Watchmen (USA/CDN/GB 2009)

Watchmen von Zack Snyder besteht zu 80% aus einer Imitation und zu 20% aus einer Adaption. Dieses Verhältnis führt zum Schluss, dass der Film nicht im entferntesten „inspiriert von“ der Comicvorlage ist, der Ausdruck „basierend auf“ aber auch eine massive Untertreibung darstellt. So profiliert sich Snyder, der zuvor mit dem Remake „Dawn of the Dead“ und der Comicverfilmung „300“ von sich reden gemacht hatte, als der Anti-Auteur Hollywoods. Den Handwerkern, welche sich ganz in den Dienst der Vorlage oder des Studios stellen, kann man ihn nicht unwidersprochen zuordnen, da sein visueller Stil einem zu prägnant in Erinnerung ruft, man sieht einen Film „directed by Zack Snyder“. Die persönliche Handschrift eines Auteurs sollte hingegen aus den Metaebenen herauszulesen sein. Jenseits vom bloßen Plot sucht man da nach thematischen Verknüpfungen zwischen den einzelnen Werken, die weniger etwas mit der Vorlage als vielmehr mit der Persönlichkeit des künstlerischen „Genius“ hinter der Kamera zu tun haben.

Die einzigen Schöpferpersönlichkeiten, die einem bei Ansicht von „Watchmen“ in den Sinn kommen, die Menschen also, von denen man in bestimmten Momenten des Films denkt „da hat er/sie etwas künstlerisch wertvolles geschaffen“, heißen Dave Gibbons und Alan Moore. Betrachtet man „Watchmen“ mit Kenntnis der Vorlage, beschleicht einem nämlich selten das Gefühl, ein eigenständiger Film laufe da auf der Leinwand ab. So massiv ist Snyder Sklave seiner Vorlage, selbst die einzelnen Kapitel (ursprünglich die einzelnen Ausgaben der Serie) sind im Bewegungsbild, das da projiziert wird, auszumachen. Das Streben nach einer werkgetreuen Adaption mit den Enttäuschungen „From Hell“ und „The League of Extraordinary Gentlemen“ in unmittelbarer Erinnerung, hat einen „Film“ produziert, der die formalen Eigenschaften des Mediums sein eigen nennt und doch als Adaption weniger Existenzberechtigung besitzt, als die beiden genannten. Im Gegensatz zu jenen ist „Watchmen“ allerdings ein manchmal fast schon guter Film.

Erzählt wird – wie auch in der später als Graphic Novel vermarkteten Serie von Moore und Gibbons – der Plot eines Krimis vor dem Hintergrund einer alternativen Version der USA in den 80er Jahren. In der sind kostümierte Vigilanten (lies: Superhelden) nicht mehr Stoff der Fiktion von Comicschreibern, sondern Realität. Zwei Generationen kämpften gegen die Unterwelt und ihre Schurken, bis die Helden für Regierungszwecke engagiert und in der Folge auf Grund ihrer fehlenden Popularität durch den Keene-Act verboten wurden. In diesen USA war es nicht mehr nur die Nationalgarde, die auf Protestanten schoss, sondern eben auch die politisch instrumentalisierten Vigilanten. Denen, speziell Dr. Manhattan (Billy Crudup), verdankt Präsident Nixon auch seine fünf Amtszeiten, denn der einzige tatsächlich mit Superkräften ausgestattete Superheld sorgte für den Sieg der USA im Vietnamkrieg. Im Oktober 1985 nun wird einer von ihnen ermordet: The Comedian (Jeffrey Dean Morgan). Während seine maskierten Kollegen in Rente gegangen oder in Regierungsdienste getreten sind, ist Rorschach (Jackie Earle Haley) der einzige in der Illegalität aktive Vigilant und er ist es auch, der eigene Ermittlungen in diesem Mordfall aufnimmt. Rorschach wittert eine Verschwörung, die Schritt für Schritt die Ex-Helden auszulöschen sucht.

Doch „Helden“ ist eigentlich schon eine unscharfe Bezeichnung, betrachtet man sie als sich für ein Ideal aufopfernde moralische Vorbilder. Realismus war eine Besonderheit der Herangehensweise von Alan Moore und Dave Gibbons, als sie „Watchmen“ schufen, schließlich spielten sie einerseits mit der Frage, wie eine Gesellschaft auf Superhelden reagieren würde, andererseits  zeichneten sie Psychogramme verschiedener Persönlichkeitstypen, die sich ausgerechnet für ein Leben hinter der Maske entscheiden. Da ist der augenscheinlich soziopathische Faschist, der über Leichen geht (The Comedian), die nach Aufmerksamkeit süchtige Mutter (Silk Spectre), die ihre Tochter in die Heldenrolle zwingt (Silk Spectre II), der Idealist und tendenzielle Megalomane (Ozymandias), der unscheinbare Normalo, der erst im Kostüm zu eigener Selbstsicherheit findet (Nite Owl II), der durch einen Unfall verwandelte Wissenschaftler (Dr. Manhattan) und schließlich der psychotische Bestrafer (Rorschach). Moore und Gibbons schufen also ein Comic, dessen Auseinandersetzung mit dem eigenen Medium im Zentrum steht. Ein Comic über Comics, das vor Verweisen auf unzählige Intertexte nur so strotzt, eines, welches mit seinen strukturellen Symmetrien, dem überbordenden Symbolismus, den Geschichten innerhalb der Geschichte nicht nur zum mehrfachen Lesen einlädt, sondern dezidiert dazu auffordert.

