Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (USA/D/CDN 2008)

Eine Filmindustrie, deren Ertrag von ehemals 200 auf 50 Filme im Jahr geschrumpft ist, befindet sich wahrscheinlich in einer Krise. Das Kino der ehemaligen Kronkolonie Hongkong hat also ein Problem. Das Gros der eigenen Werke wird vom heimischen Publikum nicht beachtet, oft auch zurecht, schließlich sind viele dieser Low Budget-Filme einfach schlecht. Gegen die Millionen Dollar schweren amerikanischen Großproduktionen, welche nach der Übergabe Hongkongs an China zum Niedergang dieser einstmals blühenden Industrie beitrugen, kommen heutzutage nur noch Neujahrskomödien und Starvehikel an.

Bestes Beispiel dafür ist die „Infernal Affairs“-Trilogie, deren Ansammlung an HK-Stars fast schon einem verzweifelten Betteln um Aufmerksamkeit gleich kommt. Gleiches gilt für die unzähligen Historienepen, meist koproduziert mit dem Festland, wie „The Warlords“, in dem Jet Li, Takeshi Kaneshiro und Andy Lau um die Gunst des Zuschauers werben. Das Kino der Sonderverwaltungszone hat seit dem Schicksalstag im Juli 1997 vieles von dem verloren, was es einst einzigartig im internationalen Wettbewerb gemacht hat. Wer körperbetonte Kampfsportfilme sehen will, wendet sich an Tony Jaa. Ist man auf gewagte Genremixe aus, sucht man sie ebenfalls in Thailand. Ungewöhnliche Storys jenseits der bekannten Hollywoodformeln findet man seit einigen Jahren auch in Korea, nur eben professioneller produziert auf gleicher Augenhöhe mit der amerikanischen Konkurrenz.

Sind diejenigen, welche Hongkongs Filmwunder in den 80er Jahren mitverantwortet und von diesem am meisten profitiert haben, nach dem Handover nicht nach Hollywood verschwunden (Tsui Hark, John Woo, Chow Yun-Fat), erfreuen sie sich an den Vorstufen der Frührente (Brigitte Lin, Maggie Cheung) oder haben diese Welt ganz verlassen (Leslie Cheung, Anita Mui). Seltsam nur, dass auf der internationalen Bühne kaum ein Hongkonger Star dauerhaftes Glück fand. Während Jackie Chan immerhin mit Buddy Movies einen Fuß in die Tür bekam, litten besonders die Filme der Martial Arts-Legende Jet Li unter der Unfähigkeit amerikanischer Regisseure, seine Talente zu nutzen. Wurde deren zerstückelnde Actioninszenierung doch an Hollywoodstars geprobt, die vom Kämpfen im wahren Leben nicht mal den Hauch einer Ahnung haben. Noch dazu geht „Romeo Must Die“, „Cradle 2 the Grave“ und wie sie alle heißen der Einfallsreichtum eines Tsui Hark oder Ronny Yu ab.

Kein Wunder, dass der Erfolg ausblieb. Statt asiatische Stars mit gewagten Projekten dem amerikanischen Publikum zu verkaufen, geht man auf der anderen Seite des großen Teiches nun dazu über, gezielt den lukrativen Absatzmarkt in Fernost anzusprechen. So kommt es, dass der dritte Teil der Mumie-Reihe am Startwochenende in den USA den Dunklen Ritter nicht vom Sockel stürzen kann, sich dafür aber in Hongkong und Korea als Box Office-Gold erweist.

Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers beherbergt schließlich die chinesischen Superstars Jet Li, Michelle Yeoh und Isabella Leong. Die drei werden also letztendlich nach Hollywood gekarrt, um mit ihrer Besetzung in Nebenrollen ihr eigenes, längst erobertes Publikum in die Kinos zu locken. Am Ende verlassen die Stars des HK-Kinos ihre Heimat, um in teuren US-Blockbustern zu ihr zurück zu kehren, die Hongkongs Eigenproduktionen von den Leinwänden vertreiben. Verfolgen die großen Studios diese sich jetzt schon bewährende Taktik weiter, so bleibt nur die Hoffnung, dass die zukünftigen, international besetzten Filme qualitativ mehr aufzuweisen haben, als Rob Cohens Ausflug nach China. Dabei ist die Grundidee, die Abenteuer von Rick und Evey ins Reich der Mitte zu verlegen, noch das beste, was der Reihe passieren konnte. Schon in Die Mumie kehrt zurück erwies sich nämlich der ägyptische Hintergrund als reichlich verbraucht. Nicht zuletzt deshalb versank der Film in einem Meer schlechter Effekte, deren peinlichste Ausgeburt der Skorpionkönig war.

