Breaking News: Michael Sheen ist Blofeld im neuen James Bond-Film

Michael Sheen zerstreut Gerüchte über seinen Auftritt im nächsten James Bond-Abenteuer und zeigt uns in seiner ganzen Overacting-Awesomeness, wie es aussehen würde, wenn er den Bösewicht Blofeld spielen dürfte.

(via)

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Kurtz & Knapp VII

Der Vorleser (USA/D 2008)

Ohne Kate ein Film, der keine Oscarnominierung verdient hätte. David Kross ließ sich von seiner Filmpartnerin offensichtlich nicht einschüchtern und bietet der souverän – aber auch nicht mehr – aufspielenden Britin unangestrengt Paroli. Jenseits vom Schulddiskurs sucht man jedoch vergeblich nach Tiefe in dem wandelnden Alterunterschied, der sich Beziehung nennt. Verantwortlich dafür sind jedoch weder Kross noch Kate Winslet und nicht einmal Ralph Fiennes, der als „Kross in alt“ recht enttäuschend sein übliches Schtick durchzieht.

Vielmehr will die episodische, aber sonnige erste Hälfte mit der betont düsteren, kammerspielartigen zweiten nicht recht zusammenpassen. Da hilft es auch nicht weiter, dass nahezu alle anderen Figuren (also die deutschsprachige Schauspielelite) nahezu unangetastet vorbei fliegen. Von Daldry hätte ich mehr erwartet.

The Wrestler (USA/F 2008)

Ohne Mickey ein Film… Oder besser: Mickey Rourke ist der Film. Als Randy „The Ram“ Robinson ist der Ex-Boxer und Wieder-Schaupieler eine Offenbarung, da stören auch die zuweilen plakativen Wendungen des Plots und Darren Aronofskys – zum Glück zurückhaltende – visuelle Spielereien nicht. Mickey Rourke vereint in seinem gemarterten Körper Herz, Seele, Schweiß und v.a. auch Blut des Films, denn sein Wrestler ruft in Erinnerung, was Method Acting eigentlich heißt. Er treibt diese Kunst gleichzeitig in neue Höhen.

Bei allen Eskapaden, bei allen physischen und psychischen Niederschlägen bewahrt Rourke seinem Randy Würde und Selbstbestimmung, so dass seine Entscheidungen gerade gegen Ende des Films eben nicht nur wie Drehbuchanweisungen wirken. Wo allerdings Randys unterschwellige Sucht nach Schmerz aufhört und Rourkes Tour de Force-Dasein anfängt, das kann und will man am Ende schlicht nicht mehr ausmachen.

Frost/Nixon (USA/GB/F 2008)

A.k.a. „Journalismus – Eine Lehrstunde“. Die Interviews sind legendär und längst auf DVD zu haben, wozu noch ein Film? Weil Peter Morgans Drehbuch Interviewer und Interviewten wie Spiegelbilder gegenüber sitzen lässt. Der oberflächliche Celebrity und der von seinem Land ge(sc)hasste Ex-Präsident, sie beide sind süchtig nach dem strahlenden Licht der Öffentlichkeit, doch am Ende kann es tatsächlich nur einen geben.

Wahrscheinlich war der stets anpassungsfähige Ron Howard genau der richtige, um den an Psychospielchen reichen Stoff der starren Theaterbühne zu entheben und  ihn spannend für die Leinwand aufzubereiten. Zu Diensten ist ihm das sich geradezu perfekt ergänzende Paar Michael Sheen und Frank Langella. Beide tänzeln in ihrem Kampf der Worte geschickt durch den Ring, jeder von ihnen mal Jäger, mal Gejagter. Von Howard hätte ich soviel Spannung nicht erwartet.

Trailer: Frost/Nixon

Drei Jahre nachdem Richard Nixon im Angesicht eines drohenden Absetzungsverfahrens als Präsident der Vereinigten Staaten zurücktrat, gewährte er dem britischen Journalisten David Frost ein paar Interviews. In deren Verlauf wurde der Ex-Präsident u.a. mit seiner Schuld am Watergate-Skandal konfrontiert.

Zitate wie „Well, when the president does it, that means it is not illegal“ führten zur Legendenbildung um dieses Aufeinandertreffen, das Peter Morgan schließlich in ein preisgekröntes Theaterstück verwandelte.

2006 feierte Frost/Nixon in London Premiere, nun wurde es von Ron Howard („A Beautiful Mind“) verfilmt. Howard übernahm dabei die beiden Hauptdarsteller der Bühnenversion: Frank Langella („Superman Returns“) spielt Nixon, Michael Sheen („Die Queen“) spielt den Talk Show-Host Frost.

Mit von der Partie in der Filmversion, die sich gute Chancen bei den Oscars ausrechnen darf, sind Kevin Bacon, Toby Jones, Matthew Macfadyen, Oliver Platt und Sam Rockwell.

Am 12. Februar startet Frost/Nixon in den deutschen Kinos. Bei MovieMaze oder unten gibt es den Trailer.

Wer sich für das ursprüngliche Interview interessiert, kann zahlreiche Clips daraus bei YouTube einsehen (z.B. mit den Keywords „Frost Nixon Interview“) oder auf der Homepage des Guardian ein editiertes Transkript lesen.

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