In welchen Zeiten ist die Adaption einer solchen Dekonstruktion des Superheldentums für die Kinos besser aufgehoben, wenn nicht in unseren? Seit Jahren schmeißen die Studios in Hollywood eine Comicverfilmung nach der anderen auf den Markt und wie The Dark Knight, Iron Man und Hellboy II letztes Jahr bewiesen hatten, giert das Publikum noch immer nach weiteren Abenteuern ihrer Helden. Doch Snyder hat im Gegensatz zu Nolan, Favreau und Del Toro einen zweifachen Fluch auf sich geladen. Nicht nur den Heiligen Gral des Genres sollte er verfilmen. Watchmen war auch noch eine auf zwölf Ausgaben beschränkte Serie, die nicht über Jahre hinweg verschiedene Geschichten und Inkarnationen durchlaufen hatte. Snyder kann daher wie der Regisseur einer klassischen Literaturverfilmung an einer einzigen konkreten Vorlage gemessen werden. Entscheidend für die Einschätzung des Endergebnisses ist, nach welchen Kriterien man dabei vorgeht. Hier muss jeder Kinobesucher, ob Fan der Vorlage oder nicht, selbst entscheiden. Meine Herangehensweise an Adaptionen lässt sich kurz so zusammenfassen: a) Eine Adaption sollte als eigenständiges (Kunst-)Werk funktionieren, d.h. 1.) dass die Kenntnis der Vorlage nicht von Nöten ist, sowie 2.) die Umsetzung des Stoffes unter Berücksichtigung der Eigenschaften des jeweiligen Mediums vollzogen wird. In der Bewertung einer Verfilmung, sollte b.) die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass Abweichungen vom Original einen Mehrwert erbringen und die Adaption als Werk besonders auszeichnen können. Basis für die Kritik, folgt man diesen Punkten, ist schlussendlich, ob man also die Vorlage kennt oder nicht. Spekulieren über die potentielle Reaktion von „Watchmen“-Neulingen kann ich durchaus, aber die nachträgliche Einschätzung von Zack Snyders Film ist, wie bei jeder Kritik, nicht von meinen Vorkenntnissen, sozusagen den Intertexten in meinem Kopf, zu trennen. Und einer dieser Texte heißt eben leider „Watchmen“.

Snyders Watchmen ist eine äußerst treue Verfilmung, die zuweilen Panel für Panel mit Schauspielern und einem extrem detaillierten Production Design in Bewegung umsetzt und trotz der notwendigen Kürzungen eigentlich nur am Anfang und am Ende markante eigene Akzente setzt. Die Credits seien hier besonders hervorgehoben, da sie dank ihrer von Bob Dylan begleiteten, leicht melancholischen Nacherzählung der bisherigen „Superheldengeschichte“, die fünf Minuten des Films ausmachen, in denen ich der Inspiration der Macher tatsächlich einmal zujubeln konnte. Natürlich, der Film muss besetzt, gedreht, geschnitten, musikalisch untermalt werden. Er ist schließlich kein Trickfilm, der das Comic wie ein Daumenkino als Vorlage verwendet. Das Problem ist nur: Ein Großteil des Films wirkt wie ein stylishes Daumenkino. Im negativen Sinne beispielhaft dafür ist die Beerdigung des Comedians, die Anlass zu Flashbacks der Anwesenden gibt. Nacheinander werden also die Erinnerungen an den Toten ausgebreitet. Die Anhänglichkeit des Films an seiner Vorlage führt hier zu einer unrhythmischen, mit äußerst schwerfälligen Übergängen versehenen, Aneinanderreihung von Flashbacks nach dem Schema Zoom auf Gesicht – Flashback – Zoom auf nächstes Gesicht – Flashback… Anstatt die Erzählung zu straffen, wichtige Informationen mit Hilfe von eigenen Eingebungen (!) zusammengefasst zu übermitteln, überträgt der Film die Narration des Comics unhinterfragt in ein anderes Medium. Ein Medium, das anders funktioniert, bei dem man nicht zurück blättern, in Ruhe die Bilder mit ihren Details betrachten kann, in dem das gesprochene, nicht das gelesene Wort vorherrscht, die Informationsaufnahme beim Rezipienten schlicht anders von statten geht.