Problem nur, dass der bereits in diesem Teil nervige Sohn des Abenteurerpaares O’Connell nicht über Bord geworfen wurde, sondern im Grabmal noch mehr Platz einnimmt. Gespielt vom 27jährigen Australier Luke Ford, wird Alex O’Connell als überflüssiger zweiter männlicher Actionheld neben Brendan Fraser an den Start gebracht. Dass die beiden als Brüder wesentlich glaubhafter wären, sei mal dahingestellt.

Dieser Alex gräbt im China der späten Vierziger den in Terrakotta versteinerten Drachenkaiser (Jet Li) aus, der dummerweise vom fiesen General Yang (Anthony Wong) zum Leben erweckt wird, um die Herrschaft über China zu erringen. Rick (Fraser) und Evey (Maria Bello) kommen zu Hilfe, John Hannah als Jonathan ist natürlich mit von der Partie. Gemeinsam geht’s nach Shangri-La, um zu verhindern, dass Kaiser Han, der eigentlich dem ersten Kaiser Qin Shi Huang nachempfunden ist, also demjenigen Herrscher, den Jet Li in „Hero“ umbringen will – aber das nur am Rande – dass also dieser Tyrann ewiges Leben und was sonst so dazu gehört, erringt.

Der grobe Plot entspricht also dem des ersten Teils. Es gibt einen mörderischen Untoten samt Helfer, zwielichtige Museumsmitarbeiter, geheimnisvolle Wächter des Grabes (Isabella Leong und Michelle Yeoh), sogar einen alten Kumpel, der die O’Connells irgendwo hin fliegt. Da muss man sich unweigerlich fragen, wie Rob Cohen es geschafft hat, seine Mumie sprichwörtlich dermaßen gegen die Wand zu fahren.

Vielleicht kann man den alles durchdringenden Mangel dieses Films an Hand eines Beispiels erklären: Die Helden landen beim sagenumwobenen Tor nach Shangri-La und rüsten sich mit allerhand Maschinenpistolen für den Kampf gegen die Soldaten Yangs. Ganz vielversprechend geht es auch los mit handfesten Schießereien, die Indiana Jones und seine Kristallschädel vor Neid erblassen lassen. Irgendwann kommt Isabella Leongs Figur Lin auf die Idee, in den Bergen des Himalayas nach Hilfe zu rufen. Und was kommt? Yetis! Nicht einer, nicht zwei, sondern drei (!) zottelige Yetis zermalmen die bösen Soldaten.

Die Action hat ein Ende, das C.G.I.-Fest beginnt, denn Cohen versteht es ganz offensichtlich nicht, zwischen Unterhaltung und Maßlosigkeit zu unterscheiden. Dass er das sagenumwobene Shangri-La, das Paradies auf Erden, in genau einer Einstellung zeigt, bestätigt seine Unfähigkeit. Jeder andere Abenteuerfilm würde sich diesen legendären Ort wohl für das Finale aufsparen, für Cohen ist er nur ein Effekt unter vielen.

Natürlich kann man nicht alle Schuld auf den Regisseur abladen, denn die Schwächen des Films sind in all seinen Bereichen zu finden. Das Drehbuch von Alfred Gough und Miles Millar muss als erstes an den Pranger gestellt werden. Schon der Prolog, der erzählt, wie die Hexe Zi Juan (Yeoh) den Kaiser einst verfluchte, vertreibt durch seine platte Schwerfälligkeit jedes Mysterium. Alles, was gezeigt wird, muss aus dem Off noch mal erklärt werden, als handle es sich hier um die Hörfilmfassung. So ergeht es den ganzen 112 Minuten.

Werden die Dialoge nicht gerade durch einen einfallslosen, schon in Dutzenden anderen Filmen gehörten, Oneliner aufgelockert, muss irgendeine (meist chinesische) Figur die Rolle des Basil Exposition übernehmen und uns alle Hintergründe erklären. Selbst wenn die Yetis auftauchen, muss Maria Bello wie eine Führerin im Naturkundemuseum erklären, dass die Viecher in Tibet als Yetis bezeichnet werden.

