Werbeklassiker: Tony Scott

Begierde (GB 1983)

– Großaufnahmen, Gesichter, Mode, androgyne Figuren, Detailaufnahmen en masse; Augen, Augen, Augen

Mann unter Feuer (USA/GB 2004)

– Ridley hat Russel Crowe, Tony seinen Denzel; neun Jahre nach „Crimson Tide“ nimmt der Denzel Washington-Zyklus seinen Anfang; wenn man so will, eine kompromisslose Version von „Gladiator“ (Tonys Mexiko City-Film)

http://www.youtube.com/watch?v=6s_-O4HglGI

Domino (USA/GB/F 2005)

ambition as defined by Tony Scott; sein revolutionärstes Werk (u.a. wegen des Drehbuchs von Richard Kelly), wenn es auch eine gescheiterte Revolution ist; die pure Oberfläche; in seiner Rücksichtslosigkeit zu bewundern, aber in seiner Gänze kaum zu ertragen (wie übrigens auch der Trailer) (Tonys L.A.-Film)

Déja Vu (USA/GB 2006)

– Gestatten: Tony Scott – Master of the Title Sequence; die seltsame Ästhetisierung eines Terroranschlages, dazu Tonys Faible für Transportmittel, diesmal eine Fähre, statt eines U-Bootes („Crimson Tide“) oder einer U-Bahn („Pelham 123“); eine Art Fortsetzung von „Der Staatsfeind Nr. 1“; der Überwachungsstaat ins Positive gewendet; zudem ein überdurchschnittlich guter Trailer, der einen anderen Film verspricht (dennoch: Tonys New Orleans-Film)

Die Entführung der U-Bahn Pelham 123 (GB/USA 2009)

– Scott in seinem Element; zwei Hauptdarsteller, die Beengtheit der U-Bahn mit ihren diffusen Lichtquellen; man könnte meinen, er hätte diesen Film nur gedreht, um John Travoltas massives Gesicht in allerlei Farben zu tauchen und durch Glasscheiben unkenntlich zu machen; von den Schiebeblenden kann George Lucas noch etwas lernen; wieder Großaufnahmen en masse; ein Kammerspiel und ein Amoklauf in Sachen Cadrage (Tonys New York-Film)

Unstoppable (USA 2010)

– ein Zug, was sonst? Die fünfte Zusammenarbeit mit Denzel Washington startet am 2. Dezember in Deutschland

http://www.youtube.com/watch?v=60xNkLTyOao

Bonus:

„Saab – Nothing on Earth Comes Close“

– nach dem Flop „Begierde“ das Bewerbungsvideo für die Regie von „Top Gun“; der Rest ist Geschichte

Amazon Theater: Agent Orange (USA 2004)

– Gestatten: Tony Scott – Master of the Shutter Speed; stilistisch irgendwo zwischen „Domino“ und „Pelham“; ein weiterer Versuch unter vielen in Tony Scotts Filmografie, aus Film bewegte Malerei werden zu lassen (Mehrfachbelichtung, Shutter-Spielereien (natürlich), die typische Flächigkeit der Bilder, diese Farben!…)

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