Auf den ganzen Film bezogen, führt der letzte Punkt zu einem Übermaß an z.T. expositorischen Monologen und mehreren unfreiwillig komischen Dialogen. Gerade die rahmende Erzählung des Films – Rorschachs Tagebucheinträge – verliert drastisch an Wirkung bzw. erscheint am Anfang ungleichmäßig verteilt und einigermaßen aufgesetzt. Genauso gut könnte jemand hereinplatzen und Shakespeares Zeilen von sich geben. Erschwerend kommt noch hinzu, dass Snyder absolut unfähig ist, wenn es um die Inszenierung von Dialogszenen geht. Jeder Erstsemester-Filmstudent müsste das, was Snyder aus den Gesprächen zwischen Dr. Manhattan und Laurie Jupiter alias Silk Spectre II (Malin Akerman) fabriziert, weniger steif hinkriegen. Da ist es auch nicht gerade hilfreich, dass Akerman alles andere als schauspielerisch zu glänzen weiß. Ein dermaßen wortlastiger Film verlangt eben nach einem Regisseur, der nicht nur darin versiert ist, am Geschwindigkeitsregler im Schnittraum zu spielen. Doch das ist, wie wir spätestens seit „300“ wissen, Snyders Lieblingsbeschäftigung, welche er sich auch hier nicht versagt. Seltsames (beabsichtigtes?)  Nebenprodukt seines Zeitlupenfetischismus ist eine weitere Parallele zum Comicmedium des Originals. Von Superheldenpose zu Superheldenpose nähern sich die Bilder immer mehr Momenten der Statik an, die nicht nur dem Fluss der Erzählung abträglich sind. Als Laurie zusammen mit Dan Dreiberg alias Nite Owl II (Patrick Wilson) bei der Rettung von Anwohnern aus einem brennenden Haus, die Liebe zum Adrenalin-geladenen Heldendasein wiederentdeckt, entzieht die extreme Zeitlupe dem Moment jegliche Bedrohlichkeit. Die ausgemachte Künstlichkeit von Snyders Stil beglückt in „Watchmen“ nicht zuallererst das Auge – auch wenn der Film offenkundig gut aussieht – er steht dem psychologischem Realismus, der die Geschichte als Dekonstruktion so auszeichnet, im Wege. Entsprechend seines Stils wirken die Figuren in Watchmen in den schlechtesten Minuten des Films wie leblose Puppen, die jemand vor die Kulisse gestellt und abgefilmt hat. Das trifft auf die marionettenhaft inszenierten Actionszenen zu, ebenso wie auf die in einem Blutbad endende Demo gegen Vigilanten und erst recht auf eine miserabel gedrehte, von Leonard Cohen besungene Sexszene. Von dem unglaublich peinlichen  und viel zu oft zu sehenden Nixon mal ganz abgesehen. Da hätte man auch Christina Ricci samt Tricky Dick-Maske hinsetzen können und weniger lächerlich ausgesehen.

Nur in einzelnen „Kapiteln“ obsiegt die Stärke der Vorlage über die inszenatorischen Schwächen des Films, etwa als Dr. Manhattan, das blau glühende, von Billy Crudup charismatisch dargestellte Superwesen, das sich Schritt für Schritt von seinen menschlichen Wurzeln löst, auf dem Mars simultan zur Gegenwart seine Vergangenheit samt Superhelden-Werdung nochmal erlebt. Da scheint einmal die Essenz des Comics auf der Leinwand, ungeachtet der Kürzungen, voller Leben und Emotion auf, um anschließend durch einen unreflektierten, harten Übergang zum nächsten Kapitel auch gleich wieder zu verschwinden. So bleibt der positiv hervorzuhebende Verdienst des Films das gute bis brillante Casting von Billy Crudup, Jeffrey Dean Morgan, Jackie Earle Haley und Matthew Goode (Ozymandias). Letzterer bürdet überraschend leicht die Aufgabe, den reichsten und intelligentesten Mann der Welt darzustellen, während die anderen drei mit ihren ambivalenten Figuren immer wieder Interesse und Sympathie der Zuschauer aus dem Tiefschlaf wecken.

Dass Watchmen eine gewisse Faszination auf Zuschauer ausüben kann, denen die Vorlage unbekannt ist, will ich keinesfalls bestreiten. Mit Kenntnis des Comics können die vorangegangenen Worte  jedoch nur zu dem Fazit führen, dass sich irgendwo in den 160 Minuten ein guter Film versteckt hält, der jedoch nie die nötige Sauerstoffzuvor erhält. Stattdessen ist „Watchmen“ ein Paradebeispiel fragwürdiger intellektueller Sklavenhaltung, ein Film, der versucht, seine Vorlage zu imitieren, ohne sie oder sein eigenes Medium zu verstehen. Verantwortlich dafür ist eben auch der Regisseur und Anti-Auteur Zack Snyder, der nicht ein Fünkchen eigener Fantasie in das Werk zu investieren in der Lage ist, und sich stattdessen – höchst unangebracht – stilistisch im Kreise dreht.