Dabei hat Bello als Nachfolgerin von Rachel Weisz in der Rolle der Evey schon genug mit der eigenen Fehlbesetzung zu kämpfen. Ein Großteil der Chemie zwischen Fraser und Weisz entstand aus deren Gegensätzen, aus der Kombination des rauen Abenteurers Rick mit dem rehäugigen, naiven Bücherwurm Evey. Bello, beileibe keine schlechte Schauspielerin, verliert im Kampf mit dem britischen Dialekt jede Natürlichkeit und wirkt mit ihrer kühlen, erotischen Ausstrahlung wie eine dem Film Noir entsprungene Femme fatale, die sich unversehens als Mutter eines erwachsenen Sohnes in einem Abenteuerfilm wiederfindet; mit einem Wort: deplatziert.

Ein Glück, dass der Film Jet Li und Michelle Yeoh zusammenbringt, könnte man meinen. Doch Cohen, der es, man weiß nicht wie, geschafft hat, sich als Actionregisseur einen Namen zu machen, versagt selbst, wenn es darum geht, den lang erwarteten Kampf zweier Martial Arts-Haudegen entsprechend mit der Kamera einzufangen. Sicher, der Kampf zwischen Li und Yeoh ist einer der wenigen Höhepunkte des enttäuschenden Films, doch Cohen verwässert die eigenen Schauwerte durch den hastigen Schnitt und die Wackelkamera, die für den Genuss eines Martial Arts-Setpieces nicht geeignet sind. Damit krankt auch dieser Film am bereits oben erwähnten falschen Einsatz der Ikone Jet Li.

Dieser ist als Bösewicht allemal sehenswert, taucht aber im Vergleich zu Arnold Vosloo viel zu selten auf, um ähnlich bedrohlich zu wirken. Meist sehen wir vom Gestaltwandler Han nur sein Terrakotta-C.G.I.-Alter Ego, einen dreiköpfigen Drachen (ein Kopf reicht mal wieder nicht) oder irgendein behaartes Viech, dass den Film auch nicht gerade besser macht.

Yeoh, deren Rolle insgesamt mehr hergibt, besticht durch ihre gewohnte Erhabenheit, der auch schreckliche Dialoge nichts anhaben können. Ohne mit der Wimper zu zucken, spielt sie ihre Filmtochter Isabella Leong an die Wand, deren Hollywood-Debüt im großen und ganzen blass bleibt. Hongkong-Veteran Anthony Wong hat auch schon in besseren (und vielen noch schlechteren) Filmen mitgespielt. Da sich seine erstaunlich große Rolle auf das Schreien von Befehlen, die Darlegung des Plots und eine erinnerungswürdige Todesszene beschränkt, die einem durch Mark und Bein geht, kann auch er seinen bereits in unzähligen Variationen gespielten Bösewichten keine neue Facette hinzufügen.

So bleibt einem am Ende anscheinend nur die Aufzählung von Mängeln, denen Cohen kaum etwas positives entgegen zu setzen hat. Immerhin erreicht der Film einen mäßigen Unterhaltungswert, der immer dann zum Halten kommt, wenn Rick und Co. irgendwie anfangen zu reden und man nur noch mit einem gepflegten Zusammenzucken reagieren kann.

Als großer Sommerblockbuster wird Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers sicher auch in Deutschland seine Zuschauer finden und das nötige Geld für einen vierten Teil einspielen. Wer dagegen Jet Li und Michelle Yeoh kämpfen sehen will, sollte sich „The Tai-Chi Master“ besorgen. Um den von der dritten Mumie verursachten Augenkrebs zu kurieren, nehme man des Weiteren eine Dosis Li zu sich (vielleicht „Once Upon a Time in China“ oder „Fist of Legend“) gepaart mit etwas Yeoh („Tiger and Dragon“ oder sogar „The Heroic Trio“) und einem gut aufgelegten bösen Wong („Big Bullet“ und für Hartgesottene: „Love to Kill“).

