Frame: Der Drache

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Im Zentrum des Bildes steht er und wehrt die heranbreschenden Gegner ab. Effizient ein Schlag nach dem anderen, als müsse der Kopf nicht mehr mitdenken, als seien die Bewegungen schneller ausgeführt als der Instinkt sie gebietet. Die Kamera fixiert Lee, alle anderen sind nur eine Ansammlung von Armen und Beinen, welche sich dem Unbesiegbaren chancenlos entgegenstellt.

Vielmehr ist der Mann mit der Todeskralle im Spiegelkabinett dann auch nicht. Denn seine Wunden trägt Lee nicht als Embleme körperlichen Leidens, sondern völlig unbeachtet. So glänzen sie nicht von ungefähr wie aufgemalte Farbtupfer.

Keiner wird gegen ihn angekommen, gegen seine brennende physische Präsenz auf der Leinwand; die bedrohlichen Kampfschreie, die mehr nach innen als nach außen gerichtet zu sein scheinen. Wenn er kämpft, gegen einen, zehn, hundert Gegner, steht da eigentlich nur er selbst und ihn gilt es zu überwinden.

Frame: Der Mann mit der Todeskralle (USA/HK 1973); Regie: Robert Clouse

2 Antworten auf „Frame: Der Drache“

  1. Ja, das ist doch eine ganz großartige Szene, die ihr spektakuläres Element einzig und allein aus der Physis des Protagonisten und einem Spiegeltrick bezieht. Was es doch alles in einem B-Film zu entdecken gibt. Nicht weniger beeindruckend Bruce Lees Selbstinszenierung im Finale zu Way of the Dragon. Kolosseum, die Haare von Chuck Norris, eine Katze und das Knacken der Gelenke. Eingeleitet von einer ganz kurzen Referenz an Sergio Leone. Das kann ich mir immer wieder anschauen.^^

  2. Bin gerade dabei, die Bruce Lee-Filme nachzuholen und Way of the Dragon steht als nächstes auf der Liste. Selbst als Jet Li-Fan muss ich gestehen: An den Bruce kommt keiner ran. ;)

    Und ja, die Haare von Chuck Norris, äh, sehr schön. ;)

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