[Ebenfalls veröffentlicht in der OFDb am 09. März 2009]


Zum Weiterlesen:

 

Blogs:

Symparanekronemoi 1,5/10

Zeitverschwender 6/10

At the Movies 7/10

Equilibrium 9/10

Presse:

Jungle World (negativ) **Vorsicht: Spoiler**

Pajiba (negativ)

Schnitt (positiv)

Roger Ebert (zwei Daumen hoch)

29 Antworten auf „Watchmen (USA/CDN/GB 2009)“

  1. Bin nach 6 Stunen zu geplättet, um das jetzt zu lesen, hol ich aber die Tage noch nach. Der Titel verheißt jedenfalls schon mal Gutes *g*

  2. Insgesamt sehe ich den Film vielleicht etwas positiver als du, aber tendenziell: 100% Zustimmung. Wobei ich den Text noch mal in Ruhe lesen muss…

  3. Auch wenn Du doch wesentlich mehr Worte zu diesem allenfalls netten Film findest, sind wir uns – jedenfalls glaube ich das – doch mal wieder ziemlich einig.^^

  4. Deine Kategorisierung von „Watchmen“ unter „Filme, die die Welt nicht braucht“ könnte ja programmatischer nicht sein und der Satz
    „Stattdessen ist “Watchmen” ein Paradebeispiel fragwürdiger intellektueller Sklavenhaltung“
    ist schon etwas provokativ. Mag sein, dass man als Vorlagenkenner so denkt wie du, ich würde aber als Unwissender den Film gerne auch noch sehen – trotz deines Verrisses, bei dem einige Fragen meinerseits offen bleiben:
    1.) Du bist also der Ansicht, dass die Handschrift eines Auteurs auf Metaebenen ersichtlich werden sollte. Gleichsam stellst du aber als negativen Punkt heraus, dass Snyder immer auf schnelle Schnitte und coole Optik bedacht ist. Auch eine thematische Verknüpfung fernab der Vorlage ist in rudimentärem Maße gegeben (ich hoffe mal, dass ich die „Watchmen“-Story jetzt richtig gerafft habe): Die Verteidigung einer Gruppe von Menschen/Helden gegen eine Bedrohung von außen, die sich (zunächst) einer klaren Charakterisierung entzieht. Für mich ist das schon eine eigene Handschrift…
    2.) Warum würdest du dir den Film evtl. eigentlich nochmal geben? Zumindest klang das gestern so an…
    3.) Zu „In der Bewertung einer Verfilmung, sollte b.) die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, dass Abweichungen vom Original einen Mehrwert erbringen und die Adaption als Werk besonders auszeichnen können.“ – Die Betonung sollte auf „kann“ liegen, finde ich und irgendwie bin ich der Auffassung, dass man durchaus ein paar Dinge der Vorlage voraussetzen kann und nicht gänzlich bei Null anfangen und darauf beharren sollte, dass die Kenntnis der Vorlage überhaupt nicht nötig ist. Das ist der Kompromiss zwischen „Fans nicht verärgern“, aber „Neuen nicht den Zugang verstellen“.

    Übrigens: Nette Anspielung auf „Der Eissturm“ ;-). Irgendwie fand ich die darauffolgende Szene im Wohnzimmer als Christina Elijah mit Maske auf dem Gesicht anbietet, „ihn“ anzufassen, eher befremdlich.

  5. „Mag sein, dass man als Vorlagenkenner so denkt wie du, ich würde aber als Unwissender den Film gerne auch noch sehen – trotz deines Verrisses“

    Ich empfehle dir auch, den Film zu sehen. Der ganze Exkurs zur Frage, was Adaptionen ausmacht, dient ja nur der Verdeutlichung meiner Herangehensweise an den Film: Als Kennerin der Vorlage. Dass die Kritik nur bedingt Leuten etwas bringt, die ohne Vorwissen reingehen, ist mir klar.

    „Gleichsam stellst du aber als negativen Punkt heraus, dass Snyder immer auf schnelle Schnitte und coole Optik bedacht ist.“

    Snyders Stil stelle ich negativ heraus, weil der ihn von Hollywood-Handwerkern unterscheidet. Der optische Stil allein macht ihn aber noch nicht zum Auteur.

    „Die Verteidigung einer Gruppe von Menschen/Helden gegen eine Bedrohung von außen, die sich (zunächst) einer klaren Charakterisierung entzieht.“

    Das ist relativ weit hergeholt, da die Watchmen in ihrer Gruppendynamik nicht mit den Figuren aus DotD und 300 vergleichbar sind. Ich will aber jetzt nicht herumspoilern. ;)

    „Warum würdest du dir den Film evtl. eigentlich nochmal geben? Zumindest klang das gestern so an…“

    An der Länge meines Blablas (aka Der Kritik) kann man vielleicht erkennen, dass mir der Film große Probleme bei der Einschätzung bereitet hat. Ich würde außerdem gern eure unmittelbaren Eindrück zum Film hören. Und ehe ich am Dienstag zu Hause sitz‘, nur weil ihr alle in Watchmen geht…^^

    „irgendwie bin ich der Auffassung, dass man durchaus ein paar Dinge der Vorlage voraussetzen kann und nicht gänzlich bei Null anfangen und darauf beharren sollte, dass die Kenntnis der Vorlage überhaupt nicht nötig ist.“

    Bei einem Sequel vielleicht, bei einer Adaption aus einem anderen Medium, sag ich ganz klar nein. Wenn man bei einem Film die Kenntnis der Vorlage voraussetzt, dann braucht man keinen Film drehen. Das ist nämlich verdammt faul.