Mit anderen Worten: So ziemlich alles ist ansehnlicher als diese eklatante Verschwendung asiatischer Talente durch einen miserablen amerikanischen Film. Die genannten Empfehlungen vereinigen in sich genau das, was das Hongkong-Kino einmal ausgemacht hat. Und dieses wusste immerhin, wie man das Actionpotenzial eines Jet Li ertragreich nutzt. Ist man unbedingt auf einen Trip amerikanischer Produzenten ins chinesische Milieu aus, so ist Kung Fu Panda garantiert die lohnendere Wahl. Der ist übrigens auch ein Hit in China.

(Erstmals veröffentlicht in der Online-Filmdatenbank am 07.08.2008 )


Zum Weiterlesen:

Kritiken ausgewählter Filme aus der Sonderverwaltungszone Hongkong.

Ein lesenswerter Artikel des Time Magazine über den Zustand der Hongkonger Filmindustrie.

Was ist eigentlich Shangri-La?

Wiki hat die Antwort

– und die BBC auch.

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Jenny Jecke (31) hat Medienwissenschaften in Jena studiert. 2007 gründete sie das Blog „the gaffer“, um ihre Besserwisserei in Sachen Film auch im Internet auszuleben. Jenny ist bei Twitter zu finden und arbeitet als Redakteurin bei moviepilot.

9 Antworten auf „Die Mumie: Das Grabmal des Drachenkaisers (USA/D/CDN 2008)“

  1. Hallo Jenny!

    Ich hab einmal nachgezählt und komme (in der Formatierung der OFDb) auf 126 Zeilen. Ich glaube, meine längste Kritik war bisher jene zu „Der Nebel“ und erreichte nicht ganz 90. Nun ja, schon einmal: Respekt!

    …ABER: Deine Kritik zur „Mumie 3“ wirkt doch zuweilen etwas – verzeihe mir dieses Wort – prätentiös. Es vergehen 7 (in der OFDb: 5) Absätze, bevor du zur eigentlichen Filmbesprechung kommst und das in einer Art und Weise, wo der dich nicht kennende Leser denken könnte „na da wollte sie mal zeigen, was sie alles weiß“. Sprich: Für meinen Geschmack holst du zu weit aus, auch wenn es sicherlich seine Berechtigung hat – wenn man generell eine Tendenz im Hollywood-Blockbuster ausmacht und einen Artikel dazu schreibt, jedoch nicht zu einem Film sowie dessen Besprechung im Speziellen. Genau so verhält es sich gegen Ende, wo du bei jedem Asia-Star noch einmal 2 oder 3 Filme aufzählst, wo man – wiederum wenn man dich nicht kennt – denken könnte „Jetzt will sie selbstverliebt auch noch zeigen, was sie alles schon gesehen hat“.

    Zudem: Der Übersicht halber wäre es ratsam, die vielen Filme, die du erwähnst, in einem anderen Format zu schreiben, dass sich vom Rest abhebt (oder zumindest An- und Ausführungstriche zu setzen).

    Naja, wie dem auch sei. Mal weg vom Formalen zu etwas Inhaltlichem (insoweit ich das bisher in Unkenntnis des Films einschätzen kann):

    – Batman ist nicht der „Schwarze Ritter“ (wie du es zu Beginn schriebst), sondern der „dunkle Ritter“, was aber eine Redundanz im Ausdruck, wenn du auf „The Dark Knight“ anspielst, darstellt. Umschreibe es am besten irgendwie anders…
    – „Shangri-La“ hat also irgendetwas mit dem Paradies auf Erden zu tun, aha. Ich – als Unwissender der asiatischen Kultur und des dritten „Mumien“-Films schlechthin – hätte mir dazu in der Kritik deinerseits noch eine kleine Erklärung gewünscht…

    Soviel dazu. Das war ja mal eine harsche Kritik meinerseits und ich glaube gar mein längster Post hier. Ich hoffe, du begreifst meine Anmerkungen wie immer als mehr oder minder konstruktiv ;-).

  2. Erstmal Danke für den ausführlichen (und konstruktiven) Kommentar!
    Der Dunkle Ritter wurde korrigiert, auch wenn ich keine Ahnung hab‘ wovon du redest (Redundanz im Ausdruck???).

