähig. Aber das ist eine andere Diskussion…

  8. hab das nochmal gecheckt, du hast Recht. Hier das Zitat aus dem Sachlexikon des Films (man könnte denken, in meiner Bruchbude gibt’s nur ein Buch ;):

    Neuer Deutscher Film: „Begriff für die Epoche des Deutschen Films, in der junge Filmemacher Mitte der 60er Jahre sich thematisch strikt abgrenzten von den Arbeiten der Altbranche [Anm. von mir: Heimat-, Karl May- und Edgar Wallace-Filme], der sie vorwarfen, bloß die konventionelle Tradition fortzusetzen. Der Neue Deutsche Film, zunächst auch häufig als Junger deutscher Film (!) bezeichnet… bla bla bla“

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