    „Irgendwie fand ich die darauffolgende Szene im Wohnzimmer als Christina Elijah mit Maske auf dem Gesicht anbietet, “ihn” anzufassen, eher befremdlich.“

    Was, findest du Richard Nixons Gesicht etwa nicht sexy? Du Banause.

  6. @tumulder und Xander: Soviel Übereinstimmung hätte ich bei diesem Film nicht erwartet.

    @Flo: Wenn du dich durch diesen Text quälen willst, dann auf eigene Gefahr. ;)

  7. Die Credits seien hier besonders hervorgehoben, da sie dank ihrer von Bob Dylan begleiteten, leicht melancholischen Nacherzählung der bisherigen “Superheldengeschichte”, die fünf Minuten des Films ausmachen, in denen ich der Inspiration der Macher tatsächlich einmal zujubeln konnte.

    entsprechend seines Stils wirken die Figuren in Watchmen in den schlechtesten Minuten des Films wie leblose Puppen, die jemand vor die Kulisse gestellt und abgefilmt hat. Das trifft auf die marionettenhaft inszenierten Actionszenen zu, ebenso wie auf die in einem Blutbad endende Demo gegen Vigilanten und erst recht auf eine miserabel gedrehte, von Leonard Cohen besungene Sexszene.

    So, dem kann ich zustimmen, dem Rest nur hier und da mal, aber auch dann nur kurz. Kommt mir viel zu gut weg der Film bei dir, da hat mich der Titel deines Beitrags in die Irre geführt. ;-)

  8. Das dachte ich mir schon. Der Titel hat ja weniger damit zu tun, dass der Film unglaublich schlecht ist – das Urteil kann ich, anders als du, nicht fällen – sondern eher mit dem Fakt, dass der Versuch einer Imitation eines anderen Kunsterwerkes die eigene Daseinsberechtigung in Frage stellt.

  9. Zu
    „Snyders Stil stelle ich negativ heraus, weil der ihn von Hollywood-Handwerkern unterscheidet. Der optische Stil allein macht ihn aber noch nicht zum Auteur.“

    Muss denn ein Hollywood-Regisseur, der gute Filme drehen will zwangsläufig ein Auteur sein? Das finde ich (besonders im Hinblick auf ökonomische Befindlichkeiten, die in den meisten Fällen Anpassungen an den Mainstream erfordern, wenn man einen erfolgreichen Film machen will/muss/soll) schon etwas vermessen. Aber gut, das ist fast schon off topic ;-).

    Zu
    „Wenn man bei einem Film die Kenntnis der Vorlage voraussetzt, dann braucht man keinen Film drehen. Das ist nämlich verdammt faul.“

    Ja und nein. natürlich macht man es sich dann einfach, weil man als Filmemacher immer behaupten kann „Diese Szene wirkt jetzt wirr, aber die Vorlagenkenner wissen schon, wie es gemeint ist“, was Unwissende eben ausgrenzt. (Ob das auch Uwe Bolls Entschuldigung für einige Szenen in „Schwerter des Königs“ ist?) Andererseits muss man eben Fans der Vorlage und Neulinge gleichermaßen überzeugen und „bei der Stange halten“, was m. E. voraussetzt, dass man durchaus Fragen offen lässt. Man sieht zwar in jedem Superhelden-Film im ersten Teil, wie der Superheld zu ebenjenem wird, aber die Welt, in der er lebt wird meist nicht näher gezeichnet, weil sie zumeist einer unserer Lebenswelt sehr ähnlichen Art entspricht. Meist werden aber Nebenfiguren darüber hinaus nur angedeutet, die erst in den kommenden Teilen eine womöglich größere Rolle spielen.

    Mal was ganz Anderes: Willst du mal wieder auf die Startseite der OFDb? Einen anderen Grund sehe ich jdf. momentan nicht dafür, dass du nach längerer Abstinenz du dort mal wieder eine Kritik von dir hochgeladen hast ;-). Und die Bewertung hast du bewusst weggelassen?