    Tja, da haben wir wohl andere Ansichten von Kritiken im Allgemeinen. Sicher, solch eine lange Einleitung ist nicht die Norm (schon gar nicht in der OFDb), aber da ich persönlich gern mehr aus Kritiken mitnehme, als die positiven und negativen Seiten eines Films, habe ich in diesem Fall bewusst so weit ausgeholt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass ich im Vorfeld rund zehn Kritiken zu diesem Film gelesen habe, die alle auf das selbe hinaus liefen. Eine andere Sichtweise auf den Film erschien mir da erstrebenswert. Ist ein größerer Informationsgehalt gleich prätentiös? Die Kritik ist vielleicht das Werk eines Klugscheißers, aber nicht prätentiös. ;)
    Was die Empfehlungen am Ende betrifft: Die sind an dieser Stelle eine Ausnahme und dienen ganz einfach als Hinweis, schließlich hat das chinesische und speziell das HK-Kino das, was die Amis hier mit Yeoh und Co. anstellen, schon vor Jahren wesentlich besser hingekriegt. Wenn man so will ist das Werbung, die nicht zur Gewohnheit werden wird, und gleichzeitig Teil der thematischen Rahmung.

    Das Grundproblem ist wohl, dass die Kritik nicht für die OFDb, sondern für dieses Blog geschrieben wurde und das ist eben da, um zu experimentieren. Das sollte jemand, der ein Gedicht über Catwoman schreibt doch verstehen, oder nicht? ;)
    Als Antwort auf die Frage, was genau Shangri-La ist, setz ich noch einen Link in den Post.

  3. Danke für deine Ausführungen!

    Zum Thema prätentiös nochmals: Wenn du mir vorwirfst, dass ich schon geschrieben hätte „Adorno sagt in xy das und das“ und du gehst dann auf etliche Filme in (in meinen Augen) unnötig ausladender Breite kurz ein (was beweist, das du sie alle gesehen hast), sehe ich darin keinen Unterschied, weil beides ein Rumgeprotze mit Wissen darstellt. Kluggescheiße und Prätentiosität (schreibt man das so?) liegen nah beieinander. Ich sage ja nicht, dass deine Kritik schlecht ist o.ä. (und wenn, würde es dich sicherlich eh nicht jucken ^^), sondern möchte nur darauf hinweisen, dass du etwas übertreibst. Unterbringung von Informationsgehalt hin oder her, aber dazu wäre – um es mal im UNIQUE-Jargon zu formulieren – ein Themenartikel imho besser als eine Rezension. Gut, kann auch sein, dass ich zu sehr im „klassischen“ rezensionsstil verhaftet bin und ich mehr als 2 oder 3 Absätze um die Einordnung eines Films in den gesellschaftlich-politischen Kontext eher störend empfinde, weil sie von der eigentlichen Thematik (der Rezension des Werks als solchem) ablenkt.

    Mit Redundanz im Ausdruck meine ich folgendes: Du umschreibst den Film „The Dark Knight“ mit „Schwarzer Ritter“. Bei jedem anderen Batman-Film, der nicht „The Dark Knight“ im Titel trägt, wäre es passend. Genauso könntest du sagen „Der Mann aus Stahl“ wenn das nächste Sequel von Superman „The Man of Steel“ heißen würde, dass für Superman ja auch ein Synonym darstellt. Soweit verständlich? Es ist dann kein beschreibendes Synonym mehr, sondern schlicht die redundante deutsche Übersetzung englischer Wörter/des englischen Filmtitels…

    Dass die Filmtitel Teil der thematischen Rahmung sind: ok. Dann aber bitte nicht bei jeder anderen Kritik, bei der sich das (evtl.) anbieten würde auch machen. Meine „Catwoman“-Kritik hat nämlich auch nur Einzigartigkeitswert ;-).

    Wegen „Shangri-La“: Danke!

    BTW: Ich will ja nicht nerven, aber wird man demnächst deine 2 Cents zu „Was vom Tage übrigblieb“ und meiner Lieblingsfilm-Liste (ja auch ich hab sie mittlerweile erstellt) bei mir im Thread bestaunen können? Natürlich nur, wenn es finanziell passt ;-)…

  4. Ich finde das mit dem „Drumherum“ ja immer ganz interessant, greife sogar manchmal selber drauf zurück. ;) Und wen es stört, der kann diesen Teil doch ganz leicht überspringen und die eigentliche Kernpassage zum Film lesen.

