Up in the Shutter Island

Wie dem höchst einfallsreichen Titel dieses Posts zu entnehmen ist, geht es an dieser Stelle um zwei Filme, namentlich Up in the Air von Jason Reitman (That Juno Guy) und Shutter Island, neuester B-Movie-Ausflug von Martin Scorsese (so’n Kumpel von Leo).

Reitmans Up in the Air hat nach dem ernsthaften, vom Regisseur selbst geschnittenen, ersten Teaser einen „Mainstream“-Trailer bekommen, der die Kassen klingeln lassen möchte. Nach den Festivals in Telluride und Toronto vom Oscar-Hype erfasst, wird der Film über einen Vielflieger, der durchs Land reist, um Leute zu feuern, allerorten hoch gelobt. Mit der Mischung aus Tragik, Komödie, Wirtschaftskrise und George Clooney hat der Film sicher gute Chancen, auch wenn die Oscar-Saison noch lang ist. Besonders interessant ist allerdings die Frage, ob Clooney, der demnächst auch noch in „The Man Who Stare At Goats“ und „Fantastic Mr. Fox“ zu sehen bzw. zu hören sein wird, mal wieder einen Hit zu Stande bringt und das ohne Beteiligung von Brad Pitt und zahlreichen Casinos.  „Up in the Air“ startet am 4. Februar 2010 in Deutschland.

Martin Scorseses Adaption eines Romans von Dennis Lehane („Gone Baby Gone“) wurde zunächst auch als Oscar-Fodder gehandelt, dann aber vom Studio in den Februar verschoben und somit aus dem Rennen genommen. Der zweite Trailer sieht auch eher nach „Kap der Angst“ als „Die Letzte Versuchung Christi“ aus, was nicht als Kompliment gemeint ist. Andererseits hat Marty schon lange keinen in Gänze überzeugenden Film mehr gedreht („Bringing out the Dead“?) und seine Filme mit Leonardo DiCaprio sind nicht gerade die Krone der kinematographischen Schöpfung. Ab dem 25. Februar werden wir sehen können, ob Scorsese wieder einen ordentlichen Thriller gedreht hat. Mehr sollte man nach Ansicht des neuen Trailers von Shutter Island erstmal nicht erwarten.

(via)

3 Antworten auf „Up in the Shutter Island“

  1. Mal schauen. Clooney hat einen guten Riecher für gute Filme. Aber ein Oscar für Mr. Clooney himself wird doch schwer zu ergattern sein.
    Martin Scorsese adaptiert einen Roman so, so, so. Ich fand seine Adaption von Infernal Affairs gar nicht so gut, auch wenn sie einen Haufen Oscars abgeräumt hat. Aber der Mann hat dieses Mal vielleicht mit Ben Kingsley ein gutes Händchen bewiesen. Ich kann seine Faszination für Leo nun wirklich nicht nachvollziehen.

  2. An einen Oscar für Clooney glaube ich auch nicht. Er hat ja schon einen und der Film sieht auch nicht so aus, als würde er seine (nicht so gigantische) Bandbreite strapazieren.
    Scorseses (Casting-)Entscheidungen in den letzten Jahren sind nicht wirklich nachvollziehbar. The Departed war solide, aber nicht mehr und Leo der mieseste Undercover ever. Ist immer schwer zu ertragen, wenn er einen auf intensiv macht. Scheint er in Shutter Island aber auch zu zelebrieren. Da hätte Scorsese mal lieber Mystic River von Lehane verfilmen sollen, da konnte man zumindest den Twist nicht gleich nach dem Trailer erraten. ;)

  3. Siehste, fast vergessen… den „Shutter Island“ hat ich mir auch vorgemerkt, wenngleich ich das mit Leos Schauspielkünsten auch ähnlich sehe…

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