  10. „Muss denn ein Hollywood-Regisseur, der gute Filme drehen will zwangsläufig ein Auteur sein?“

    Wahrscheinlich habe ich mich ungenau ausgedrückt:

    Nein, ein guter Handwerker kann einen sehr guten Film drehen (siehe das Wunder von Ron Howard: Frost/Nixon). Genauso kann ein Auteur einen schlechten drehen (Oliver Stone?).
    Warum nenne ich Snyder einen Anti-Auteur? Weil er anders als der Handwerker (Réalisateur) darauf bedacht ist, den Filmen stilistisch seinen Stempel aufzudrücken, er sich also nicht bis zum letzten den Anforderungen des Materials unterordnen kann. Anders als beim Auteur fehlt aber jede persönliche Note auf der Meta-Ebene.
    Eigentlich wollte ich meine Kritik auch so schließen: Dem ganzen Film über bedient sich Snyder bei den Ideen anderer Leute, ob es sich nun um die Erzählung des Comics handelt oder die Tatsache, dass er z.B. völlig fantasielos Apocalypse Now und den War Room aus Dr. Seltsam kopiert. Manchmal wirkt der Film eben bis ins kleinste Detail wie eine schlechte Fälschung und damit unecht. Eben genau wie der Film-Nixon.

    „Andererseits muss man eben Fans der Vorlage und Neulinge gleichermaßen überzeugen und “bei der Stange halten”, was m. E. voraussetzt, dass man durchaus Fragen offen lässt. Man sieht zwar in jedem Superhelden-Film im ersten Teil, wie der Superheld zu ebenjenem wird, aber die Welt, in der er lebt wird meist nicht näher gezeichnet, weil sie zumeist einer unserer Lebenswelt sehr ähnlichen Art entspricht. Meist werden aber Nebenfiguren darüber hinaus nur angedeutet, die erst in den kommenden Teilen eine womöglich größere Rolle spielen.“

    Mir geht es darum, dass Dinge wie Narration, Figurenmotivation, wichtige Plot Points bei einer Adaption, auch für den Nicht-Kenner ohne Vorwissen bis zu einem bestimmten Maß verständlich oder interpretierbar sein sollten. Und wenn die Welt, in der die Geschichte spielt, für die Narration wichtig ist (wie z.B. in Watchmen), dann kann man die Kenntnis dieser nicht voraussetzen und drauf los erzählen (was Snyder ja auch nicht macht).

  11. „Und die Bewertung hast du bewusst weggelassen?“

    Wie du vielleicht weißt, stehe ich nicht so auf das alte 1 bis 10- Spiel. ^^
    In der OFDb sah ich mich öfter dazu gezwungen (es machen halt alle), aber irgendwie habe ich keinen Bock mehr drauf. Es ist ja kein Zufall, dass hier (Blog) kein Bewertungssystem benutzt wird.

  12. Also zunächst finde ich nach wie vor, dass Oliver Stone ein durchaus fähiger Auteur ist (das Wort „gut“ ist hier eher unpassend) – mal abgesehen davon, dass „Geboren am 4. Juli“ irgendwie doof ist ;-).

    „Manchmal wirkt der Film eben bis ins kleinste Detail wie eine schlechte Fälschung und damit unecht.“

    Du meinst also damit, dass Snyder eigentlich nur ein Epigone ist? Ich frage deswegen, weil Tarantino seit jeher auch nichts anderes macht, als bei japanischen oder Trash-Klassikern zu klauen und – das ist dann wohl der entscheidende und unterscheidende Punkt – mit diesen Motiven spielt, was ja seine „Leistung“ ist, für die er so oft gelobt wird.

    Das mit dem Vorwissen habe ich jetzt verstanden. macht Sinn, so wie du es ausgeführt hast. Dennoch hast du noch nicht meine Frage beantwortet, ob du mal wieder zum „Review-Tipp“ erkoren werden und auf der Startseite oder OFDb landen willst… ;-)

  13. „Also zunächst finde ich nach wie vor, dass Oliver Stone ein durchaus fähiger Auteur ist“

    Habe ja auch nicht das Gegenteil behauptet (zumindest in dem Kommentar ;)). Stone ist ein Auteur, der manchmal gute, manchmal schlechte Filme dreht.

    „Du meinst also damit, dass Snyder eigentlich nur ein Epigone ist?“

    „Epigone“ würde ich nicht sagen. Heute habe ich in einem Podcast eine treffende Beschreibung für Snyder gehört: „one of the most unimaginative directors working in Hollywood today“ oder so ähnlich. Ein Regisseur ohne eigene Inspiration/Fantasie.

    Bei Tarantino ist das etwas schwerer, da er zumeist unter dem Deckmantel der Postmoderne agiert. Wenn er Plots anderer Filme klaut (wie bei Reservoir Dogs), ohne es auszuweisen, ist er nicht besser als Snyder (eher noch schlechter). Aber seine Filme haben, wie du auch schreibst, auf ihrer Metaebene den Tarantino-Touch. Sie sind eben immer auch Auseinandersetzungen mit der Geschichte verschiedener Popkulturen. Ob er deswegen schon ein Auteur ist oder nur ein Filmgeek, der aus seiner DVD-Sammlung zitiert, kann ich nicht entscheiden, das müssen die Tarantino- Experten machen. Genug Interesse für eine ernsthafte Auseinandersetzung haben seine Filme bei mir jedenfalls noch nie geweckt.