    Wo ist das Problem? ;)

    Darüber hinaus kann ich bezüglich der Mumie mal wieder schön Geld sparen. :D

  5. Ich sage ja nicht, dass das „Drumherum“ langweilig sei oder überflüssig, jedoch imo nicht sehr viel viel mit der eigentlichen FilmKRITIK zu tun hat. Und der Fokus liegt dann doch schon eher auf dem „Drumherum“ als auf dem Film, was ich (in Unkenntnis des Films) etwas schade und eher unpassend finde.

  6. Nachtrag: Ich irrte. Ist doch mehr Kritik als „Drumherum“, dennoch seeehr ausufernd.

    Danke dir, Jenny, übrigens für das Setzen der An- und Ausfürhrungszeichen bei den Filmtiteln und anderen Korrekturen in der Formatierung. Aber noch ein kleiner Hinweis: Bei „Kung Fu Panda“ (den du dann <- so hättest schreiben müssen), hast du es nicht durchgehalten ;-)

  7. Naja, mal abgesehen davon, dass ich bei mir ja selber ganz gerne „rumlaber“ bis der Arzt kommt, und mich das dementsprechend auch nicht stört, sonden viel mehr interessant finde (Im Übrigen ist genau das der Grund, warum ich Blogs lese, eben weil dort viele Besprechungen mehr bieten, als anderswo), wollte ich noch ein Wort zum Film an sich verlieren.

    Ich hatte es ja in der Tat schon befürchtet, aber ein solches Desaster ist dann doch schon harter Tobak. Es ist eben nicht nur der „ägyptische Hintergrund“ verbraucht (Wobei ich darüber schon fast wieder diskutieren wollen würde), sondern das ganze Franchise scheint mit erledigt. Man hätte es nach dem Ersten Teil gut sein lassen sollen. Meine Achtung vor Rachel Weisz, die sich dieses Desaster erspart hat, denn das hat sie nicht mehr nötig.

  8. Hi, ich hab nich alles gelesen, aber im Großen und Ganzen kann ich da nur zustimmen. Extrem belangloser Film. Dabei fand ich den ersten damals ganz gut. Der zweite war ja nur mehr oder weniger ein Aufguss von Teil 1.

    Aber diesmal läuft echt alles falsch. Kaum Witz, langweilige Action-Szenen, langweilige Charaktere. Und irgendwie hab ich vor Jet Li keine Angst. Da fand ich Immothep (oder wie auch immer er hieß) damals cooler. Und Brandon Fraser bleibt irgendwie ziemlich glanzlos und der Rachel Weisz Ersatz ist auch furchtbar. Nee, also wirklich nicht. Leider wird hier auch nicht gemerkt, dass der Ofen aus ist, ein 4. Teil ist ja schon angedacht und angesichts des Filmendes mehr als denkbar. Gääääähn!

  9. @Lutz: ->Bzgl. des Dunklen Ritters sehe ich keine Redundanz. Die Übersetzung war in diesem Fall gewollt, mir ging es nicht um ein Synonym, nur hatte ich einen Black(!)out und hab „schwarzer“, statt „dunkler Ritter“ geschrieben.

    ->Der Kung Fu Panda kriegt keine Anführungszeichen, weil der Titel durch die fette Formatierung bereits genügend hervorgehoben wurde.

    ->Mein Feedback zu deiner „Was vom Tage…“-Kritik hast du ja schon, mal schauen, ob ich das nochmal in der OFDb kommentiere.

    -> Einen Kommentar zur Lieblingsfilmliste finde ich allerdings ziemlich unsinnig. Solche Listen entsprechen, wenn sie ehrlich zusammengestellt wurden, kaum objektiv nachvollziehbaren Kriterien, was ja klar ist, sonst wären es Besten- und nicht Lieblingslisten. Was soll ich da schreiben? „Boah, wir mögen die gleichen Filme!“ oder „Boah hast du einen schlechten Geschmack!“ ^^

    @fincher: Gut, dass deine Geldbörse schonst, der Schrott hat schon genug eingespielt. ;)

    @C.H.: Ja, die Rachel hat im Nachhinein die beste Entscheidung getroffen. Andererseits seh ich Fraser in der Rolle ganz gerne und gute Indiana Jones-Klone gibt es sowieso eher selten. Aber wer hätte gedacht, dass der Film noch schlechter als der zweite werden würde? :(

    @Norman: Ab geht’s nach Peru! Aaarrgghh!

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