    „Dennoch hast du noch nicht meine Frage beantwortet, ob du mal wieder zum “Review-Tipp” erkoren werden und auf der Startseite oder OFDb landen willst…“

    Ach wozu brauche ich die OFDb? Ich bin doch hier immer auf der Startseite. ^^
    Die Review-Tipps dort haben doch keinen Sinn mehr, die stehen ja nur knapp über dem Impressum. Auf deren Startseite geht’s sowieso nur noch um Werbebanner.

  14. Zu:
    „Bei Tarantino ist das etwas schwerer, da er zumeist unter dem Deckmantel der Postmoderne agiert. (…) Sie sind eben immer auch Auseinandersetzungen mit der Geschichte verschiedener Popkulturen.“

    Du weißt aber schon, dass dieses Wörtchen „Postmoderne“ nur mangels Alternativen gebraucht wird, ne? ;-) Fahle – dessen Buch ich unlängst zugesandt bekam – sieht das ja etwas anders. Ich würde schon sagen, dass Tarantino einen eigenen Stil aufzuweisen hat trotz dieses Zitations-Potpourris in zahlreichen seiner Filme. Und zwar spätestens, wenn eben diese 60er-Jahre-Songs ertönen und irgendwelche Leute minutenlang irgendwelchen Dünnpfiff labern ;-).

    Zu
    „Ach wozu brauche ich die OFDb? (…) Auf deren Startseite geht’s sowieso nur noch um Werbebanner.“

    Ersteres: Na und was ist nun der wahre Grund, wenn nicht der? ;-)
    Letzteres: Das ist allerdings wirklich sehr nervig.

  15. Mal ganz was anderes: Die offizielle englische Abkürzung von Kanada ist „CDN“? Sieht etwas strange aus (siehe Produktionsland)…

  16. „Mal ganz was anderes: Die offizielle englische Abkürzung von Kanada ist “CDN”? Sieht etwas strange aus (siehe Produktionsland)…“

    Bei den Ländernamen gehe ich immer nach den KFZ-Kennzeichen, die bei Wikipedia stehen. So jetzt ist es raus, das Geheimnis. Puh.
    Und ja, Kanada sieht komisch aus. Ist aber auch ein komisches Land.

    „Na und was ist nun der wahre Grund, wenn nicht der?“

    Dass, als ich sie reingestellt habe, keine befriedigende drin stand, die vergleichbare Punkte aufgreift. Die von Chilli Palmer (kam später) finde ich allerdings auch nicht schlecht.

  17. Zu
    „Dass, als ich sie reingestellt habe, keine befriedigende drin stand, die vergleichbare Punkte aufgreift.“

    Als ob es dir jemals um den Gehalt von Kritiken in der von dir eher stiefmütterlich behandelten OFDb ging ^^.
    Naja, ich würde sagen, wir verschieben jegliche weiteren Diskussionen auf heute abend, um hier nicht den Rahmen zu sprengen mit unseren exklusiven Privatgesprächen ;-).

  18. „Als ob es dir jemals um den Gehalt von Kritiken in der von dir eher stiefmütterlich behandelten OFDb ging ^^.“

    Solche unterschwelligen Andeutungen von jemandem, der so lang gebettelt hat, dass ich mal wieder was in der OFDb schreibe. Das nenne ich mal Doppelmoral. ;-)

    „Naja, ich würde sagen, wir verschieben jegliche weiteren Diskussionen auf heute abend, um hier nicht den Rahmen zu sprengen mit unseren exklusiven Privatgesprächen ;-).“

    Aber heute Abend müssen wir doch über die Nackt…den Inhalt von The Reader diskutieren.

  19. Ich (kein Kenner des Originals) war vom Film nur enttäuscht. Flach und spannungslos, mit oft belanglosen Dialogen und lauter hochgepushten Pseudoproblemen, die keinen interessieren (?). Die klischeehaften Feindbilder (Dealer, Kindermörder usw.) sind ja sowas von billig. Die Knastszenen ein Witz. Und jeder Normalo geht auf die berühmten Supertypen los, als wisse er nicht, was ihm dann blüht. Alles Lichtjahre unter ´Sin City´, in dem jede Sekunde inspiriert ist. Nach den passablen 300 hat sich Snyder mit diesem Aufweis seiner Grenzen keinen Gefallen getan.

  20. „Und jeder Normalo geht auf die berühmten Supertypen los, als wisse er nicht, was ihm dann blüht.“

    Ich kann dir nicht in allen Punkten zustimmen, aber ich glaube den obigen hat Snyder verschuldet, der die Vigilanten durch seine Bildsprache zu Superhelden mit Superkräften stilisiert, obwohl sie diese gar nicht besitzen. Gerade Nite Owl, Rorschach und Silk Spectre wirken z.T. einfach übermächtig. Noch so ein Punkt, wo Snyder den Sinn des ganzen Comics (und auf einen ähnlichen versucht der Film zumindest hin zu arbeiten) zu Gunsten seiner künstlichen Optik opfert.

  21. „… hat Snyder verschuldet, der die Vigilanten durch seine Bildsprache zu Superhelden mit Superkräften stilisiert, obwohl sie diese gar nicht besitzen.“

    Jedenfalls wirkt es sehr unplausibel, dass jener Fettwanst, der im Knast durch das Gitter greift, um Rorschach zu packen, sein Scheitern nicht voraussieht, welches nicht mal Superkräfte seitens Rorschach voraussetzt, nur mindenstens gleiche Kraft (und die hat R. ja mit Sicherheit, sonst könnte er kaum „fünfzig“ Gangster in den Knast gebracht haben). Solche unstimmigen Details machen in der Häufung einen Film kaputt, der ohnehin schon vor Schwächen (besonders im Dialog) überbordet.

    (Ich arbeite zufällig selbst an SF-Drehbüchern, eines ist kürzlich von einem bekannnten Hollywood-Produzenten gelesen und kommentiert worden. „Plausibilität“ ist in jeder Szene, in jedem Satz, in jeder Silbe eine conditio sine qua non. Der Zuschauer/Leser merkt einfach, auch wenn er nicht Film studiert hat, was in einer Szene nicht stimmt, genauso wie jemand eine schlechte Zeichnung erkennt, auch wenn er selbst nicht zeichnen kann).

    Und die Musik! Völlig daneben. Besonders Simon & Garfunkel und Hendrix waren in den entsprechenden Szenen gänzlich deplaziert. Einfach draufgepropft, ohne Sinn für ästhetische Stimmigkeit (gerade mal die Textzeile „All along the watchtower“ machte Sinn). Snyder ist definitiv kein Kubrick, was diesen Punkt betrifft.

    Nicht mal die reine Regieleistung ist herausragend. Verglichen mit „Wächter des Tages/der Nacht“, „Sin City“ oder „Matrix 1“ ist Watchmen auch ästhetisch nur Dutzendware. Selbst „CSI Miami“ hat hier mehr zu bieten. Die gepriesenen „schnellen Schnitte“ bei Watchmen sind mir weitgehend entgangen. Die sehe ich eher bei Michael-Bay-Filmen, die sind perfekt inszeniert.

    Snyder meinte in einem Interview, wenn Watchmen floppt, dann würde er zukünftig nur noch „romantische Komödien“ drehen dürfen. Oh je… hoffen wir, dass Watchmen zumindest finanziell nicht floppt.

  22. „Jedenfalls wirkt es sehr unplausibel, dass jener Fettwanst, der im Knast durch das Gitter greift, um Rorschach zu packen, sein Scheitern nicht voraussieht, welches nicht mal Superkräfte seitens Rorschach voraussetzt, nur mindenstens gleiche Kraft (und die hat R. ja mit Sicherheit, sonst könnte er kaum “fünfzig” Gangster in den Knast gebracht haben).“

    Da würde ich das unüberlegte Handeln im Affekt als Begründung akzeptieren. Oder der Typ war einfach doof.^^

    „Einfach draufgepropft, ohne Sinn für ästhetische Stimmigkeit“

    Bei The Sounds of Silence stimme ich dir zu. Gerade diesen Song, den zumindest ich für immer mit einem anderen Film assoziieren werde, ziemlich unmotiviert bei der Beerdigung zu verwenden, deutet Snyders oberflächliche Herangehensweise an.
    Bei Hendrix sieht das anders aus. Der wurde ja mit reingenommen, weil Moore im Comic die lyrics (zum Inhalt passend) zitiert. Fand die so untermalte Abreise vom Mars samt Marssmiley nicht schlecht, aber der gesungene Text geht da eigentlich unter.

    „Snyder ist definitiv kein Kubrick, was diesen Punkt betrifft.“

    Snyder ist in jedem nur denkbaren Punkt von Kubrick ungefähr eine Trillion Meilen entfernt. Aber das nur am Rande. (und ich bin nicht mal ein Kubrick-Fan)

    „Die gepriesenen “schnellen Schnitte” bei Watchmen sind mir weitgehend entgangen. Die sehe ich eher bei Michael-Bay-Filmen, die sind perfekt inszeniert.“

    Michael Bay ist rein handwerklich gesehen einer der miesesten Actionregisseure, die es gibt. Da muss ich selbst Snyder mal verteidigen.

  23. Ach du Scheiße, so viel Kommentare und Diskussion!

    Also, ich les das nicht alles, wollt nur sagen: ich fand ihn sehr gut, visuell spannend (Bulletproof-Fan) und inhaltlich sehr spannend. Auch wenn’s am Ende vielleicht einige Längen gab.

    Allerdings, und vermutlich ist das der entscheidende Faktor, kenne ich die Comicvorlage NICHT!!! Vielleicht kann man ihn so besser genießen und sich auf die Story als solche konzentrieren. Wenn der Film für so ein Publikum gemacht wurde, dann hat’s gereicht :-)

    Auf jeden Fall hab ich jetzt Bock auf das Comic. Jen, kannst du da aushelfen? ;-)

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